Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache

Ein Sinneswandel bei der KNA und ihrem Chef Ludwig Ring-Eifel?

13. Juli 2016 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ring-Eifel zeigt in Kommentar so tiefes Verständnis für Kardinal Sarah und den Papst, dass ich, der ich ihn und seine KNA oft deutlich kritisiert habe, dafür danken möchte. kath.net-Kommentar von Michael Schneider-Flagmeyer/Forum Deutscher Katholiken


Bonn (kath.net) Vor über drei Jahren war der Chef der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA), Ludwig Ring-Eifel, zu der jährlichen Runde der katholischen Publizisten mit dem päpstlichen Sekretär Erzbischof Gänswein in den Palazzo Cesi in Rom eingeladen worden, um einen Brückenschlag zwischen dieser Runde und der amtlichen deutschen katholischen Publizistik herzustellen. Anschließend ging er in zwei Artikeln, „Die Trauer der Rebellen“ und „Die vaterlose Gesellschaft“ seine Gastgeber hart an und fiel über die „papsttreue katholische Publizistik“ her.

Damals habe ich ihm auf kath.net ausführlich geantwortet, was wiederum ihn zu einer Gegenantwort nötigte, siehe hier

Seinem Vorwurf, wir – „die papsttreuen Publizisten“ – wären nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. nun vaterlos, habe ich damals so beantwortet:

„Wir sind nicht vaterlos und werden es auch niemals sein. Wir haben einen Vater im Himmel. Und dessen Stellvertreter auf Erden, Benedikt XVI., wird uns verbunden bleiben im Gebet noch über seinen Tod hinaus. Und einen neuen “Vater” auf dem Stuhle Petri werden wir in wenigen Tagen wieder haben, dem wir uns in Treue verbinden, weil ihm die Schlüssel des Himmels gegeben sind.“

Wenige Tage später wurde Papst Franziskus als Nachfolger des heiligen Petrus gewählt, der für uns durch den Heiligen Geist mit der Amtsgnade für das Amt des Stellvertreters Christi auf Erden, des Schlüsselträgers (siehe Jesaja 22,20-23), ausgestattet der Vater der auf Erden pilgernden Kirche ist.


Seitdem ist viel Wasser den Rhein, die Donau und den Tiber herabgeflossen und Papst Franziskus hat die Kirche aufgeweckt in einem Maße, das ihm vor allem in Deutschland viel Unverständnis und Ablehnung aus Kreisen der Tradition und der „Linken“ gebracht hat. Das alles geschah in Übereinstimmung und bestem Einvernehmen mit seinem emeritierten Vorgänger, was hierzulande von „rechten“ und „linken“ Kreisen (um dieses simple Schubladendenken noch einmal zu verwenden) nicht angenommen wird.

Aber nicht so von Ludwig Ring-Eifel. Er schrieb auf katholisch.de einen kurzen aber inhaltsschweren Kommentar zu der BITTE von Kardinal Sarah, dem Präfekten der Liturgie-Kongregation in Rom, die Priester mögen sich wieder öfter mit der Gemeinde zusammen nach „Osten“ zum Tabernakel hin, dem wiederkommenden Christus zuwenden und die Gläubigen mögen wieder das Knien vor dem eucharistischen Herrn lernen.

In seinem Kommentar „Der richtige Weg“ zeigt uns Ludwig Ring-Eifel ein so tiefes Verständnis für den Heiligen Stuhl, Kardinal Sarah und den Papst und das von Kardinal Sarah als Bitte vorgeschlagene Verhalten der Priester bei der Feier des Messopfers, dass ich, der ich ihn und seine KNA oft sehr deutlich kritisiert habe, dafür ausdrücklich danken möchte. Ich tue das auch im Namen des Vorsitzenden des Forums Deutscher Katholiken Prof. Hubert Gindert.

Wir pflegen als katholische Christen (und auch als „papsttreue Publizisten“) keine Feindschaften, auch wenn wir der Aufforderung der Apostels Paulus folgen, nicht Menschen zu verurteilen, aber einige ihrer Worte und Werke deutlich abzulehnen und zu kritisieren. Das werden wir auch in aller Klarheit weiterhin tun.

Aber nach dem differenzierten Artikel von Ludwig Ring-Eifel hoffen wir auf das, was dieser nach dem Treffen im Palazzo Cesi 2013 schrieb: “Gesucht wird ein Brückenbauer, dem es gelingt, die kritischen Köpfe von rechts und links für die Kirche der Zukunft zu gewinnen.”

