Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Nigeria: Fulani-Terror trifft immer mehr Christen

6. Mai 2017 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof vermutet Unterwanderung staatlicher Organisationen.


München (kath.net/ KiN)
„Es handelt sich um ein gut geplantes und finanziertes Programm der systematischen Vernichtung.“ Bischof Joseph Bagobiri aus Kafanchan im zentralnigerianischen Bundesstaat Kaduna beklagt gegenüber der Päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“ eine neue Welle islamistischer Gewalt. Sie geht von Extremisten aus, die dem Hirtenvolk der Fulani angehören.

Immer häufiger zerstören Angehörige des Nomadenstammes mit ihren Viehherden Ackerflächen, überfallen Bauernhöfe, misshandeln und töten Menschen. „Die Fulani-Extremisten sind die ideologischen Brüder von ,Boko Haram'. Die Zahl der Toten steigt von Tag zu Tag“, erklärte Bischof Bagobiri. Seiner Einschätzung nach seien allein im vergangenen Jahr 1000 Menschen durch extremistische Fulani getötet worden.

Im Visier stehen besonders die Christen. „Wir beobachten eine furchtbare Tendenz: Die Fulani nehmen immer mehr Gottesdienste ins Visier“, so der Bischof. Jüngster Vorfall: Am Karsamstag überfielen Extremisten im Dorf Asso in der Nähe der Provinzhauptstadt Kaduna eine Gruppe von Gläubigen, die sich zur Feier der Osternacht versammelt hatten. 12 Menschen starben. Die Täter wurden zwar erkannt, es habe bislang jedoch keine Festnahmen gegeben, berichtete Bagobiri.


In der Nähe des Tatorts gefundene Waffen seien den Behörden übergeben worden – ohne Reaktion. Noch eines sei auffällig, so der Bischof: „Die Waffen, die bei den Anschlägen verwendet werden, sind neu und hochwertig. Die Vermutung liegt nahe, dass diese von Fulani beschafft werden, die bei der Regierung oder beim Militär arbeiten.“ Denn in zahlreichen Behörden würden Angehörige des Volksstammes wichtige Führungspositionen bekleiden: „Und diese Menschen scheinen stärker mit den Angreifern zu sympathisieren als mit den Opfern“, sagte der Bischof

Diese Unterwanderung durch islamistische Extremisten habe zugenommen, seit die Regierung mit einer Wahlkreisreform die Christen auch politisch ins Abseits gestellt habe. Es sei für sie nicht nur schwieriger geworden, ein politisches Mandat zu erhalten. Auch Ämter in der Verwaltung würden mittels Mehrheitsproporz vergeben. „Es ist offensichtlich, dass diese Wahlkreisverschiebung im Bundesstaat Kaduna nur einer Religion genützt hat – dem Islam“, erklärte Bagobiri. Er fordert die staatlichen Stellen auf, die Reform zu korrigieren.

Auch an Nichtregierungsorganisationen wie „Kirche in Not“ hat der Bischof eine Bitte: „Machen Sie Taten der Terroristen aus dem Volk der Fulani weltweit bekannt! Es handelt sich nach ,Boko Haram' und dem ,Islamischen Staat' um die drittgefährlichste Terror-Organisation, die genauso international vernetzt ist.“

„Kirche in Not“ steht den verfolgten Christen in Nigeria solidarisch bei. Besonders der Norden des Landes ist eine der Schwerpunktregionen der Arbeit des Hilfswerks auf dem afrikanischen Kontinent. „Kirche in Not“ hilft den Hinterbliebenen von Terroropfern, unterstützt die kirchliche Flüchtlingshilfe und fördert den Wiederaufbau zerstörter Gebäude. Auch die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten sowie die Unterstützung der Seelsorgearbeit stehen im Fokus der Hilfe. Dazu bittet „Kirche in Not“ um Spenden – entweder online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Nigeria

Foto: Zerstörtes Haus in der Diözese Kafanchan nach einer Fulani-Attacke im Januar 2017. (c) Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  2. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  3. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  4. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  5. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  6. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  7. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  8. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  9. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  10. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg







Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz