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Publizistin an Bischof Oster: Muslime schweigen nicht zu Gewalt

20. Juli 2016 in Deutschland, 29 Lesermeinungen
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Muslimische Publizistin Canan Topcu: «Mit der Wiederholung von Gerüchten und Fehlinformationen gießen Sie Öl ins Feuer und spalten mehr, als dass Sie versöhnen.»


Bonn (kath.net/KNA) Die muslimische Publizistin Canan Topcu kritisiert Forderungen des Passauer Bischofs Stefan Oster (Foto) an die Muslime. Oster hatte nach dem Attentat von Nizza auf seiner Homepage gefordert, Muslime in Deutschland müssten mehr Flagge gegen Gewalt zeigen und mehr für die Entwicklung eines friedlichen Islam tun.

Topcu schreibt dazu in der neuesten Ausgabe der in Bonn erscheinenden «Zeit»-Beilage «Christ und Welt» (Donnerstag), die weitaus überwiegende Zahl der Muslime lehne Gewalt im Namen Gottes ab. «Und wir machen uns sehr wohl Gedanken darüber, wie wir der Gewalt im Namen des Islam Einhalt gebieten können.»

Muslimische Theologen hätten sich immer wieder von Gewalt im Namen Allahs distanziert, fügte Topcu hinzu. Das gelte etwa für die 120 islamischen Gelehrten aus aller Welt, die vor zwei Jahren gemeinsam die Ideologie des Islamischen Staats verurteilt hätten. Auch muslimische Hochschullehrer und islamische Organisationen in Deutschland hätten sich regelmäßig gegen Terror und Gewalt positioniert, schreibt die Dozentin an der Fachhochschule Darmstadt im Bereich Medien.

«Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass die Inflation der öffentlichen Positionierungen gegen islamistische Gewalt beinahe selbst zum Problem geworden ist - denn so lassen sich weder die uns gegenüber kritisch eingestellten Nicht-Muslime überzeugen noch die Verblendeten, die Gewalt mit Koransuren legitimieren», so Topcu.

Als «nicht hilfreich» bezeichnete sie, dass Oster «wider besseres Wissen» darauf hingewiesen habe, dass Christen in Flüchtlingsunterkünften Verfolgungen ausgesetzt seien. «Erst jüngst kamen beide Kirchen in einer gemeinsamen Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass es keine flächendeckende und systematische Diskriminierung von Christen in Flüchtlingsheimen gibt», erklärte sie. «Mit der Wiederholung von Gerüchten und Fehlinformationen gießen Sie Öl ins Feuer und spalten mehr, als dass Sie versöhnen.»

Topcu plädierte zugleich dafür, sich mit den zu Gewalt aufrufenden Passagen des Korans historisch-kritisch auseinanderzusetzen. «Nur so kann man einer Instrumentalisierung des Islam vorbeugen, die letztlich zu einer Radikalisierung junger Muslime führt.»

Oster hatte angesichts des Terroranschlags von Nizza erklärt, ihm fehle «der große gemeinsame Aufschrei aller friedliebenden und wirklich ihrem Gott ergebenen Muslime der Welt, dass sie ihren Glauben nicht länger im Namen von Terroristen missbrauchen lassen wollen», kath.net hat berichtet.



(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Bischof Oster (c) Bistum Passau/Stefan Asenkerschbaumer


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Lesermeinungen

 Steve Acker 21. Juli 2016 
 

Zu solchen Äußerungen von islamischen Granden:

ein Auszug aus der Kairoer Erklärung
der Menschenrechte:
"Das Leben ist ein Geschenk Gottes, und das Recht auf Leben wird jedem Menschen garantiert. Es ist die Pflicht des einzelnen, der Gesellschaft und der Staaten, dieses Recht vor Verletzung zu schützen, und es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen..."

Klingt doch gut nicht?.
Aber der Schlussabschnitt des Satzes sagt:
"..außer wenn die Scharia es verlangt."

Soviel zum Thema: Islam ist für Frieden und gegen Gewalt.

Die Kairoer Erklärung wurde am 5. August 1990 von 45 Außenministern der aus 57 Mitgliedern bestehenden Organisation der Islamischen Konferenz angenommen


7
 
 Via Appia 21. Juli 2016 

Mehr Öl

... würde ich mir wünschen!
Es gibt keine Christenverfolgung in Asylheimen? Ach ja:
"Erst jüngst kamen beide Kirchen in einer gemeinsamen Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass es keine flächendeckende und systematische Diskriminierung von Christen in Flüchtlingsheimen gibt"

Systematisch ist inzwischen leider auf jeden Fall der Reflex in Deutschland, immer hübsch wegzusehen. Zu beschwichtigen. Kleinzureden. Bis die Christen in unserem eigenen Land ohne jegliche Gegenwehr verfolgt werden dürfen. Ein absolutes Armutszeugnis und unwahr ist diese gemeinsame Stellungnahme, und das wurde auch schon an anderer Stelle diskutiert.
Wenn klare Worte und klares Benennen in diesem stummen Deutschland inzwischen "Öl ins Feuer giessen" bedeutet, dann sage ich:
MEHR ÖL BITTE!


6
 
 Robert S 21. Juli 2016 
 

Wo sind aber die weltweiten Demonstrationen der Muslime gegen den Terror im Namen des Islams?

Gelobt seien JESUS CHRISTUS und MARIJA,wo sind aber die weltweiten Demonstrationen der Muslime gegen den Terror im Namen des Islams? +PAX+CHRISTI+Robert S


14
 
 petrafel 21. Juli 2016 
 

Danke!

Gott segne und beschütze Bischof Oster!


13
 
  21. Juli 2016 
 

Gewalt ist im Islam grundgelegt

Wie der Hr. Mohammed zu sein ist das Ideal eines jeden ernsthaften Muslims.

Ein auch noch so friedlich gesinnter Muslimen kann sich kaum Widerspruch gegen das übergroße Vorbild ihrer Gründerfigur leisten, der seinen ernsthaften Anhängern zur Nachahmung empfohlen wird.
Fr T.opcu sollte sich vielleicht ehrlich mit ihrem Propheten befassen und dabei dessen Gewalttätigkeiten und sexuellen Ausschweifungen ins Visier nehmen und den Stellenwertt den dieses Tun bei dessen Nachfolgern zu haben hat .
Es fehlt nur noch dass Bischof Oster als islamophob bezeichnet wird, weil er die offenkundige Selbsttäuschung der Muslime angesichts der ausschließlich von Mohammedanern begangenen Gräueltaten beklagt.


12
 
 Prophylaxe 20. Juli 2016 
 

Bischof Oster

fordert einen Aufstand der islamischen Basis. Die Erwiderung der ''muslimischen Publizistin'' geht darauf gar nicht ein, sondern zitiert muslimische Autoritäten. Dort ligt aber sicher nicht der Kern ds Problems: Denn ihre Darstellung, dass Gewalt nichts mit dem Islam zu tun habe, stützt sich nicht auf empirischen Daten über das muslimische Fußvolk.
Dise sehen nämlich ganz anders aus ( es ist kein Wunder, dass eine Zeitung wie die ''Zeit'' darüber nicht berichtet oder nicht berichten darf, und man sich der NZZ aus der Schweiz bedienen muss:
ein wahnsinnig informativer Artike, der aus wissenschaftlicher Sicht Bischof Oster völlig Recht gibt:
http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/radikaler-islam-sympathisanten-des-terrors-ld.83821


14
 
 Hadrianus Antonius 20. Juli 2016 
 

@Ambrosios Total falsch

- Sowohl in Nizza, in Zaventem (Brüssel-Flughafen) und in Brüssel (Metro Maelbeek) waren bur ca. 10% der Opfer muslimisch.
Die Ziffern in Nigeria, in der Zentralafrikanischer Republik und in Ägypten (Kopten) dürften ähnlich sein.
- S.E. Bischof Oster sagt mit seiner Wortmeldung die traurige Wahrheit.
Bischof Oster hat hiermit nichts anderes festgestellt als was Hocine Drouiche, der Vizepräsident der Konferenz der Imame von Frankreich, am 15.07.2016 sagte:
"...daß inzwischen der Unterschied zwischen Islamismus und Islam nicht mehr vorhanden ist; ...und daß in dem Islam selbst viel zu wenig bzw. nichts getan wird, m dies gegenzusteuern".
Hocine Drouiche hat dann demissioniert.
Besonders laut ist leider nur die Zustimmung von muslimischen Jugendlichen zu den Attentaten (in den Banlieus und den Problemgemeinden bis zu ca. 80% der männlichen Schülern (13-25 Jahr).
Ihr Posting ist inhaltlich sehr schwach.


15
 
 hortensius 20. Juli 2016 
 

zu Klaffer

Präsident Bush benutzte tatsächlich das Wort "Kreuzzug" bei seinem Irak-Krieg. Aber ein religiöses Motiv kann ihm kaum unterstellt werden. Es wird wohl das Öl gewesen sein. Papst Johannes Paul II. hat ihm energisch öffentlich abgeraten. Die Kreuzritter kamen den bedrohten Christen im Orient zu Hilfe. Warum sollten sie das nicht? Die Christen werden seit 1400 Jahren im Orient verfolgt. Von wem?


18
 
 sttn 20. Juli 2016 
 

Ich erinnere mich noch gut an die Domonstration

der Muslime in Berlin gegen den Terror - damals in Paris.

Die Journalisten hatten große Mühe die Kameras so auszurichten das es nicht auffällt das so gut wie niemand gekommen ist und wer genau hin schaute, merkte das die meisten anwesende nicht sehr "islamisch" ausgesehen haben.

Bischof Oster hat recht und liebe Muslime, seit Dankbar das man Euch sagt das hier ein Defizit ist gegen das ihr was tun solltet.

PS: ... und darüber aufregen ist der falsche Weg.


26
 
 Tonika 20. Juli 2016 
 

Ambrosios

Den Genozid an Christen lassen Sie geflissentlich unterm Tisch fallen damit Muslime als die meisten Opfer dastehen. ISIS, Al Kaida, Hamas, Boko Haram, Hisbollah haben Millionen Sympathisanten und Anhängern unter den Muslimen.

Die Muslimbruderschaft und die Hamas kamen demokratisch an die Macht.

Nein die moderaten und die Mehrheit der Muslime unternehmen nichts gegen Islamisten und stehen gegen sie nicht auf. Wenn man die Augen nicht fest verschließt, dann sieht man, dass außer halbherzige Aussagen und heiße Luft gegen Islamisten von der Mehrheit der Muslime nicht viel kommt.


26
 
  20. Juli 2016 
 

ich traf gestern ...

Ich traf gestern einen jungen Flüchtling afroarabischer Herkunft. Eigentlich war er ein ganz sympathischer Typ. Er hatte einen hölzernen Rosenkranz umhängen, aber das Kreuz war abgeschnitten. Auf meine Frage, ob er es abgeschnitten habe, kam die Antwort, er wisse es nicht, er habe den Rosenkranz so geschenkt bekommen --- Kreuzesschändungen, nicht nur von Feldkreuzen gibt es genug - und was wäre, wenn jemand so mit dem Koran umginge?


18
 
 Klaffer 20. Juli 2016 
 

fehlende Aufklärung

Ich glaube, mich recht zu erinnern, dass @Suarez einst, als er noch auf Kathnet schrieb, bedauerte, dass der Islam noch keine Aufklärung durchgemacht hat. In diesem Punkt stimme ich ihm zu. Die Aufklärung hat die Gesellschaft und mit ihr auch die Kirche grundlegend verändert. Das fehlt dem Islam. Kein Papst würde mehr zum Kreuzzug aufrufen – in früheren Jahrhunderten riefen Päpste sogar zu Kreuzzügen gegen andere Christen auf.
Und trotzdem liest man immer wieder, dass der amerikanische Präsident Bush bei seinem Irakkrieg auch religiös-christlich motiviert war. Und gerade dieser Irakkrieg hat einiges zu unseren heutigen Problemen beigetragen.
Wie viele unschuldige Menschen sind bei diesem Krieg umgekommen?
War die Rechtfertigung dieses Krieges nicht auf einer Lüge aufgebaut?
Wie viel Hass wurde durch diesen Krieg erzeugt?
Wie erlebten diese Menschen das „Christentum“ des G.W. Bush und seiner Soldaten?
Diese Fragen stelle ich mir auch, wenn ich die meisten Kommentare hier lese.


4
 
 resistance 20. Juli 2016 
 

Ob sich noch einer seiner Mitbischöfe in Osters Nähe traut?


21
 
 smily-yx 20. Juli 2016 
 

politisch korrekt - Bischof Oster hat Recht

«Erst jüngst kamen beide Kirchen in einer gemeinsamen Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass es keine flächendeckende und systematische Diskriminierung von Christen in Flüchtlingsheimen gibt»

Das kann man auslegen, wie man will. Fakt ist, dass es vielfach und massiv passiert. "Die Kirchen" haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben, die politisch korrekt ist! Und die verfolgten und drangsalierten Christen damit vor den Kopf gestoßen und in ihren Sorgen und Nöten alleine gelassen.

Bischof Oster hat Recht! Ich habe keinen Aufschrei von muslimischer Seite gehört.


21
 
 Bernhard Joseph 20. Juli 2016 
 

@Ambrosios

Es wäre schön, wenn man hören könnte, aber die Wahrheit sieht leider anders aus.

Sagt Ihnen der Name Bassam Tibi etwas?

Professor Tibi ist Muslim, Politologe und völlig unverdächtig, die islamische Kultur einseitig zu belasten.

Lesen hier bitte

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article155134929/Junge-Maenner-die-die-Kultur-der-Gewalt-mitbringen.html


14
 
  20. Juli 2016 
 

Öl ins Feuer gießen? Versöhnen mit der Gewalt?

Nicht "mit den zu Gewalt aufrufenden Passagen des Korans historisch-kritisch auseinandersetzen", sondern sich davon distanzieren muss man sich.
Bischof Oster wurde wohl durch das Aussprechen von unangenehmen Tatsachen einem selbstgefälligen, kritikunfähigen Islam lästig. Gut so, Herr Bischof.


26
 
 wandersmann 20. Juli 2016 
 

"Auch muslimische Hochschullehrer und islamische Organisationen in Deutschland hätten sich regelmäßig gegen Terror und Gewalt positioniert, schreibt die Dozentin an der Fachhochschule Darmstadt im Bereich Medien."


Man kann davon ausgehen, dass die genauso streng gläubig sind wie ihre katholischen Professorenkollegen.


Insgesamt: Der Beitrag ist so schwach, dass er eigentlich die gegenteilige Position bestärkt.
Wenn selbst aus dem Hochschulbereich keine besseren Argumente kommen als das, dann kann man doch nur fragen:

Wie lange möchte man sich eigentlich noch blind stellen und den Zusammenhang zwischen Islam und Gewalt leugnen???


23
 
 wandersmann 20. Juli 2016 
 

Einfach die Christen zu den Muslimen zählen ...

"... die weitaus überwiegende Zahl der Muslime lehne Gewalt im Namen Gottes ab."
Die Mehrheit der Katholiken lässt sich kaum als katholisch bezeichnen (kein Besuch der Sonntagsmesse usw.). Wahrscheinlich handelt es sich bei der "Mehrheit der Muslime" gar nicht um Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen.

In liberalen islamischen Kreise gelten beispielsweise viele Christen als anonyme Muslime.

"In seinem Buch »Islam ist Barmherzigkeit« führte zum Beispiel Mouhanad Khorchide aus, Muslim im Sinne des Korans sei jeder, der mit seinem barmherzigen Verhalten gegenüber anderen Geschöpfen »Ja« zu Gottes Liebe sagt ..."

http://archiv.cicero.de/weltbuehne/reform-des-islam-der-islam-ist-mehr-als-eine-weltanschauung/60767

So macht man das dann mit der "überwiegenden Zahl der Muslime". Man zählt einfach die Christen dazu und Bischof Oster ist dann natürlich auch ein Moslem. Da sage noch einer, der Islam wäre nicht selbstkritisch. Und Bischof Oster ist einer der größten innerislamischen Kritiker.


13
 
 Ambrosios 20. Juli 2016 

Wenn man hinhören will,

dann hört man den lauten Protest der Muslime. Wollen muss man nur. Im Übrigen sind 99% aller Opfer dieser muslimischen Terroristen Muslime.


9
 
 wandersmann 20. Juli 2016 
 

Canan Topcu bringt nicht ein einziges Argument

"... die weitaus überwiegende Zahl der Muslime lehne Gewalt im Namen Gottes ab."

Dazu muss man doch genauer fragen:

Lehnen diese Muslime Gewalt ab trotz ihrer Religion oder wegen ihrer Religion?

Lehnen Sie nur Gewalt für sich persönlich ab oder ganz generell?

Was tun diese Muslime denn dagegen, wenn sie von islamistischer Gewalt hören?

Über welche Muslime wird hier geredet? Über die Muslime weltweit?

Was tun diese friedliebenden Muslime denn, wenn sie von Gewalt hören?


16
 
 Guardian 20. Juli 2016 

Zigaretten = gut gegen Lungen-Krebs?

Es ist in der Tat ein schwieriges Unterfangen, ISLAM und Djihad trennen oder auf rein geistige Spähren erheben zu wollen. Es geht nicht!

Da der Koran (anders als die Bibel) allein vom recht willkürlichen Allah-"Gott" wortwörtlich offenbart wurde, ist er auch allezeit unveränderlich zu belassen.

Insofern versteh ich nicht, wo eine historisch-kritische Übersetzung überhaupt ansetzen sollte?

Wenn Muslime sich intensiver und vernunftgemäß mit dem Koran beschäftigen, werden sie entweder radikaler oder wenden sich wegen der eklatanten Unstimmigkeiten vom archaisch überholten Konstrukt des Islams ab.

Den Islam kann man nicht zähmen, nur überwinden oder (sich/uns) einschläfern, wie es Frau Canan Topcu u.v.a. versuchen...


12
 
 bernhard_k 20. Juli 2016 
 

Die Diskussion ist schwer möglich

Es gibt leider - wie bei uns in der kath. Kirche - keine oberste Instanz, die den Koran und das Denken des Systems "Islam" verbindlich und wahrheitsgemäß auslegen könnte ... wen also fragen?

Auffallend ist aber Folgendes:

Je "radikaler" sich jemand am Evangelium orientiert, desto friedlicher/liebevoller wird er.

Je "radikaler" sich jemand am Koran orientiert, desto gewaltbereiter wird er.

Kein überzeugter Christ würde "Jesus" schreien und dann Leute umbringen ...


16
 
 wandersmann 20. Juli 2016 
 

Sie scheint es also selber zuzugeben

"Erst jüngst kamen beide Kirchen in einer gemeinsamen Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass es keine flächendeckende und systematische Diskriminierung von Christen in Flüchtlingsheimen gibt"

Damit es keine flächendeckende und systematische Diskriminierung in Flüchtlingsheimen gibt reicht es rein logisch aus, wenn es nur ein einziges Flüchtlingsheim gibt, wo es keine Diskriminierung gibt. Wenn es nur ein einziges Flüchtlingsheim ohne Diskriminierung gibt ist die Fläche nämlich nicht mehr gedeckt.

Wo hat Bischof Oster denn behauptet, dass es in JEDEM Flüchtlingsheim Diskriminierung gibt???

Und natürlich läuft die Diskriminierung nicht systematisch und von irgendwem gesteuert genauso wie die Nächstenliebe nicht systematisch geschieht und von irgendwem gesteuert wird. Dazu reicht es, wenn die "richtige" Ideologie vorhanden ist.

Das was ein Argument gegen Oster sein soll, das ist faktisch das Gegenteil.


16
 
 Dottrina 20. Juli 2016 
 

Mag sein,

dass etliche Muslime zur Gewalt nicht schweigen - das weiß ich aus allererster Hand. Aber trotzdem hat Bischof Oster recht. Wie viele Menschen müssen denn noch sterben, ehe man das Grundübel erkennt: Der Gründer des Islam selbst, der Prophet Mohammed, der die Gewalt praktizierte in seinen abartig vielen Schlachten. Man lese einschlägige Literatur zu diesem Mann, und zwar von Muslimen geschrieben, die sich wirklich kritisch mit ihm auseinandersetzen. Es wurden insgesamt in 1.400 Jahren sage und schreibe 270 Millionen Tote dem Islam in allen Teilen der Welt zugeordnet. Eine unglaubliche Zahl. Quelle müßte ich nochmal nachsehen.


21
 
 Marc Aurel 20. Juli 2016 
 

Opfersyndrom

Egal was passiert oder wer was sagt: Die Muslime fühlen sich immer als Opfer. Schon das Gerede von "Versöhnung" zeigt dies. Denn die Ablehnung und die Aggression sind in Wahrheit einseitig. Kein Christ muss um Versöhnung gebeten werden. Die Welt wartet aber auf die entscheidende Aussage der muslimischen Geistlichkeit: Die Verfolgung von Andersgläubigen ist unislamisch und widerspricht dem Koran. Dass es hierzu nie kommen wird, ist das eigentliche Problem.


13
 
 wedlerg 20. Juli 2016 
 

Die Zeit-Beilage «Christ und Welt»

Man kann fast schon aufhören zu lesen, wenn man die Quelle liest. Dort kommen eigentlich nur Leute zu Wort, die progressiv, links-katholisch oder Grün sind. So kann man diese Stimme dann auch einordnen. Wenn man dann in der Tagespresse liest, dass die Muslim-Verbände in D vor einer Spaltung der Gesellschaft warnen (im Text dann explizit vor einer Bedrohung der Muslime durch rechte Stimmen), muss man feststellen, dass genau hier das Problem liegt. Alles was nicht sein darf, gibt es nicht (so z.B. die Verfolgung von Christen in Flüchtlingsunterkünften) und auf dieser Sprachregelung muss man bestehen, wenn man politisch korrekt ist. Mehr als diese Ebene billigt auch Frau Canan Topcu uns nicht zu. Schade, die Chance für echte Bewältigung wurde wieder einmal vertan.


17
 
 hortensius 20. Juli 2016 
 

Nebenkriegsschauplätze!

Ablenkung ist ein bekanntes Spiel, es führt tatsächlich dazu, dass Leute glauben, der Islam hätte so wenig mit dem Islam zu tun, wie der Alkohol mit dem Alkoholismus. Die Meinung dieser Dame, man könne die zur Gewalt auffordernden Suren des Koran kritisch hinterfragen, ist lebensgefährlich. Dass der ehemalige Rheinische Merkur sich zu derart unehrlichen Angriffen auf die Kirche hergibt, ist eine bittere Ironie.


15
 
 WoNe 20. Juli 2016 
 

Islamische Logik

Ich hoffe, Frau Topcu hat sich hier mißverständlich ausgedrückt... Vermutlich meint sie es jedoch ernst.

Ihrer Ansicht nach stellt das Benennen eines Problems - hier: islamisch motivierter Terror - das größere Problem dar als der Terror selbst. Frau Topcu betreibt mit dieser Aussage eine widerliche Schuldumkehr. Die zurecht gestellte Forderung an die Moslems nach einer Abkehr von Mord und Vergewaltigung reizt - nach Frau Topcu - die Koranjünger zu weiteren Terrorakten. Was hat Topcu uns eigentlich vorzuschlagen? Sollen wir nach Anschlägen auf uns Europäer die Schuld für diese Anschläge bei uns suchen? Sind moslemische Terroristen Männer Gottes, die Gottes gerechten Zorn an uns abreagieren? Wohl kaum! Denn Islam und Gott unter eine Kappe zu bringen, fiel mir früher schon schwer. Seit einigen Jahren halte ich es für eine schlecht aufgezogene Travestie und einen religionspolitischen Betrug!


14
 
 Bernhard Joseph 20. Juli 2016 
 

Öl ins Feuer gießen?

Es ist immer wieder erstaunlich, wie reflexartig auf Kritik von Muslimen reagiert wird. Statt auf das eigentliche Problem einzugehen und die schier unvorstellbare Gewalt von Islamisten klar zu verurteilen, werden Nebenkriegschauplätze eröffnet. Es mag ja sein, dass islamische Gelehrte die Ideologie des IS verurteilt haben, nur bedeutet das noch lange nicht, dass man sich kritisch mit Gewaltverherrlichung im Koran auseinandergesetzt hat.

Und dass Christen in Flüchtlingsunterkünften teilweise massiv drangsaliert werden, ist bekannt, wird nur politisch unterdrückt. Dass da die Kirchen in unserem Land mitspielen, ist alles andere als rühmlich.

Formulierungen, wie "Inflation der öffentlichen Positionierungen gegen islamistische Gewalt beinahe selbst zum Problem geworden" angesichts des jüngsten Terroranschlages in Nizza, wo wahllos Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden, sind bezeichnend, was das Defizit bezüglich der Wahrnehmung zu Islam und Gewalt anbetrifft.


39
 

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