Wenn wir aufhören uns gegenseitig in der Kirche mit Steinen zu bewerfen, sondern uns nach den Worten Christi und des von Ihm selbst eingerichteten Lehramtes des Papstes richten, dann kann das wohl gelingen. Wir vertrauen darauf, dass wir nun von der KNA und ihrem Vorsitzenden weiterhin so dankenswerte und differenzierte Beiträge hören und lesen und wollen stets das Wort Jesu aus dem Markus-Evangelium im Ohr und im Herzen haben: „Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!“

Lasst uns gemeinsam auf dem „richtigen Weg“ (Ring-Eifel), den der Herr selbst ist, gehen, den Blick fest auf Ihn gerichtet; denn dann „schreitet Christus durch die Zeit in seiner Kirche Pilgerkleid, Gott lobend. Halleluja!“

Der Autor Dr. phil. Michael Schneider-Flagmeyer (Foto) ist Gründungsmitglied des Forums Deutscher Katholiken sowie Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in der Diözese Trier e.V. Er führt den Blog des Forums Deutscher Katholiken.
Siehe auch kathpedia: Stichwort Michael Schneider-Flagmeyer.

Foto Dr. Michael Schneider-Flagmeyer



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Bernhard Joseph 14. Juli 2016 
 

@Trierer

Sie haben natürlich recht, gemeint war "katholisch.de".

Der Artikel "Das Lehramt und die sexuelle Vieflalt" ist auf "katholisch.de" unter dem Artikel http://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/der-richtige-weg zu finden.

Die "versalzene Suppe" wird also fleißig weiter den Lesern serviert.


0
 
 Trierer 14. Juli 2016 

Ach, @Bernhard Joseph,

wenn ein durchschnittlicher Koch dazu gelernt und ein gelungenes, leckeres Gericht kreiert hat, warum ihm ausgerechnet dann die versalzene Suppe von letztem Jahr vorhalten?
Schneider-Flagmeyer hat recht, warum Gräben da auflassen wollen, wo sich gerade jemand bemüht die (allerdings von ihm selbst) aufgerissenen wieder ein wenig ein zu ebnen.
Übrigens, nur der guten Ordnung halber, katholisches.de wird man im Netz vergeblich suchen. "katholisches.info", na gut, nehmen wir sie noch dazu, obwohl, wenn man dem Hl.Vater das "Katholisch sein" glattweg aberkennt...
und auf der anderen Seite "katholisch.de", kirchenkritisch, aber (bis auf weiteres) derzeit so was von "papsttreu", na ja!
Und die KNA ist noch wieder ganz was anderes, also Vorsicht, Bernhard Joseph.


1
 
 SpatzInDerHand 13. Juli 2016 

Danke an Dr. Schneider-Flagmeyer! Klar und objektiv wie immer.

Seien Beiträge lese ich ausgesprochen gern.


3
 
 Elster 13. Juli 2016 

Danke! Danke beiden Herren Jurnalisten!

wenn das so weiterginge, wenn sich einer solchen Haltung, auch noch andere -am Besten alle Christen- anschließen würden, dann wird es endlich wieder Frühling in der Kirche oder Advent oder es wird der Landeplatz bereitet für ein neues Pfingsten! (vgl. JPII)
Gott gebe uns allen Kraft und Mut dazu, über unsere Schatten und Gräben zu springen und einander zu begegnen im Kleinen wie im Großen... Dann werden wir auch Gott neu begegnen und Er uns!


2
 
  13. Juli 2016 
 

Nur leider...

ist der Kommentar von Ring-Eifel ja von der Wirklichkeit überholt worden. So sehr d'accord sind Kardinal Sarah und der Papst ja nicht!


4
 
 Bernhard Joseph 13. Juli 2016 
 

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Vor dem Hintergrund, dass auf "katholisches.de" auch Artikel wie "Das Lehramt und die sexuelle Vieflalt" zu finden sind, muss man sich schon fragen, welche Grundeinstellung zur Lehre der Kirche bei der KNA vorherrschend ist.


8
 
 hortensius 13. Juli 2016 
 

Danke, Herr Dr. Schneider-Flaggmeier!

Die Zustimmung der KNA zur Bitte von Kardinal Sarah hat auch mich überrascht. Und es ist auch gut, dass Sie hierfür Herrn Ring- Eiffel danken. Denn die Kniebeuge vor dem eucharistischen Herrn ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr.


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  8. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  9. Meinungsfreiheit auf katholisch
  10. Die Jugend von heute, die neue Generation Alpha, „sucht Sinn, Rituale und Spiritualität“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  7. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  12. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  13. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  14. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  15. Die große Täuschung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz