Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  12. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  13. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  14. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

Träume

16. März 2018 in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Sowohl das Alte als auch das Neue Testament erzählen von Träumen, in denen Gott zum Menschen spricht." Von Bischof Heinz Josef Algermissen


Fulda (kath.net/pbf) Sowohl das Alte als auch das Neue Testament erzählen von Träumen, in denen Gott zum Menschen spricht. Denken wir an die Geschichte des Stammvaters Jakob, der sich in der Wüste einen Stein als Kopfkissen nimmt und träumt. „Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe, der Herr stand oben und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben“ (Gen 28,12f). Der Traum zeigt Jakob eine andere Wirklichkeit als die Welt, die ihn umgibt und ihm Angst macht. Auf der Flucht vor seinem Bruder Esau erfährt er sich so getragen und beschirmt. Gott bedient sich dazu des Traumes als eines besonderen Zugangs zum Herzen des Menschen.


Erst recht spielen in der Geschichte von Josef, dem Lieblingssohn Jakobs, Träume eine zentrale Rolle. Und das große Vertrauen, das der Pharao seinem Traumdeuter und Helfer in der Not schenkt, spiegelt sich im Aufruf an das Volk: „Geht zu Josef! Tut, was er euch sagt“ (Gen 41,55).

Schließlich spricht Gott auch mit Josef, dem Nährvater Jesu, vermittelt durch Träume, um ihm Sicherheit und Weisung zu geben.

Ein uneheliches Kind ist unterwegs. Das allgemein gültige Gesetz ist in diesem Fall gnadenlos: Steinigung der Frau. In dieser prekären und dramatischen Situation gehen Josef wirre Gedanken durch den Kopf. Doch genau jetzt zeigt sich seine Größe. Er lässt sich nicht zu Wut und Hass hinreißen, versteckt sich auch nicht hinter den Buchstaben des Gesetzes, sondern sucht nach dessen Geist. Josef gelingt es tatsächlich, die peinliche Angelegenheit für sich zu behalten. Wir können indes nur ahnen, welche Selbstdisziplin dazu gehört hat, Maria nicht zur Rede zu stellen und sie davonzujagen. Stattdessen beschirmt er wie ein Schutzschild seine Braut und ihr Kind vor bösen Zungen und feindlichen Angriffen. Diese Selbstüberwindung lässt Gott nicht unberührt.

Der Evangelist Matthäus erzählt, ein Engel habe den schlafenden Josef aufgeklärt: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen, denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Hl. Geist“ (Mt 1,20). Mit diesem Traum lichtet sich die Nacht seiner Seele: Josef wird selbst Teil des göttlichen Heilsplans und lässt sich von nun an führen.

Noch einmal erscheint ein Engel dem Josef: Die kleine Familie muss nach Ägypten fliehen. Wieder bekommt er im Traum von einem Engel Weisung: Er soll das Kind vor den Mordplänen des Herodes in Sicherheit bringen.

Und zum dritten Mal erscheint ihm ein Engel: Er solle wieder zurückkehren, die Gefahr sei gebannt, Herodes sei tot. Und so macht er sich auf und geht mit Maria und dem Kind nach Hause zurück, dorthin, von wo alles seinen Anfang nahm.

Auf den hl. Josef, dessen Fest wir am Montag feiern, trifft das Psalmwort zu: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“ (Ps 127,1).

Bischof Heinz-Josef Algermissen, Fulda


Foto (c) Bistum Fulda


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Fulda

  1. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  2. Bistum Fulda hat Evangelisationszentrum ‚St. Theresia v. Lisieux’ im Haus Raphael, geschlossen
  3. Evangelische Bischöfin Hofmann legt Katholiken Frauenweihe und Interkommunion nahe
  4. Bistum Fulda: Pfarrer wegen Kinderpornoverdacht suspendiert
  5. Bischof em. Algermissen: „Kriege fallen nicht vom Himmel“
  6. „Zeuge Gottes und Anwalt des Lebensrechts“
  7. Papst Franziskus gratuliert Bischof em. Algermissen
  8. „Persönliche Beziehung zu Jesus Christus ermöglichen“
  9. „Jesus Christus ist der Retter aller Völker“
  10. Weihbischof Michael Gerber wird neuer Bischof von Fulda






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz