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Papst spricht mit Traditionalisten-Bischof

16. November 2025 in Chronik, 14 Lesermeinungen
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Brasilianer Areas Rifan von "Priesterbruderschaft vom hl. Johannes Maria Vianney" stand früher dem 1988 exkommunizierten Traditionalisten-Erzbischof Lefebvre nahe.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP) 
Papst Leo hat den Traditionalisten-Bischof Fernando Areas Rifan (75) in Audienz empfangen. Das teilte das vatikanische Presseamt am Samstag mit. Der in der Region Rio de Janeiro in Brasilien ansässige Rifan ist eine wichtige Figur für die von Papst Leo XIV. angestrebte Verständigung mit katholischen Traditionalisten.
Rifan stand als Priester zunächst dem 1988 exkommunizierten Traditionalisten-Erzbischofs Marcel Lefebvre (1905-1991) nahe, befindet sich aber heute in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche. Er vollendete am 25. Oktober das 75. Lebensjahr und ist deshalb gehalten, dem Papst seinen Rücktritt aus Altersgründen anzubieten.
Rifan ist Mitglied der traditionalistischen "Priesterbruderschaft vom hl. Johannes Maria Vianney" (Uniao Sacerdotal Sao Joao Maria Vianney). Diese war ursprünglich mit der von Lefebvre gegründeten Piusbruderschaft verbunden, kehrte dann aber im Jahr 2002 in die volle Gemeinschaft mit Rom zurück. Die Bischofsweihe nach dem alten Ritus erhielt Rifan im selben Jahr von Kurienkardinal Dario Castrillon Hoyos.


Messen nach "tridentinischer Ritus"
In den Kirchen der Bruderschaft wird mit päpstlicher Erlaubnis weiterhin die Messe nach dem Ritus gefeiert, wie er bis zur Liturgiereform von 1969 üblich war. Die Wiedervereinigung der Bruderschaft mit Rom wurde damals möglich, weil der Vatikan für sie eine "Apostolische Personaladministratur" auf dem Gebiet der Diözese Campos dos Goytacazes nördlich von Rio de Janeiro (Brasilien) einrichtete. Diese leitet Rifan seit 23 Jahren; er feiert aber auch in anderen Gebieten die alte lateinische Messe, die oft als "tridentinischer Ritus" bezeichnet wird.
Papst Leo XIV. hatte in einem im September veröffentlichten Interview gesagt: "Ich hatte noch keine Gelegenheit, mich mit einer Gruppe von Menschen zusammenzusetzen, die sich für den tridentinischen Ritus einsetzen. Bald wird sich dazu eine Gelegenheit bieten; ich bin sicher, dass es weitere Gelegenheiten geben wird. Aber das ist ein Thema, über das wir meiner Meinung nach auch in synodaler Weise sprechen müssen. Es ist zu einem Thema geworden, das so polarisiert ist, dass die Menschen oft nicht bereit sind, einander zuzuhören."
Leos Vorgänger Franziskus (2013-2025) hatte in der katholischen Kirche die Möglichkeiten zur Feier der alten Messe stark eingeschränkt. Er warf den Traditionalisten vor, den alten Ritus als Vorwand zu benutzen, um eine erzkonservative Ideologie in der Kirche voranzutreiben.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: (C) Vatican Media


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