Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Kardinal Pell trifft Missbrauchsopfer

4. März 2016 in Chronik, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Finanzchef des Vatikan berichtet von "harter, ehrlicher und teils emotionaler" Begegnung


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Kurienkardinal George Pell hat in Rom eine Gruppe australischer Missbrauchsopfer getroffen. Das berichtete Radio Vatikan am Donnerstagabend. Das Treffen fand in einem römischen Hotel statt, von dem aus Pell per Videoschaltung vor einer australischen Untersuchungskommission ausgesagt hatte. Er habe im Rahmen der "harten, ehrliche und teils emotionalen" Begegnung den Erzählungen der Menschen über ihr Leid zugehört, sagte der Kardinal im Anschluss. Selbstmord dürfe für Opfer von Kindesmissbrauch durch Kleriker keine Option sein. Zudem wünsche er sich, so der Kardinal in einer von ihm verlesenen Erklärung, dass seine Heimatdiözese Ballarat ein Vorbild für den Umgang mit den Betroffenen werde.


"Wir hatten gerade eine äußerst emotionale Begegnung mit Kardinal Pell", sagte der Sprecher der australischen Gruppe, David Ridsdale. Die Betroffenen hätten ihre persönlichen Erlebnisse mit dem Kardinal geteilt. Man habe sich auf gleicher Augenhöhe als "Menschen aus Ballarat" getroffen.

Ridsdale zählte auch zu jenen drei Mitgliedern der australischen Missbrauchsopfer aus Ballarat, die vor der privaten Unterredung mit Pell zwei Stunden lang mit dem vatikanischen Anti-Missbrauch-Experten Hans Zollner gesprochen hatten. Der deutsche Jesuit empfing sie in der Päpstlichen Universität Gregoriana, wo er als Vizerektor, Psychologie-Professor und Direktor des Zentrums für Kinderschutz wirkt. Zollner gehört überdies der vatikanischen Kinderschutzkommission an.

14 Opfer von Missbrauch durch Kleriker waren aus Australien nach Rom gekommen, um persönlich die Video-Anhörung Pells mitzuverfolgen. Dieser wurde zu Missbrauchsfällen in Ballarat in den 1970er-Jahren befragt, wo er als Priester und bischöflicher Berater wirkte. David Ridsdale war damals von seinem Onkel, Gerald Ridsdale, missbraucht worden, einem Priester, den Pell seinerzeit vor Vorwürfen in Schutz genommen hatte. Bei der Video-Vernehmung räumte der Kardinal ein, dies sei ein Fehler gewesen. Die australische Kirche habe im Umgang mit Missbrauch schweres Fehlverhalten gezeigt.

Kardinal Pell, der frühere Erzbischof von Sydney, wirkt seit vergangenem Jahr im Vatikan, wo er das von Franziskus neu geschaffene Sekretariat für Wirtschaft leitet. Der 74-Jährige ist damit für den finanziellen Teil der Kurienreform zuständig.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz