Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  6. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  7. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  8. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  12. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Polens Kirche fordert erneut totales Abtreibungsverbot

18. April 2016 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Aber die polnischen Bischöfe betonen zugleich, dass sie nicht die Forderung nach einer Bestrafung von Frauen unterstützen, die abgetrieben haben. Diese Frage löse die Kirche in der Beichte, dem «Sakrament der Versöhnung».


Posen (kath.net/KNA) Polens katholische Bischöfe dringen weiter auf ein totales Abtreibungsverbot. «Das Leben jedes Menschen ist ein Grundwert und unantastbar», heißt es in der am Wochenende veröffentlichten Abschlusserklärung der Vollversammlung der Bischofskonferenz. Unabhängig von ihrer Weltanschauung müssten alle Menschen das ungeborene Leben verteidigen.

Die Bischöfe betonen zugleich, dass sie nicht die Forderung nach einer Bestrafung von Frauen unterstützen, die abgetrieben haben. Diese Frage löse die Kirche in der Beichte, dem «Sakrament der Versöhnung». Es müsste alles unternommen werden, um Frauen durch «umfassende und wohlwollende Betreuung sowie medizinische, materielle, psychologische und rechtliche Hilfe» von Abtreibungen abzubringen. Die Bischofskonferenz dankte den in der «Pro-Life»-Bewegung engagierten Laien und rief sie zur Zusammenarbeit auf.


In Polen wird seit Wochen über eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes gestritten. Tausende Menschen hatten gegen einen Anfang April in den Gottesdiensten verlesenen gemeinsamem Hirtenbrief der Bischöfe protestiert, in dem sich die Bischöfe aus Anlass des «Tages der Heiligkeit des Lebens» indirekt hinter die Volksinitiative «Stoppt Abtreibung» stellten.

«In der Frage des Schutzes des ungeborenen Lebens darf man sich nicht mit dem derzeitigen Kompromiss zufriedengeben», hieß es in dem Schreiben. In Polen sind Schwangerschaftsabbrüche gegenwärtig in einigen Ausnahmefällen erlaubt - etwa wenn die Gesundheit der Frau gefährdet ist, eine Vergewaltigung vorliegt oder eine irreversible schwere Schädigung des Fötus festgestellt wurde.

Die Parlamentskanzlei muss in den nächsten Tagen über einen Antrag auf Durchführung der Volksinitiative der Stiftung «Pro - Prawo do Zycia» (Für ein Recht auf Leben), einer Art Massenpetition, entscheiden. Der Entwurf der Abtreibungsgegner sieht vor, dass Schwangerschaftsabbrüche - außer bei Lebensgefahr für die Frau – mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Zugleich sollen Eltern von behinderten Kindern mehr staatliche Hilfe erhalten und in der Schule «der Wert der Familie und des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod» unterrichtet werden. Gibt die Parlamentskanzlei grünes Licht, haben die Organisatoren der Volksinitiative drei Monate Zeit, um die erforderlichen 100.000 Unterschriften zu sammeln, damit sich das Parlament mit dem Gesetzentwurf befassen muss.

Die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat angekündigt, sie werde den Vorschlag der Volksinitiative im
Parlament unterstützen. Die nicht mehr im Sejm vertretene sozialdemokratische SLD kündigte hingegen eine Volksinitiative für eine Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes an.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel
  2. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  3. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  4. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  5. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  6. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  7. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  8. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  9. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  10. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  3. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  6. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  7. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  8. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  9. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  12. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  13. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz