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Großbritannien: Das Christentum versickert

19. September 2017 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Zwar bezeichnen sich einer Umfrage zufolge noch 51 Prozent der Bevölkerung als „christlich“. Doch nur noch sechs Prozent der Bevölkerung ist praktizierend. Von Petra Lorleberg


London (kath.net/pl) Eine Umfrage in Großbritannien bringt ein ernüchterndes Ergebnis: Von der britischen Gesamtbevölkerung bezeichnen sich noch 51 Prozent selbst als „christlich“. Allerdings sagen von diesen wiederum 60 Prozent, dass sie nie in der Bibel lesen, 36 Prozent, dass sie nie einen Gottesdienst besuchen und ein Drittel räumt ein, dass sie nie beten. Die Umfrage stufte all jene als praktizierende Christen ein, die mindestens einmal in der Woche die Bibel lesen und beten sowie mindestens einmal pro Monat in die Kirche gehen: das sind nur noch sechs Prozent der britischen Bevölkerung. Die Umfrage wurde von ComRes im Auftrag der (anglikanischen) Kirche von England erstellt, 8150 Erwachsene wurden dafür befragt. Darüber berichteten britische Medien.


Rachel Jordan, Evangelisierungsbeauftragte der anglikanischen Kirche, erläuterte dazu nach Angaben des „Telegraph“: „Wir sind wirklich glücklich darüber, dass es in unserem Land Menschen gibt, die sich noch als christlich und als der ‚Kirche von England‘ zugehörig bezeichnen, obwohl sie sich praktisch nie dafür entscheiden, unsere Kirchen zu besuchen.“ Es sei nun wichtig, diese Menschen zu erreichen, um sie näher in die Gemeinschaft hereinzuholen. Das Umfrageergebnis zeige aber auch, so Jordan, wie groß die Aufgabe sei, die vor ihnen liege.

Frühere Daten hatten bereits ergeben, dass nur noch 51 Prozent der Bevölkerung der „Kirche von England“ angehören, inzwischen könnten es noch weniger geworden sein. Allein seit dem Jahr 2005 ist der Gottesdienstbesuch um 11 Prozent zurückgegangen.

Demgegenüber wachsen, wie früheren Erhebungen zu entnehmen ist, die Gruppen der religionslosen und der muslimischen Bürger in Großbritannien. Katholiken sind in Großbritannien aus geschichtlichen Gründen eine Minderheit. Die Kirche von England ist die britische Staatskirche, ihr nominelles Oberhaupt derzeit Queen Elizabeth II.

Symbolbild: Abwärtskurve macht Sorgen



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Lesermeinungen

 chriseeb74 20. September 2017 
 

@Beerhalter

Sie haben grundsätzlich Recht, aber Ihre Zahlen kann ich nicht nachvollziehen.
M.E. liegt die aktuelle Zahl der praktizierenden Katholiken bei 10% (die, die wöchentlich zur Sonntagsmesse gehen); darüberhinaus gibt es aber noch etliche, die aus beruflichen, gesundheitlichen oder anderen Gründen alle 2 Wochen bzw. einmal im Monat gehen. Da kann man sicherlich nochmal 5%-Punkte hinzufügen. Anders sieht dies natürlich beim Beichtempfang aus.
Generell ist der Glaube in den letzten 60 Jahren sehr deutlich geschrumpft und wir haben hier in Deutschland ein sehr großes Problem...


1
 
 Beerhalter 19. September 2017 
 

Wie sieht es in Deutschland aus?

In Deutschland ist der Anteil der praktizierenden Katholiken in den letzten 60 Jahren von 23% auf 3% gesunken - das schreckliche dabei: Niemand scheint das zu bekümmern!
Angesichts dieser Faktenlage stellen sich einige Fragen:
1. Warum wird die seit der Würzburger Synode vom schulischen Religionsunterricht gestrichene Katechese nicht wieder re-integriert?
2. An welchen Orten haben die Kirchengemeinden, dem Wunsch dieser Synode gemäss, die ausserschulische Durchführung der Katechese übernommen - und mit welchem Erfolg?
3. Weshalb erkennen die Geistlichen Gemeinschaften es nicht als ihre Aufgabe - und rüsten sich dafür aus, die Katechese in den Kirchengemeinden grossflächig durchzuführen?
4. Weshalb werden Katecheten, die bspw. bei P. Wallner in Heiligenkreuz ausgebildet wurden, bspw. in der Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht anerkannt, wo der Mangel an Katecheten doch sehr gross ist?
5. Auch in Hochaltingen werden bei P. Buob Katecheten ausgebildet - was ist deren diözesanes Schicksal?


4
 
 M.Schn-Fl 19. September 2017 
 

Beten wir um ein neues Pfingsten für ganz Europa!


6
 
 Uwe Lay 19. September 2017 
 

Zusammenhänge ?

Könnte es da nicht einen Zusammenhang geben zwischen dem Abfall vom Katholischen Glauben, der zur Gründung der Anglikanischen Kirche führte und der jetzt galoppierend voranschreitenden Entchristlichung Englands? Gibt es nicht zudem einen Zusammenhang zwischen der wirklichen Meisterschaft im Zeitgeistsurfing dieser englischen Kirche und dem Verlöschen der chistlichen Religion in England?
Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot


8
 
 Gandalf 19. September 2017 

England muss man differenziert sehen..

Die katholische Minderheit im Land ist sehr lebendig, sehr gläubig. Mit den Anglikanern geht es allerdings wirklich bergab... Ansonsten 2018 England-Reise mit kath.net dabei sein, da lernt ihr die katholische Kirche in England kennen.


8
 
 SpatzInDerHand 19. September 2017 

:(

Und dieser Satz nervt mich - warum sind wir Christen denn immer so weichgespült??? Ist ja hier im deutschen Sprachraum dasselbe...

„Wir sind wirklich glücklich darüber, dass es in unserem Land Menschen gibt, die sich noch als christlich und als der ‚Kirche von England‘ zugehörig bezeichnen, obwohl sie sich praktisch nie dafür entscheiden, unsere Kirchen zu besuchen.“


10
 

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