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Mein Fuß ist geheilt

19. Mai 2017 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
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Sei ermutigt! Gott ist dein Versorger! Ich erlebe es immer und immer wieder. BeneDicta von Petra Knapp-Biermeier.


Linz (kath.net) „Mein Fuß ist geheilt!“ Breit lächelnd steht er vor mir, hüpft auf dem rechten Bein einmal im Kreis und schüttelt dann den Kopf. Mein Mann. Über 24 Stunden war er an meinem linken Arm gehangen. Kein Schritt zu viel an diesem Wochenende. Ein lange bestehender irreparabler Knorpelschaden am rechten Fuß hatte sich dermaßen verschlechtert, dass er kaum mehr auftreten konnte.

Er habe ernsthaft überlegt, wie er seine Arbeit weitermachen solle, gesteht er später dann. Aber im Moment weiß ich das noch nicht. Ich sehe nur, dass ich vor einer Stunde mit meinem humpelnden Ehemann am Arm in einen kleinen, beengten Vortragssaal hineingegangen bin, und jetzt neben einem schmerzfreien Ehemann herauslaufe, der immer wieder probehalber eine kleine Runde auf einem Bein herumhüpft.

Ich bin beeindruckt. Und überrumpelt. Eigentlich haben wir ein anderes Programm an diesem Wochenende: Wir besuchen ein Seminar für Innere Heilung, geleitet von der Gemeinschaft „Bethabara“. Seelische Wunden, Traumata, Ängste – systematisch betet das Team die verschiedenen Lebensphasen durch, von der Empfängnis bis in die Gegenwart; dazu gibt es noch Messfeier, Lobpreis, Beichte, Krankensalbung.

„Bethabara“, das ist der Ort, an dem Jesus getauft wurde. „Bethabara“, das sind 14-Jährige, 17-Jährige und 20-Jährige, deren Hauptjob es ist, vollmächtig und kraftvoll zu beten, um Befreiung, Heilung und Wiederherstellung. Der Leiter der 2014 gegründeten Gemeinschaft ist P. Jean-David Lindner CSJ, Bruder der Gemeinschaft vom Heiligen Johannes, und seit drei Jahren freigestellt für „Bethabara“.


Ja, und irgendwann in diesem dichten Programm des Heilungsseminars passiert dann die Sache mit dem Fuß, unbeabsichtigt, unspektakulär und wie nebenbei. Es gibt eine kurze Gebetssession, bei der die Männer in einen eigenen Raum gehen. Mein Mann humpelt mit. Was dann passiert: Die Bethabara-Jungs haben den Eindruck, für die Füße der Männer zu beten, damit sie immer den richtigen Weg gehen – die Intention ist rein geistlich.

Mein Mann wiederum hat den Impuls, seinen Schuh auszuziehen und den Socken dazu. Was irgendwie peinlich ist und irritiert. Ein Teenager betet kurz für ihn und geht dann weiter zum Nächsten. Mein Mann tritt vorsichtig auf. Der Schmerz ist unverändert. Er zieht sich Socken und Schuh wieder an und tritt nochmals auf. Yesssss! Er geht. Erst vorsichtig, tastend. Dann belastet er den Fuß immer mehr, hüpft, rennt.

„Mein Fuß ist geheilt“, höre ich ihn sagen. Und begreife erst langsam, dass da gerade etwas sichtbar geworden ist. Da ist etwas passiert! Real! Dieser Fuß, der fährt bei mir ein wie ein langsamer Blitz. Ich grüble nämlich gerade an einem Impuls herum, den uns P. Jean-David gegeben hat: Welche ist jetzt meine Bahre, an die ich gefesselt bin, so wie der Gelähmte beim Teich Bethesda? Worauf ruhe ich mich aus? Was hat mich im Griff?

Während ich meine Blockaden und Probleme sortiere, sehe ich meinen Mann kommen. Ich starre ihn etwas abwesend an. „Mein Fuß ist geheilt!“ Seine Augen leuchten. Mein Herz beginnt zu pochen, und dann gehen ein paar Männer zum Mikrofon, und erzählen, verblüfft und überrascht, allen, was gerade passiert ist.

Es ist offensichtlich: Die Heilung stand nicht auf dem Programm. Sie war ein kleiner göttlicher Nebenschauplatz, an diesem Wochenende. Ich gestehe, dass ich nicht weiß, warum es gerade dieser Fuß war und nicht eine Krebszelle, eine Lähmung oder anderes. Ich durchschaue es nicht. Ich bin einfach nur dankbar für dieses Geschenk des Schöpfers, absichtslos, spontan, überraschend, so als wolle Er uns sagen: „Keep cool, ehe du zu denken anfängst, bin ich schon längst da gewesen. Tschüss! Und vergiss nicht: Ich. Habe. Alles. Unter. Kontrolle.“

Bis heute ist es so. Vier Wochen später ist der Fuß nach wie vor schmerzfrei. Und ich? Ich höre immer öfter auf nachzudenken, welches meiner Probleme am schwerwiegendsten ist, und wie meine Lösungsstrategien ausschauen könnten. Ich atme, lebe, bete, kämpfe, Tag für Tag, im Angesicht eines Gottes, der mir regelmäßig ganz konkret zuspricht:

„Komm zu mir! Lass dich fallen bei mir! Vergiss dich mal kurz selber! Tu bitte nichts, außer bei mir zu sein. Lass deine Gebetslisten liegen. Vergiss kurz deine Arzttermine. Deine Zukunftspläne. Deine Krisen. Deine Strategien, mittelfristigen Ziele und deine Lebensversicherung. Ich sorge doch für dich. Ich rücke deine Lebenslinien gerade. Ich ordne. Ich überrasche. Ich lege Feuer, dort wo es modert und muffelt.“

Ja, Gott ist dein Versorger. Er sorgt sich um das, was du wirklich brauchst. Dir werden manchmal Dinge fehlen. Du wirst immer wieder weinen und klagen. Und dann wirst du wieder jubeln und voller Dankbarkeit und Glück sein. Was auch immer gerade in deinem Leben abgeht: Rücke Ihn wieder ins Zentrum deines Herzens. Hier und jetzt. Er wartet auf dich, Tag und Nacht, voller Sehnsucht, Gott, dein Versorger.

www.bethabara.at

Internationale Bethabara-Konferenz mit Bischof Klaus Küng, Jugendbischof Stephan Turnovszky, Juliana Bosma, P. Luc Emmerich CSJ u.v.a. http://www.ibc-mission.org



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Lesermeinungen

 Esperanza 19. Mai 2017 

Glaubt an Wunder und glaubt an mich....

Ich freue mich sehr über dieses eindrückliche Zeugnis.
Im "Sich-selbst-Vergessen" liegt soviel Kraft und Segen."Vergiss dich mal kurz selber", wie wahr für den Empfangenden und für den Fürbitter.
Danke Jesus, du wirkst Wunder wie damals...


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 lesa 19. Mai 2017 

Jesaja 35

Preis dem Herrn! Danke für diese (auch sprachlich) sehr, sehr schöne Mitteilung!


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