Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Es gibt nichts, was es nicht gibt

2. März 2016 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Alles gutmenschlich hypertolerant daherkommende Geschwurbel des Arbeitskreises „Säkulare Grüne“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kirche sowie der Glaube mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden sollen. Kommentar von Peter Winnemöller


Geseke (kath.net/Blog katholon/pw) Säkulare Grüne, schon mal gehört? Es handelt sich um einen Arbeitskreis der Partei der Grünen, die alles Religiöse aus der Öffentlichkeit ins Private verbannen will. Mit vollem Namen nennen die sich „Bundesweiter Arbeitskreis Säkulare Grüne“. Und die wollen so richtig Gas geben. Keine Kreuze in öffentlichen Gebäuden, Beschneidung der Rechte der Kirche (sie reden natürlich von Privilegien statt von Rechten), Abschaffung von Religionsunterricht, öffentliches Tragen religiöser Symbole und vieles anderes mehr haben sich die Mitglieder dieses Arbeitskreises auf die Fahnen geschrieben. Natürlich soll auch die Kirchensteuer nicht mehr vom Staat eingezogen werden. Beschimpfung religiösen Bekenntnisse soll nicht mehr strafbar sein. Dürfte man ihnen dann z.B. sagen, welch einen lächerlichen Aberglauben sie mit ihrer Säkularreligion pflegen?

Aber es geht auch noch richtig ans Eingemachte. Die Konkordate des Heiligen Stuhls mit den Ländern sollen gestrichen werden. Eine krasse Vorstellung, einen Völkerrechtlichen Vertrag einfach zu kicken. Staaten, die so etwas machen, kann man getrost als Schurkenstaaten bezeichnen. Aber damit nicht genug, man will auch dem Heiligen Stuhl seinen Status als historisches Völkerrechtssubjekt aberkennen. Spätestens jetzt haben sie sich endgültig lächerlich gemacht. Es dürfte den Heiligen Stuhl nur begrenzt interessieren, ob grünliche Säkulare angesichts des historisch verbürgten und allgemein anerkannten Status von dessen Abschaffung faseln. Man wird mit den Heiligen Stuhl noch als Völkerrechtssubjekt anerkennen und behandeln, wenn die ökologisch korrekten Papiere dieses Arbeitskreises schon lange nur noch als Humus existieren. Wenigstens verrotten sie umweltfreundlich.


Man könnte denken, der Gipfel ist hiermit erreicht. Nein, der Katalog der Forderungen geht noch weiter. Glaubensinhalte und -praktiken sollen nach Ansicht der säkularen Grünlinge auf den Prüfstand, ob sie denn mit humanistischen Werten, Menschenrechten und demokratischen Selbstverständlichkeiten kollidieren. Ist dies nach Ansicht der grünlichen Inquisition der Fall, dann sind selbige kritisch zu reflektieren und haben sich einer öffentlichen Diskussion hierzu nicht zu entziehen. Schlechte Karten für Gott. Er wird dann wohl seine 10 Gebote künftig einer säkularen Kommission zur Prüfung vorlegen müssen. Die Internetseite des Vatikan wird man dann vermutlich gleich komplett zensieren. Denn weder der Vatikan noch Gott selber werden sich um grünlichen Säkularismus besonders kümmern.

Man wird angesichts einer solchen Naivität mit dem Facepalmen nicht fertig.

Aber Vorsicht! Es besteht weiterhin die Gefahr, dass die Grünen in einzelnen Bundesländern in die Regierungsverantwortung kommen. Als Katholik ist eine Partei, die einen solchen Arbeitskreis akzeptiert, nicht wählbar.

Alles gutmenschlich hypertolerant daherkommende Geschwurbel in den Papieren dieses Arbeitskreises kann beim besten Willen nicht darüber hinweg täuschen, dass nicht nur die Kirche sondern auch der Glaube und, wenn es hart auf hart kommt, auch der gläubige Mensch mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden soll.

Sie können es nicht wissen, aber … psssst … Et portae inferi non praevalebunt adversus eam. Es würde sie vermutlich in totale Verzweiflung stürzen, wenn sie es wüssten und erkennen müssten, dass es wahr ist.

Foto Peter Winnemöller


Foto oben © kath.net/Michael Hesemann


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND im SOMMER - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  13. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz