Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Wallner: „Mission ist einer der coolsten Begriffe unter Jugendlichen“

6. April 2018 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner: „Wir nehmen aktuell nicht wahr, dass wir einen Papst mit einer tiefen missionarischen Mentalität haben“ - Kirche muss Werbung für den Glauben machen, „sonst ist das ein begleiteter Suizid“


Wien (kath.net/Missio) Ob Unternehmen ihr Mission-Statement formulieren oder die Regierung ihr Umweltprogramm „Mission 2030“ nennt: Mission ist für Pater Karl Wallner einer der „coolsten Begriffe“, die es bei jungen Menschen gibt.

Das Wort Mission ist für Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner „kirchenhistorisch belastet“, heute allerdings der „coolste Begriff“, den es bei Jugendlichen gibt. „Lässt man den Begriff Mission beiseite, übersieht man sicherlich die Zeichen der Zeit“, betonte Wallner am Mittwoch im Gespräch mit katholischen Publizistinnen und Publizisten. „Missionspapst Franziskus“, wie ihn Wallner nennt, priorisiere bewusst den Begriff „Mission“ gegenüber „Alternativumschreibungen“, wie Neuevangelisierung.

Im Rahmen des monatlichen Jour fixe des Verbands katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreich stellte sich der Missio-Nationaldirektor den Anfragen von Furche-Chefredakteur Rudolf Mitlöhner und anderer katholischer Publizisten zum christlichen Missionsbegriff.

Papst Franziskus als „unideologischer“ Missionar

Als völlig „unideologisch“ bezeichnete Pater Karl Wallner Papst Franziskus, wenn dieser „werbend“ über die Frohbotschaft spreche: „Wir müssen aufhören, uns in Strukturen zu verstecken, und neu auf die Straße hinausgehen. Der Papst lebt es uns vor, wenn er zum Beispiel Arbeiterfamilien in Ostia besucht.“ Das sei keine „große Ideologie oder Strategie“, so der Missio-Nationaldirektor. Papst Franziskus brenne dafür, Menschen zu begegnen und selbst Zeuge des Evangeliums zu sein.


Für den Missio-Nationaldirektor geht es in der heutigen Zeit nicht darum, die Kirche ausschließlich „numerisch“ zu erhalten. Es müsse zu einer konkreten Umsetzung der Arbeit des Zweiten Vatikanischen Konzils zu Themen wie Missions- und Laientätigkeit kommen. „Wir nehmen aktuell nicht wahr, dass wir einen Papst mit einer tiefen missionarischen Mentalität haben“, hob Wallner hervor. Die Kirche müsse sich in ihren Strukturen auf die Zukunft einstellen, gleichzeitig müsse sie aber auch mit einer geänderten Mentalität vorangehen, die „Werbung für den Glauben“ macht: „Sonst ist das ein begleiteter Suizid“, so Wallner.

Mission beginnt beim Zuhören

Ein Missionar muss für Pater Karl Wallner ein „zutiefst Hörender“ sein, der in einer „intensiven Du-Beziehung mit Gott“ ist und gleichzeitig die Probleme und Anliegen der Menschen aufnimmt. „Ich höre hin, aber natürlich brennt es dann in mir, meine Freude mit anderen zu teilen und von dieser Fülle der Liebe Gottes etwas überfließen zu lassen“, unterstrich Wallner. Jede Verkündigung und Mission kann für ihn nur ein Angebot sein, „das Eigentliche muss Gott tun“.

In der theologischen Diskussion ortet der Missio-Nationaldirektor eine „ideologische Engführung des Wahrheitsbegriffs“, die in der heutigen Zeit keinen Platz mehr habe: „Es ist dogmatisch eindeutig, dass die soteriologische vor der christologischen Ausformung steht: Jesus hat zuerst geheilt. Wir müssen dem lieben Gott zugestehen, dass er sein Heil selbst in die Welt setzt.“

Christentum in der Genetik der Menschen verankert

Mit Blick auf die Zukunft der Kirche in Europa hob Pater Karl Wallner hervor, dass das Christentum „bei uns“ tief in der „Genetik der Menschen“ steckt. In diesem institutionellen Christentum sieht er eine Chance für einen Paradigmenwechsel, gleichzeitig brauche es ein neues „Überzeugungschristentum“, das sich zu Jesus Christus bekennt. „Ich bin kein Ideologe der Zukunft, sondern ein Pragmatiker der Gegenwartsbewegungen“, betonte Wallner. Es braucht aus seiner Sicht einen „realistischen Blick“ auf die aktuelle Situation der Kirche und dann „optimistische Schritte nach vorne“.

Für Wallner ist Mission – die Sendung zu den Menschen – eine „Grundbotschaft der Kirche“. In Afrika oder Asien erlebt er eine „lebendige und fröhliche Kirche“, die den Menschen in Europa Mut machen kann. „Mission ist nie ein Indoktrinieren. Wir wollen anderen Menschen Anteil an unserer Freude geben“, sagte der Missio-Nationaldirektor. In diesem Punkt könne die katholische Kirche vieles von der „magnetisierenden und begeisternden Dynamik“ der Freikirchen lernen, so Wallner.

Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner OCist



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mission

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  3. „Die Vision des hl. Ansgar war größer als nationale oder regionale Horizonte“
  4. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  5. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  6. Befreite Ordensfrau aus Mali: Mission muss weitergehen
  7. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  8. Papst: Jeder ist zur Mission aufgerufen
  9. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  10. Vatikan betont Bedeutung der Mission in Zeiten der Pandemie






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  10. „Warum ich katholisch bin“
  11. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  12. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  13. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz