Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  6. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  9. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  10. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  11. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  14. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  15. Katholische Kita in Hessen verzichtet auf Mutter- und Vatertagsgeschenke

So führt man 'schleichend die Scharia ein'

7. April 2016 in Schweiz, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schweiz: Muslimische Schüler brauchen Lehrerin nicht die Hand zu geben.


Basel/Wiehl (kath.net/idea) Auf Unverständnis bei Islamexperten ist die Entscheidung einer Schweizer Schule gestoßen, dass muslimische Schüler ihren Lehrern den Händedruck aus Glaubensgründen verweigern dürfen. An der Sekundarschule in Therwil (bei Basel) hatten sich zwei muslimische Schüler geweigert, ihrer Lehrerin zur Begrüßung die Hand zu geben. Die Schulleitung entschied, die beiden seien im Recht. Ein „schlimmes Signal“ sieht darin der evangelische Islamkenner, Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Köln). Wie er auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, verhindert man mit solchen Sonderregelungen Integration. Sie schafften eher Abneigung. Sicherlich gebe es in der islamischen Tradition detaillierte Verhaltensregeln: „In unserem Kulturkreis gehört es jedoch als Zeichen der Höflichkeit und des Anstands dazu, einander die Hand zu reichen.“ Wer Ausnahmen wie diese zulasse, „führt damit schleichend das islamische Recht, die Scharia, ein“, so Troeger. Er äußerte die Hoffnung, dass eine höhere Instanz die Entscheidung der Schule aufheben wird.


Schweizer Lehrerverband: Keine gute Lösung

In der Schweiz hat der Fall heftige Debatten ausgelöst. „Dass ein Kind der Lehrperson die Hand nicht gibt, das geht nicht“, hatte die sozialdemokratische Justizministerin Simonetta Sommaruga erklärt. So stelle sie sich Integration nicht vor: „Auch unter dem Titel Religionsfreiheit kann man das nicht akzeptieren.“

Nach Ansicht des Präsidenten des Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Beat Zemp (Frenkendorf), sollten für alle Schüler die gleichen Regeln gelten: „Es ist für mich ein Novum, dass Schülern quasi erlaubt wird, den Lehrpersonen den Händedruck zu verweigern. Ich halte das für keine gute Lösung.“ Ähnlich äußerte sich die Präsidentin des Forums für die Integration der Migrantinnen und Migranten, Emine Sariaslan (Bern): „Die Regeln an einer Schule, und überhaupt in unserer Gesellschaft, sollten für alle gelten.“

Islamverbände: Ein gewöhnlicher Händedruck ist theologisch erlaubt

Selbst von der Föderation islamischer Dachorganisationen in der Schweiz kam Kritik an der Entscheidung. Deren Präsident Montassar BenMrad (Zürich) erklärte in einer Stellungnahme, er selbst reiche Frauen die Hand und empfehle es auch muslimischen Schülern. Denn auf diese Weise zeigten sie ihren Respekt gegenüber den Lehrpersonen. Die Verweigerung des Handschlags zwischen Männern und Frauen werde oft mit Respekt und Schamgefühl begründet, in der Schweiz sei das jedoch unangebracht. Zudem hätten viele islamische Gelehrte „klar bestätigt, dass ein gewöhnlicher Händedruck zwischen Mann und Frau theologisch erlaubt ist“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  2. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  3. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  4. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  5. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  8. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  9. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  10. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  3. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  4. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  7. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  8. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  9. Vertrauenskrise in der Kirche
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  15. „Wir sollten für den Himmel leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz