Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

So führt man 'schleichend die Scharia ein'

7. April 2016 in Schweiz, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schweiz: Muslimische Schüler brauchen Lehrerin nicht die Hand zu geben.


Basel/Wiehl (kath.net/idea) Auf Unverständnis bei Islamexperten ist die Entscheidung einer Schweizer Schule gestoßen, dass muslimische Schüler ihren Lehrern den Händedruck aus Glaubensgründen verweigern dürfen. An der Sekundarschule in Therwil (bei Basel) hatten sich zwei muslimische Schüler geweigert, ihrer Lehrerin zur Begrüßung die Hand zu geben. Die Schulleitung entschied, die beiden seien im Recht. Ein „schlimmes Signal“ sieht darin der evangelische Islamkenner, Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Köln). Wie er auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, verhindert man mit solchen Sonderregelungen Integration. Sie schafften eher Abneigung. Sicherlich gebe es in der islamischen Tradition detaillierte Verhaltensregeln: „In unserem Kulturkreis gehört es jedoch als Zeichen der Höflichkeit und des Anstands dazu, einander die Hand zu reichen.“ Wer Ausnahmen wie diese zulasse, „führt damit schleichend das islamische Recht, die Scharia, ein“, so Troeger. Er äußerte die Hoffnung, dass eine höhere Instanz die Entscheidung der Schule aufheben wird.


Schweizer Lehrerverband: Keine gute Lösung

In der Schweiz hat der Fall heftige Debatten ausgelöst. „Dass ein Kind der Lehrperson die Hand nicht gibt, das geht nicht“, hatte die sozialdemokratische Justizministerin Simonetta Sommaruga erklärt. So stelle sie sich Integration nicht vor: „Auch unter dem Titel Religionsfreiheit kann man das nicht akzeptieren.“

Nach Ansicht des Präsidenten des Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Beat Zemp (Frenkendorf), sollten für alle Schüler die gleichen Regeln gelten: „Es ist für mich ein Novum, dass Schülern quasi erlaubt wird, den Lehrpersonen den Händedruck zu verweigern. Ich halte das für keine gute Lösung.“ Ähnlich äußerte sich die Präsidentin des Forums für die Integration der Migrantinnen und Migranten, Emine Sariaslan (Bern): „Die Regeln an einer Schule, und überhaupt in unserer Gesellschaft, sollten für alle gelten.“

Islamverbände: Ein gewöhnlicher Händedruck ist theologisch erlaubt

Selbst von der Föderation islamischer Dachorganisationen in der Schweiz kam Kritik an der Entscheidung. Deren Präsident Montassar BenMrad (Zürich) erklärte in einer Stellungnahme, er selbst reiche Frauen die Hand und empfehle es auch muslimischen Schülern. Denn auf diese Weise zeigten sie ihren Respekt gegenüber den Lehrpersonen. Die Verweigerung des Handschlags zwischen Männern und Frauen werde oft mit Respekt und Schamgefühl begründet, in der Schweiz sei das jedoch unangebracht. Zudem hätten viele islamische Gelehrte „klar bestätigt, dass ein gewöhnlicher Händedruck zwischen Mann und Frau theologisch erlaubt ist“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz