Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Kardinal Cordes: Statt Esoterik "Gott, der uns entgegengeht"

21. März 2018 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Kurienkardinal Cordes bei Heiligenkreuzer Theologentagung: Vermeintliche "Selbsterlösung" von Glaubenslehre immer wieder abgelehnt und verurteilt worden


Wien (kath.net/KAP) Christen haben im Gegensatz zu Anhängern der Esoterik einen "Gott, der uns entgegengeht": Das hat der emeritierte Kurienkardinal Paul Josef Cordes am Samstag bei der zweitägigen Tagung "Erlösung oder Selbsterlösung? Die Antwort des christlichen Glaubens auf Gnosis und Esoterik" an der Hochschule Heiligenkreuz dargelegt. Jesus Christus stehe für ein Erlösungswerk, wie die vielen Wunder- und Heilungsgeschichten in den Evangelium eindrucksvoll bezeugten. "Gottes Leben in drei Personen ist totale Bejahung. Wer wollte sie mit dem Nirwana tauschen?"

Cordes berichtete vor den über 200 Tagungsteilnehmern von Begegnungen mit Esoterik aus der eigenen Studienzeit, als an seiner Ausbildungsstätte "Yoga für Christen" angeboten worden sei. Den Seminaristen sei Entspannung dadurch versprochen worden, ebenso wie heute vielerorts - darunter auch in kirchlichen Bildungshäusern - esoterische und fernöstliche Praktiken angeboten würden. "Heute merken wir aber, dass uns die vielen Meditationspraktiken nicht gesünder und entspannter gemacht haben", so der frühere Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum".


In der "New Age"-Bewegung fänden sich laut dem Kardinal all jene Theorien der Selbsterlösung, die von den Religionen - allen voran der katholischen Glaubenslehre - über Jahrhunderte abgelehnt und verurteilt worden seien. Diese Philosophien stünden im klaren Widerspruch zum Leben und zur Lehre von Jesus Christus. Diesen Gedanken brachte auch der Heiligenkreuzer Abt in seiner Einleitung Maximilian Heim zum Ausdruck: Sowohl die gnostischen Philosophien mit ihrer Absage eines Schöpfers als auch die Esoterik seien "Gegenentwürfe" zum Christentum.

"Schon der Name Jesus ist Programm"

Dass "der Glaube an das Erlösertum Christi" die Grundlage des Christentums ist, hob der Heiligenkreuzer Dogmatiker und langjährige Hochschulrektor P. Karl Wallner hervor. "Schon der Name Jesus ist Programm. Das Kind sollte nach Gottes Willen Jesus - übersetzt 'Gott schafft heil' - heißen, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen", zitierte der Ordensmann aus dem Matthäusevangelium. Von den Worten Jesu seien "heilsame Weisen, Korrektur und Orientierung" ausgegangen, wie nicht nur die "eventartigen" Massenaufläufe bei seinen Predigten, sondern auch der innere Drang der Apostel, Jesus nach seinem Tod und Auferstehung in aller Welt zu verkünden, bezeugt habe.

Die Christen müsse sich jedoch die Frage stellen, ob sie noch weiter an die Erlösung glaubten und das Heil verkündeten, betonte Wallner. In westlichen Ländern gerate die heilende Dimension des Glaubens nämlich zunehmend in Vergessenheit; sogar in der Theologie werde teils verdrängt oder vernebelt, "was Christus der Welt schenken wollte: die Erlösung von den Sünden, das ewige Heil und ein orientiertes Leben". Katholiken dürften nicht bei einem - ebenfalls wichtigem - karitativen oder entwicklungspolitischen Engagement stehenbleiben und dabei "stumm" für die Heilsdimension ihres Glaubens sein.

Weitere Referenten der Tagung waren u.a. Markus Enders (Freiburg i. Brsg.), Peter Bruns (Bamberg), Viki Ranff (Trier) und Helmut Zander (Fribourg) Wolfgang Buchmüller, Bernhard Vosicky und Martin Leitner (Heiligenkreuz).

Archivfoto Kardinal Cordes


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto (c) kath.net/Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Cordes

  1. Jungfräulichkeit, der Affront gegen diese Zeit
  2. Cordes rückt eine Kardinalsklasse höher
  3. New Age – eine modische Heilslehre, theologisch inspiziert
  4. „Vorstoß von Kardinal Marx missachtet eindeutige Offenbarung Gottes“
  5. „Keine Willkommenskultur für Christen“
  6. 'Unser Missions-Wille und unsere Missions-Kraft sind schwach geworden'
  7. Neues Buch von Kardinal Cordes: 'Dein Angesicht, Gott, suche ich'
  8. 'Es ist etwas Wunderbares um unsern katholischen Glauben'
  9. Der Priester ist kein Auslaufmodell
  10. 'Diskussionen und Konflikte gehören zur Geschichte der Kirche'







Top-15

meist-gelesen

  1. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  2. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  3. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  4. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  5. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  6. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  7. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  8. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  9. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  10. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  11. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  12. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  15. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz