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Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert Van Rompuy!

17. August 2017 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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ZdK-Vorsitzender Sternberg: Dass ein katholischer Orden in Belgien es sich auch auf päpstliche Weisung hin nicht verbieten lassen wolle, in seinen 15 psychiatrischen Kliniken aktive Sterbehilfe auszuüben, sei ihm "unbegreiflich".


Bonn (kath.net/ZdK) Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Thomas Sternberg, kritisiert die Intervention des ehemaligen Ministerpräsidenten Belgiens, Herman Van Rompuy, gegen Papst Franziskus. Es müsse bei der Auseinandersetzung um die aktive Sterbehilfe in belgischen Ordenskliniken darum gehen, "die Unterschiede zwischen einer menschenwürdigen Sterbebegleitung und einer aktiven, gegen die Menschenwürde verstoßenden Sterbehilfe bewusst zu machen und die notwendige Öffentlichkeit herzustellen", unterstreicht Sternberg. "Die aktive Sterbehilfe, wie sie in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg praktiziert wird, ist und bleibt mit der katholischen Lehre nicht vereinbar. Van Rompuys Statement irritiert in seiner Missachtung des christlichen Menschenbildes und in seiner mangelnden Begriffspräszisierung."

Sternberg verweist auf die ZdK-Erklärung "Ja zur palliativen Begleitung – Nein zur organisierten Suizidbeihilfe" vom Oktober 2014: "Als Christen achten wir das Recht auf Selbstbestimmung hoch. Durch ein Verbot der organisierten Suizidbeihilfe wird es gegen die Fremdbestimmung durch gesellschaftlichen Erwartungsdruck geschützt." Es wäre für jeden Betroffenen wie für das gesellschaftliche Klima unerträglich, wenn sich ältere oder lebensbedrohlich erkrankte Menschen von außen zu einem suizidalen Verlangen gedrängt sähen, das ihren eigentlichen Überzeugungen und Wünschen zuwiderläuft. Dass ein katholischer Orden in Belgien es sich – auch auf päpstliche Weisung hin – nicht verbieten lassen wolle, in seinen 15 psychiatrischen Kliniken aktive Sterbehilfe auszuüben anstelle auf Palliative Care zu setzen, sei ihm "unbegreiflich."

Sternberg wörtlich: "Aus christlicher Sicht gilt es für ein Sterben in Würde, Hilfe IM Sterben zu ermöglichen und nicht Hilfe ZUM Sterben." Zugleich verweist Sternberg auf eine systematische Weiterentwicklung der regionalen ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung mit dem Ziel, "allen Patienten einen sicheren und gleichen Zugang zu den Strukturen der jeweiligen Formen der Begleitung zu ermöglichen."

Symboldbild: Sterbehilfe



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Lesermeinungen

 Konrad Georg 18. August 2017 
 

Wird das ZdK katholisch?

Das erste Mal, daß ich so eine klare Stellungnahme zu sehen bekomme.

Moralisch Verwahrlosten braucht man nicht mit den Rechten Gottes kommen. Diese Menschen haben gedanklich ihre Vorfahren in der Ursuppe.


0
 
 Dionysos 17. August 2017 
 

eine typische unkatholische ZDK Stellungnahme

In seiner Stellungnahme argumentiert Herr Sternberg mit dem Recht auf Selbstbestimmung und dem gesellschaftlichen Erwartungsdruck. Das sind nur nachrangige Gründe. Da kann man nur fragen: Wäre denn die Suizidbeihilfe erlaubt, wenn nachweislich kein Erwartungsdruck bestehen würde und naturgemäß die Selbstbestimmung beachtet würde. Herr Sternberg argumentiert also nur soziologisch. Das einzige Unstrittige in seiner Stellungnahme aus katholischer Sicht ist die Aussage, dass die aktive Sterbehilfe mit der katholischen Lehre nicht übereinstimmt. Dass der Mensch nach christlicher Auffassung nicht über sein und das Leben anderer verfügen kann und darf, ist das erstrangige Argument und das meint das 5. Gebot „Du sollst nicht töten“, eingeschlossen naturgemäß „auch dich selbst nicht“. Angesichts der Haltung des ZDK zur Abtreibung kann man offensichtlich keine andere Argumentation erwarten. Vielleicht ist aber auch Herrn Sternberg der Unterschied in der Argumentation nicht bewusst.


2
 
 Dionysos 17. August 2017 
 

eine typische unkatholische ZDK Stellungnahme

In seiner Stellungnahme argumentiert Herr Sternberg mit dem Recht auf Selbstbestimmung und dem gesellschaftlichen Erwartungsdruck. Das sind aber nur nachrangige Gründe. Da kann man nur fragen: Wäre denn die Suizidbeihilfe erlaubt, wenn nachweislich kein Erwartungsdruck bestehen würde und naturgemäß die Selbstbestimmung beachtet würde.Herr Sternberg argumentiert also nur soziologisch. Das einzige Unstrittige in seiner Stellungnahme aus katholischer Sicht ist die Aussage, dass die aktive Sterbehilfe mit der katholischen Lehre nicht übereinstimmt. Dass der Mensch nach christlicher Auffassung nicht über sein und das Leben anderer verfügen kann und darf, ist das erstrangige Argument und das meint das 5. Gebot „Du sollst nicht töten“, eingeschlossen naturgemäß „auch dich selbst nicht“. Angesichts der Haltung des ZDK zur Abtreibung kann man offensichtlich keine andere Argumentation erwarten. Vielleicht ist aber auch Herrn Sternberg der Unterschied in der Argumentation nicht bewusst.


3
 
 Hadrianus Antonius 17. August 2017 
 

Gezeter

Es handelt sich hier mitnichten um einen katholischen Orden, sonden um ein Konglomerat von "Vereinen ohne Gewinnabsicht", an den jeweiligen belgischen Provinzen aufgehängt: vzw's der "Provincialaten der Broeders van Liefde":
geführt von inzwischen total apostatischen Laien, sehr lang schon durch Freigeistigkeit und Freimaurergedankengut durchtränkt und finanziell, wirtschaftlich, sozial und politisch sehr mächtig.
Für die verweltlichte katholische Gremien, die nun wirklich nicht durch Kampfkraft glänzen und fast alles, wenn nicht wirklich alles tolerieren und sich fast nur mit Glaubensdemolierung und Kujonnieren von treuen Katholiken beschäftigen, haben diese Laien nur Verachtung.
Die Modernisten heulen und zetern, und sie werden und können nichts tun.


3
 
 chiarajohanna 17. August 2017 
 

Der Feind Gottes arbeitet auch mit den Koordinaten "Zeit und Raum" !

Wenn die Zeit verengt wird,
entsteht Druck!

Wenn der Raum verengt wird,
entsteht Druck!

Wenn der Zeitrahmen enger wird,
durch äußere Umstände,
oder durch "Zeitgeist-Ideologien"
funktioniere ich nur noch,
ich bin nicht mehr - ganz bei mir!

Denken wir nur an "Ehe für Alle"
Frau Merkel´s Interview als Vorlage
und die Schnelligkeit im Hintergrund
zur plötzlichen Abstimmung + Gesetz!
Und wir: Überrumpeltes Erwachen!

Acht-und Wachsamkeit !


5
 
 chiarajohanna 17. August 2017 
 

Wer bin ich? - Wie viel Zeit + wie viel Zuwendung = bin ich bereit - "zu geben" ?

Darum geht es doch:
Was bin ich bereit - beruflich
den "mir anvertrauten" Menschen
zu geben?

In wieweit berührt mich ihr Leid?
In wieweit betrachte ich mich selbst
und stelle beim "Anblick des Nächsten"
fest - das es mir besser geht?

In wie weit - denke ich da an Gott?
In wieweit - möchte aus Liebe helfen?

"Ihr sollt einander tragen"

Wie trage ich einen Kranken?
1. Durch liebende Blickrichtung
2. Durch Wahrnehmung seines Zustandes
3. Durch Zusprechung von Würde
auch oder gerade dann ...
wenn er nicht mehr kann !
Wenn alle ihn verlassen ...
setze ich ein Zeichen!

Er ist zwar krank - aber er hat Würde!
Wir dürfen ihn "nicht antasten",
ihn unsererseits "unwert" erklären!!!

Er ist ein Gotteskind - Gott "wacht" persönlich über diesen Leidenden!

Was ihr den "Geringsten" getan,
das habt Ihr - mir getan!

Nächstenliebe brauch I___Räume___I
um I__zeitlich___I darin tätig ...
zu werden!

Für das Tot-Spritzen brauche ich
keine R Ä U M E: Zeit-Einsparung


4
 
 chiarajohanna 17. August 2017 
 

Zum Entsorgen von "Krankem" - hilft die Spritze" / Zum lieben aber - brauch ich einen "Zeitrahmen"


3
 
 GerogBer 17. August 2017 

Da macht

der Sternberg endlich mal was richtig.


6
 
 SpatzInDerHand 17. August 2017 

Ich bin beeindruck! Weiter so, liebes ZdK!!!


3
 
 Herbstlicht 17. August 2017 
 

Endlich einmal eine Stellungnahme des ZdK, der man uneingeschränkt zustimmen kann.
Herman van Rompuy sollte zur Kenntnis nehmen, dass ein Papst sehr wohl das Recht hat, einem katholischen Orden die Anwendung von Euthanasie zu verbieten.
Weigert sich der Orden, kann er sich nicht mehr katholisch nennen.

Wie könnte ich mich als gläubige Katholikin und Sterbende einem Orden anvertrauen, dem der Lebensschutz im allgemeinen und mein Lebensschutz im besonderen nicht wichtig ist?


8
 

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