Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Ist Merkel noch wählbar?

28. Juni 2017 in Kommentar, 72 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Werden Bischöfe und Theologen Widerstand leisten gegenüber einer derart zerstörerischen Politik? Sehr viele Zeitgenossen warten auf ihren Widerstand, koste er auch kurzfristig Schimpf und Schande in den Medien. Gastkommentar von Hubert Windisch


Freiburg-Regensburg (kath.net) Die politischen Vorgänge in Deutschland erschrecken. Was erschreckt dabei vor allem? Es ist diese handstreichartige Politik, die Grundsätzliches zur Disposition stellt, die sich nicht mehr um die Substanz des Gemeinwesens kümmert, sondern um Akzidenzien kreist und das politische Ringen um sachliche Richtigkeit durch effekthaschenden Auftritten in Talkshows ersetzt. Politische Emotion tritt weithin an die Stelle von politischer Argumentation. Das war so bei einer übereilten Anordnung zur Energiewende, das war so bei der Flutung Deutschlands mit Millionen von Migranten ohne Maß und Ziel, und das ist jetzt so bei der Auseinandersetzung um die sog. „Ehe für alle“. Und das alles unter der Führung einer C-Kanzlerin, die vor einiger Zeit von Kardinal Marx bei einer Preisverleihung noch wegen ihrer christlichen Grundüberzeugungen gewürdigt wurde. Leider eilen die Kirchen mit vielen ihrer führenden Kräfte dieser Politik untertänig und unterwürfig hinterher.


Bei der sogenannten „Ehe für alle“ geht es ans Eingemachte, nicht nur weil letztlich eine „Ehe für alle“ keine Ehe mehr ist, sondern weil ein durch die Kultur- und Religionsgeschichte der Menschheit hindurch gesichertes Urdatum menschlichen und sozialen Miteinanders angegriffen wird: die Ehe als das Miteinander von Mann und Frau mit der darin geborgenen Möglichkeit zur Weitergabe neuen Lebens. Werden Theologen aufstehen, um die biblische Sicht zu verteidigen, die dieses Urdatum in den ersten Kapiteln der Heiligen Schrift als Weisheit Gottes erkennen läßt? Werden die Bischöfe sowohl um der Offenbarung als auch um der Humanität in der Gesellschaft willen Widerstand leisten gegenüber einer derart zerstörerischen Politik? Sehr viele Zeitgenossen warten auf ihren Widerstand, koste er auch kurzfristig Schimpf und Schande in den Medien und längerfristig den Verlust von politischen Privilegien. Welche Wahlempfehlung können Bischöfe eigentlich noch geben, wenn quer durch die etablierten Parteien die „Ehe für alle“ auf deren Programm steht? Bleibt ihnen noch eine Alternative? Wo sind Politiker mit christlichen Grundüberzeugungen in den Parteien, die aufstehen gegen die Zumutung einer „Ehe für alle“?

Werden wir noch auch personelle Kräfte finden, die uns bewahren vor dem Abgrund opportunistischer Dekadenz? Es wird düster in Deutschland. „Diese Zeiten sind böse“, heißt es im Brief des Apostels Paulus an die Epheser (5,16). Wir Christen sind gefordert.

Prof. Dr. Hubert Windisch ist emeritierter Professor für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  2. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  3. US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete
  4. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  5. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  6. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  7. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  8. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  9. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  10. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz