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'Amoris laetitia' und die Lehre der Kirche

28. November 2016 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
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Das pastorale Anliegen von „Amoris laetitia“ setzt die Lehre der Kirche voraus. Gastbeitrag von Prof. Josef Spindelböck


Vatikan-St. Pölten (kath.net) Dieser Beitrag von Prof. Dr. theol. habil. Josef Spindelböck wurde in Kurzform am 22.11.2016 auf kath.net publiziert. Aufgrund von Reaktionen der Zustimmung, aber auch der Kritik wird hier eine modifizierte und erweiterte Fassung vorgestellt.

Im nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Amoris laetitia“ geht es – entgegen den als „Dubia“ vorgebrachten Befürchtungen mancher Kardinäle (die Papst Franziskus der Klarheit halber in aller Form einer verbindlichen Antwort würdigen sollte) – weder um eine über die bisherigen sittlichen und rechtlichen Normen hinausgehende Öffnung des Kommunionempfanges für sog. Wiederverheiratet Geschiedene, noch um eine Aufhebung jener sittlichen Normen, die in sich schlechte Handlungen ausnahmslos verbieten, noch um eine Infragestellung des Faktums, dass sich bestimmte Menschen in einer objektiven Situation der habituellen schweren Sünde befinden, noch um eine Aufhebung der Lehre von „Veritatis splendor“, wonach auch mildernde Umstände und gute Absichten einen in sich unsittlichen Akt nie in einen subjektiv sittlichen und als Wahl vertretbaren verwandeln können, noch um eine Akzeptanz einer kreativen Interpretation des Gewissens in der Weise, dass eben dieses Gewissen Ausnahmen von in sich schlechten Handlungen legitimieren könnte.

• Das pastorale Anliegen

Was aber ist dann das Anliegen insbesondere des 8. Kapitels von „Amoris laetitia“? Papst Franziskus nimmt unter Voraussetzung dessen, was seine Vorgänger im Petrusamt gelehrt haben und zur konstanten Lehre der Kirche gehört, eine dezidiert pastorale Perspektive ein: Diese zielt darauf, auch Menschen in sog. irregulären Situationen mit der Liebe des Guten Hirten vertraut zu machen und auf diese Weise einen Bekehrungsprozess zu ermöglichen, der von der Trias „Begleiten – Unterscheiden – Integrieren“ geleitet ist.

Diese pastorale Perspektive ist an sich nicht neu. Sie steht in der besten Tradition des großen Papstes der Familie und Barmherzigkeit, des heiligen Johannes Paul II., dessen nachsynodales Apostolisches Schreiben „Familiaris consortio“ durch „Amoris laetitia“ keineswegs überholt ist, sondern eine Bestätigung erfahren hat.

Dass in einem letzten Schritt des Bekehrungsprozesses, wenn die Voraussetzungen vorliegen, „in gewissen Fällen“ vonseiten der Kirche auch die „Hilfe der Sakramente“ angeboten werden kann (Fußnote 351 zu Nr. 305 von „Amoris laetitia“), stellt eine Aussage dar, die auch missverstanden werden kann. Sicher darf sie nicht im Sinne einer unterschiedslosen Öffnung der Zulassung zum Kommunionempfang für Menschen in einer Situation, die objektiv den Geboten Gottes widerspricht, gedeutet werden.

• Hermeneutik des Bruches oder der Reform in Kontinuität?

Die tiefergehende Problematik einer Interpretation von „Amoris laetitia“ als Bruch mit dem bisherigen Lehramt der Kirche ist in einer falschen Hermeneutik (= Auslegung) begründet. Dann werden gewisse Formulierungen von „Amoris laetitia“ plötzlich zum Problem.

Das kirchliche Lehramt der Päpste, Konzilien und Bischöfe stellt ein „nahtloses Gewand“ dar (vgl. Joh 19,23–24). Wer es an einer Stelle aufreißt und so einen Bruch herbeiführt, zerreißt das ganze Gewand. Die einzig angemessene Hermeneutik für ein richtiges Verständnis lehramtlicher Texte ist daher eine Hermeneutik der Reform in Kontinuität und nicht eine Hermeneutik der Diskontinuität oder gar des Bruches.


Wird diese Hermeneutik der Reform in Kontinuität auf „Amoris laetitia“ konsequent angewandt, heißt das: Die Lehre der Kirche gilt weiterhin, und alle unklaren, scheinbar im Widerspruch zur konstanten Lehre der Kirche stehenden Stellen von „Amoris laetitia“ müssen im Sinne dieser Lehre interpretiert werden.

• Aus der Perspektive des Beichtvaters

Wesentlich für das rechte Verständnis von „Amoris laetitia“ ist die von Papst Franziskus eingenommene pastorale Perspektive, die für die Begleitung von Menschen hilfreich und nötig ist. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, wie sehr Franziskus das Bußsakrament und dessen oftmaligen Empfang betont. Dabei will er Brücken bauen auch zu Menschen, die sich schwer tun mit der Bekehrung. Denn ein menschlich gering erscheinender Ansatz des guten Willens kann vor Gott groß sein. „Die Priester erinnere ich daran, dass der Beichtstuhl keine Folterkammer sein darf, sondern ein Ort der Barmherzigkeit des Herrn, die uns anregt, das mögliche Gute zu tun. Ein kleiner Schritt inmitten großer menschlicher Begrenzungen kann Gott wohlgefälliger sein als das äußerlich korrekte Leben dessen, der seine Tage verbringt, ohne auf nennenswerte Schwierigkeiten zu stoßen. Alle müssen von dem Trost und dem Ansporn der heilbringenden Liebe Gottes erreicht werden, der geheimnisvoll in jedem Menschen wirkt, jenseits seiner Mängel und Verfehlungen.“ (Evangelii gaudium, Nr. 44).

Zu bedenken ist die Unterscheidung, dass es objektiv schwere Sünden gibt, die aus Gründen der Einschränkung subjektiver Erkenntnis und Freiheit nicht voll anrechenbar sind. Letztlich kann dies für eine Person nur Gott selbst beurteilen, und doch gibt es gewisse Konstellationen, wo ein Beichtvater auch – mit aller Vorsicht – mit urteilen muss. Zwei Beispiele:

- Ein habitueller Trinker, der sich bekehrt hat, aber es dennoch nicht schafft, vom Übermaß des Alkoholkonsums los zu kommen. Was ist, wenn er ehrlich beichtet und man zugleich weiß, er wird es wieder nicht schaffen? Der Papst würde sagen: Lossprechen! Ich stimme dem zu.

- Ein Mensch, der von der Selbstbefriedigung nicht loskommt. Auch hier ist objektiv eine schwere Sünde gegeben, und doch spricht der „Katechismus der Katholischen Kirche“ (in Nr. 2352) im Einzelfall von Faktoren, welche die Schwere der Schuld mindern können. Wer als Seelsorger bestimmte Menschen kennt, die sich mit dem Kampf gegen diese Sünde schwertun, wird sie dennoch in der Beichte lossprechen. Ja, er wird sogar zum Betreffenden sagen, er brauche nicht immer gleich zur Beichte gehen, wenn es wieder einmal schiefgegangen ist, sondern könne – Reue vorausgesetzt – die hl. Kommunion empfangen und die Sünde bei der nächsten regulären Beichte vorbringen.

• Der kirchliche Status des Sakraments der Ehe

Freilich ist es bei der Verletzung des Ehebundes, also beim Ehebruch nochmals anders, vor allem, wenn hier eine fortdauernde quasi-eheliche Verbindung begründet wird, die zur aufrechten gültigen Ehe in Widerspruch steht: Hier handelt es sich abgesehen von der subjektiven Anrechenbarkeit dieser objektiv schweren Sünde auch um einen öffentlichen Status, der verletzt wird. Und solange die Verletzung des ehelichen Bundes objektiv besteht, sagt die Kirche, darf der Betreffende nicht zur Kommunion gehen (auch wenn diese Person vielleicht subjektiv nicht immer voll verantwortlich ist).

So erklärt Papst Johannes Paul II. in „Familiaris consortio“, Nr. 84: „Die Wiederversöhnung im Sakrament der Buße, das den Weg zum Sakrament der Eucharistie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletzung des Zeichens des Bundes mit Christus und der Treue zu ihm bereut und die aufrichtige Bereitschaft zu einem Leben haben, das nicht mehr im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. Das heißt konkret, dass, wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen – zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder – der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, ‚sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind‘ (Johannes Paul II., Homilie zum Abschluss der VI. Bischofssynode (25.10.1980), 7: AAS 72 (1980) 1082).“ D.h. nur beim Vorsatz zur Enthaltsamkeit kann die Lossprechung in der Beichte gegeben werden und in der Folge die Kommunion empfangen werden (unter Vermeidung von Ärgernis).

Es stellt sich die weitergehende Frage: Kann der Beichtvater im „forum internum“ (d.h. im Gewissensbereich) bei Würdigung des guten Willens der Betroffenen in einem Einzelfall auch dann die Lossprechung geben, wenn sie (noch) nicht enthaltsam leben (können)? Papst Franziskus scheint dies für möglich zu halten.

Die dabei nötige Unterscheidung kann niemals von den Erfordernissen der Wahrheit und der Liebe des Evangeliums, die die Kirche vorlegt, absehen. „Diese Haltungen sind grundlegend, um die schwerwiegende Gefahr falscher Auskunft zu vermeiden wie die Vorstellung, dass jeder Priester schnell ‚Ausnahmen‘ gewähren kann oder dass es Personen gibt, die gegen Gefälligkeiten sakramentale Privilegien erhalten können. Wenn ein verantwortungsbewusster und besonnener Mensch, der nicht beabsichtigt, seine Wünsche über das Allgemeinwohl der Kirche zu stellen, auf einen Hirten trifft, der den Ernst der Angelegenheit, die er in Händen hat, zu erkennen weiß, wird das Risiko vermieden, dass eine bestimmte Unterscheidung daran denken lässt, die Kirche vertrete eine Doppelmoral.“ (Nr. 300)

Dieser Vorschlag bedarf der Klärung, aber nicht notwendigerweise durch das Lehramt der Kirche. So stellt der Papst zu Beginn von „Amoris laetitia“ fest: „Indem ich daran erinnere, dass die Zeit mehr wert ist als der Raum, möchte ich erneut darauf hinweisen, dass nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden müssen. Selbstverständlich ist in der Kirche eine Einheit der Lehre und der Praxis notwendig; das ist aber kein Hindernis dafür, dass verschiedene Interpretationen einiger Aspekte der Lehre oder einiger Schlussfolgerungen, die aus ihr gezogen werden, weiterbestehen.“ (Nr. 3)

• Mit dem Papst und nicht gegen ihn katholisch bleiben

Ich gehe (mit Kardinal Müller und anderen) bis zum Erweis des Gegenteils davon aus, dass Franziskus in „Amoris laetitia“ keine substanzielle Änderung in der Lehre und Disziplin der Kirche vorgenommen hat – denn er will ja die diesbezüglichen Bestimmungen der Kirche nicht außer Kraft setzen oder gar neue vorlegen (vgl. Amoris laetitia, Nr. 300). Solange der Papst nicht explizit sagt, er vertritt anderes als seine Vorgänger, gilt es, ihn so zu interpretieren, wie in diesem Beitrag zum Ausdruck gebracht: gemäß einer „Hermeneutik der Reform in Kontinuität“ und nicht in einer „Hermeneutik der Diskontinuität“ oder gar des Bruchs. Es geht um die Verteidigung der katholischen Lehre mit dem Papst und nicht gegen ihn!

Lesen Sie den ausführlichen Kommentar zu „Amoris laetitia“, wie ihn Prof. Josef Spindelböck in der Zeitschrift „Theologisches“ 46 (2016) 203-220 veröffentlicht hat!

Dr. Josef Spindelböck ist Moderator der Gemeinschaft vom heiligen Josef und Priester der Diözese St. Pölten. Er unterrichtet als ordentlicher Professor für Moraltheologie und Ethik an der Phil.-Theol. Hochschule der Diözese St. Pölten sowie als Gastprofessor am Internationalen Theologischen Institut für Ehe und Familie in Trumau.

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Lesermeinungen

  28. November 2016 
 

Nicht Substanziell? - „Es gibt keine anderen Interpretationen“

Papst Franziskus hat sich in einem persönlichen Brief beim „Delegierten der Pastoralregion von Buenos Aires“, Msgr. Sergio Alfredo Fenoy, Bischof von San Miguel dafür bedankt, daß ihm der Text der Bischöfe übermittelt wurde.
„Der Text ist sehr gut und bringt das Kapitel VIII von Amoris laetitia genau zum Ausdruck. Es gibt keine anderen Interpretationen. Ich bin mir sicher, daß er sehr gut tun wird. Möge der Herr diese Anstrengung der pastoralen Liebe vergelten.“

Die „Grundkriterien“ der Bischöfe der Kirchenprovinz Buenos Aires benennen unter Punkt 6 „sehr komplexe Fälle“, in denen es nicht möglich ist, eine Nichtigkeitserklärung der Ehe zu erhalten, und daher der genannte Weg nicht gangbar sei und dennoch ein „Weg der Unterscheidung möglich“.
Fälle, wo eine „eingeschränkte Verantwortlichkeit“ vorliege. Verwiesen wird auf AL Nr. 301-302 und die Fußnoten 336 u. 351.
Punkt 9 spricht konkret davon, die „eventuelle Zulassung zu den Sakramenten sollte auf diskrete Weise erfolgen"


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 ecclesiam 28. November 2016 
 

Will der Papst überhaupt die Lehre verteidigen?

„Es geht um die Verteidigung der katholischen Lehre mit dem Papst und nicht gegen ihn!“

Kard. Schönborn ist offizieller Interpret von AL und sagt offen, er gebe seit Jahren die Kommunion an WvG ab – somit bricht er sowohl mit der Tradition als auch mit der Lehre der Kirche. Papst Franziskus unterstützt dieses Vorgehen. So denke ich, dass die Aussage "Verteidigung der kath. Lehre mit dem Papst" ein gut gemeintes Denken ist, das jedoch durch unzählige Vorkommnisse widerlegt wurde. Dass es dieser Papst mit Dogmen und Tradition nicht so genau nimmt (bzw. nehmen WILL), ist offensichtlich (Gewissen, Ökumene, Fusswaschung Muslime, etc.).

Herr Spindelböck, soll nicht sein, was nicht sein darf?


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 Mr. Incredible 28. November 2016 
 

Wenn dem so ist,

was zu wünschen wäre, dann sollte in Bezug auf AL die „Hermeneutik der Reform in Kontinuität“ von JEDEM Bischof auch klar so an- bzw.ausgesprochen werden.
=> Wird es aber nicht.
Also MUSS klargestellt werden. Franziskus hat wohl nicht wenige seiner Bischofskollegen überschätzt. Bestenfalls.


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 Bernhard Joseph 28. November 2016 
 

@M.Schn-Fl

Eine scheinbar nebensächliche Textstelle kann auch unversehens zu einem trojanischen Pferd des Relativismus werden, vielleicht ohne dass es der Autor des Textes beabsichtigte!

Jeder Text gewinnt ein Eigenleben, wird er öffentlich gemacht - siehe die Hermeneutik des Zweiten Vatikanischen Konzils, die zum Teil die Konzilstexte so weit verzerrte, dass das genaue Gegenteil von dem hineininterpretiert wurde, was die Konzilsväter beabsichtigt hatten.

Daran sieht man, dass der gute Wille allein keine korrekte Rezeption garantiert. Sofern Textstellen unklar sind und als Schlüssel missbraucht werden können, um die Gesamtaussage zu verfälschen, sollten diese Stellen näher erläutert, respektive präzisiert werden, wie es die vier Kardinäle in der "Dubia" erbitten.


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 Herbstlicht 28. November 2016 
 

Es kann sicher davon ausgegangen werden, dass nicht nur bei den Katholiken, sondern auch in der weltweiten Bischofsrunde die Einschätzungen über AL auseinandergehen.
Dies ist einfach keine gute Ausgangslage für ein päpstliches Schreiben und deren Annahme durch das gläubige Volk.
Papst Franziskus sollte es wirklich ein Herzensanliegen sein, hier Klarheit zu schaffen, in seinem Interesse als auch im Interesse einer guten Hirtenführung.
Sieht er denn nicht die Folgen und die daraus resultierenden Gefahren, die durch das Hin und Her der verschiedenen Einschätzungen immer deutlicher sichtbar werden?


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 speri17 28. November 2016 
 

Klarheit

AL lässt leider einen sehr großen Spielraum der Auslegung. Ich vermisse die Klarheit der Amtsvorgänger von Papst Franziskus.
Einige Bischöfe, auch in Österreich erlauben dadurch die uneingeschränkte Kommunion für Wiederverheiratete.
Auch öffnet es Tür und Tor für "Beichttourismus". Man geht einfach solang von einem Beichtpriester zum nächsten und irgendeiner wird dann schon "ja" sagen.
Wir brauchen einen Hirten der auch führt und leitet.
Manchmal überkommt mich der Eindruck, Papst Franziskus will vieles offen und "fliesen" lassen.
Beten, Beten, Beten!!!


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 bernhard_k 28. November 2016 
 

Noch eine Überlegung...

Wenn der Papst durch AL nichts an der Lehre geändert hat, dann ignoriere ich das Schreiben ohnehin komplett und orientiere mich, wie auch schon bisher, nur am hl. Papst JP2 und am em. Papst B16.


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 theWinner 28. November 2016 
 

Das Bemühen um den Erhalt der Wahrheit ist anerkannt,

Herr Prof. Dr. Spindelböck, und es ehrt Sie, dass Sie sich nicht in Vermutungen über diverse Absichten von gewissen Personen in der kirchlichen Hierarchie ergehen. Es ist nicht leicht in der gegebenen innerkirchlichen Entwicklung, die christliche Haltung - immer das Gute bei anderen Personen zu sehen - aufrecht zu erhalten. Den Tatsachen ist dennoch ins Auge zu sehen: Die Ereignisse rund um die und in den 2 Bischofssynoden, AL und nachfolgende Interpretationen sowie innerkirchliche Handlungen, welche neue Fakten geschaffen haben (wie zB Instruktionen für gewisse Diözesen, die von der kathol. Lehre wegführen). Sehr zutreffend ist der Hinweis von Bernhard Joseph, dass Franziskus nicht Kardinal Müller sondern Kardinal Schönborn als den "wahren Interpreten" von AL benannt hat. Es ist nachweislich, dass sich Kardinal Müller gegen die Positionen von Kardinal Schönborn stellt. Es wird uns in Österreich nicht zum Segen gereichen, betreffend AL dem Kardinal Schönborn zu folgen. leider!


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 bernhard_k 28. November 2016 
 

Unser Papst ist jetzt gefordert.

Unser Papst sollte unbedingt Klarheit schaffen. Wenn AL die Lehre (tatsächlich) nicht verändert, muss es doch recht einfach sein, die 5 Ja/Nein-Fragen klar und präzise zu beantworten.

Jesus Christus hätte seinen Jüngern sicher SOFORT geantwortet, wenn sie in einer wichtigen Frage verwirrt gewesen wären.

Wenn der Papst nicht antwortet, wird es nur nochmals unklarer und verwirrender. DANN blickt wirklich KEINER mehr durch!

Mein "Indikator" für eine Änderung der Lehre liegt in den "AL-Jublern"; es sind nämlich ausgerechnet NICHT diejenigen, die sich immer am hl. Papst JP2 und am em. Papst Benedikt XVI. orientiert haben!


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 M.Schn-Fl 28. November 2016 
 

Aussagen von AL?

Mir scheint, dass sich die ganzen Kommentare hier auf eine missverständliche Fußnote beziehen und nicht auf den nach meinem Dafürhalten sehr schönen und tiefen Gesamttext.
Ein wenig erinnert mich das daran, dass bei Erscheinung der Enzyklika "humanae vita" sich alle Reaktionen auf die Pille bezogen ( daher der Name "Pillenenzyklika") und nicht auf den ganzen wunderbaren Text, der sich heute als prophetisch erweist. Sogar die Grünen weisen auf die Gefahren der Pille hin und empfehlen die natürliche Geburtenkontrolle. Eigentlich müßten die Paul VI. ein Denkmal setzten.


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 Ehrmann 28. November 2016 

@Bernhard Joseph - Sie haben es auf den Punkt gebracht

Worte - noch dazu in verschiedenen Sprachen (Übersetzungen) können verschieden ausgelegt und mißverstanden werden - öffentlich gesetzte Taten kaum. Kardinal Schönborn hat - für alle sichtbar - Taten gesetzt, die seine Auslegung von amoris laetitia unterstreichen - nicht nur beüglich WvG, sondern auch Anerkennung eingetragener (damit öffentlich gemachter) homosexueller Pertnerschaften durch Einsatz im kirchlichenBereich(Vorbildwirkung). Zumindest die pastorale Dimension ist eindeutig niederschmetternd und weltweit sichtbar. Neben dem Lehr- gibt es wohl auch ein Hirtenamt, das wir so dringend vom jetzigen Papst auszuüben erbitten.


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 Ginsterbusch 28. November 2016 

Der Unterschied zwischen "gut" und "gut gemeint"

Zitat: Es geht um die Verteidigung der katholischen Lehre mit dem Papst und nicht gegen ihn!
Hier bin ich ganz bei Ihnen, lieber Prof. Spindelböck! Ich für meinen Teil will MIT dem Papst gehen und ich glaube, alle anderen auch (einschließlich der 4 Kardinäle)!! Es ist gut gemeint, dass Sie den Hl. Vater und AL verteidigen wollen und es uns erläutern wollen. Diese offenen Fragen allerdings, die sich auch MIR stellen und vielen vielen anderen Katholiken auch, KANN NUR der Hl. Vater klar beantworten! Er sollte dazu eine klare Stellung abgeben. Schriftlich. Verständlich. Nachweisbar. Dann kehrt vielleicht wieder Friede ein und dieser wäre wirklich GUT.


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 Deus caritas est 28. November 2016 
 

Danke Prof. Spindelböck

Ich hoffe und bete, dass Ihr Beitrag von Vielen, die im Moment ein bisschen verwirrt sind, gelesen und verstanden wird. Möge uns Jesus das Licht schenken, um die Wahrheit zu erkennen. Und mögen viele Menschen, die noch fern sind von der Kirche, durch die offenen Herzen der wahren Nachfolger Jesu, die auch bereit sind zu leiden, damit die Seelsen gerettet werden, zurück nach Hause finden.


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 Corinquietum 28. November 2016 
 

Lieber Josephus,

Deine Bemühung um rechtes Verständnis der Aussagen von AL ehrt Dich.
Die Auführlichkeit Deines heutigen Beitrags hier auf Kath.net zeigt doch aber imho, dass es einem einfachen Gläubigen, auch vielen Priestern gar nicht so recht möglich ist, alle Deine Beweggründe, die sicher rechtgläubig sind, intensiv nachzuvollziehen. Du selbst hast hier einen langen Artikel dazu gebraucht! Sollte es nicht im Sinne der Kirche sein, stets zu versuchen, uns einfachen Katholiken die Lehre und deren Anwendung aufs praktische Christenleben so zu erklären, dass ein frohes und gläubiges "Ja" möglich wäre?
Wer wird schon sich der Mühe unterziehen, Deinen gut gemeinten Artikel wirklich zu studieren und sich zu Herzen zu nehmebn?!
Corinquietum


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 Bernhard Joseph 28. November 2016 
 

Das Problem ist nur,

dass Papst Franziskus bezüglich der Auslegung von AL nicht auf den Präfekten der Glaubenskjongregation, Kradinal Müller, verwiesen hat, sondern auf Kardinal Schönborn.

Die wichtigste Aussage dieses Beitrages sehe ich darin, dass Papst Franziskus der Klarheit halber in aller Form die als "Dubioa" vorgebrachten Befürchtungen der vier Kardinäle einer verbindlichen Antwort würdigen sollte.

Nur so kann Klarheit geschaffen werden, wie AL zu lesen ist, zumal sich ja nicht wenige Bischöfe, insbesondere im deutschsprachigen Raum, anschicken, eben eine nicht zulässige Hermeneutik - also entgegen der gültigen Lehre - von AL durchsetzen zu wollen.


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