Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  12. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  13. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  14. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

Historische Begegnung: Papst trifft Moskauer Patriarchen Kyrill I.

5. Februar 2016 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Historisch erstes Treffen zwischen Oberhäuptern der römisch-katholischen Kirche und der russischen Orthodoxie - Die Begegnung ist für 11. Februar auf Kuba vor Mexikobesuch geplant - Das Treffen soll fünf Stunden dauern!


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Kyrill kommt bereits am 11. Februar zu einem offiziellen Besuch nach Kuba, erläuterte Vatikansprecher Federico Lombardi, während Franziskus für seinen Flug nach Mexiko am 12. Februar bereits am frühen Morgen von Rom aus aufbricht - nicht erst am Mittag - und in Kubas Hauptstadt gegen 12 Uhr Ortszeit einen Zwischenstopp einlegt. Die Erklärung wurde zeitgleich im Vatikan und in Moskau veröffentlicht.

Nach einem Empfang u.a. von Staatschef Raul Castro ist ab 12.15 Uhr in einem Saal des Flughafengebäudes ein privates Gespräch zwischen Papst und Patriarch geplant. Lombardi kündigte an, dass das kubanische Staatsfernsehen Livebilder davon übertragen wird. Für das Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill sind mehrere Stunden geplant: Erst gegen vier Uhr werden beide Seiten Geschenke austauschen. Kardinal Kurt Koch, als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates für die Ökumene zuständig, wird dabei anwesend sein, wie aus dem Einheitsrat zu erfahren war, und wird gleichzeitig mit Metropolit Hilarion ein Gespräch führen.


Ungefähr um halb fünf an diesem Nachmittag gehen der Papst und der Patriarch in einen anderen Saal des Gebäudes, in dem sie Präsident Castro bereits erwarten soll. Dort werden sie dann die Erklärung unterzeichnen, deren Original auf Spanisch bzw. auf Russisch verfasst ist. Anschließend können beide Kirchenführer noch öffentlich ein paar Worte sagen, und zwar in ihrer jeweiligen Muttersprache; offizielle Reden seien allerdings nicht vorgesehen, sagte Lombardi.

Die historische Begegnung endet ungefähr um 17 Uhr mit einer gegenseitigen Vorstellung der Delegationen, die den Patriarchen und den Papst begleiten. Präsident Castro wird Franziskus dann zum Flugzeug zurückbegleiten, und der Papst setzt seinen Flug nach Mexiko fort. Änderungen am Reiseprogramm von Franziskus für Mexiko gibt es keine.

Lang vorbereitetes "Zeichen der Hoffnung"

Der Heilige Stuhl und das Moskauer Patriarchat betonen laut "Radio Vatikan", die Begegnung sei "schon seit langer Zeit vorbereitet worden". Sie werde eine "wichtige Etappe in den Beziehungen zwischen beiden Kirchen darstellen". Beide Seiten hofften, dass das Treffen auch "als Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens" diene: "Sie laden alle Christen dazu ein, inständig darum zu beten, dass Gott diese Begegnung segnen möge, damit sie gute Früchte bringt."

Auch wenn das persönliche Treffen der beiden Kirchenchefs eine Premiere ist, so unterhält der Vatikan doch schon seit langem gute Arbeitsbeziehungen zum orthodoxen Patriarchat von Moskau. Der Leiter des Moskauer Außenamtes, Metropolit Hilarion, ist häufig im Vatikan zu Gast; erst im vergangenen Juni hat ihn Franziskus wieder zu einem Gespräch empfangen.

Besser als zur russisch-orthodoxen Kirche sind die Beziehungen des Vatikans zum griechisch-orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., der in Istanbul residiert. Johannes Paul II., Benedikt XVI. und auch Franziskus haben einige Monate nach ihrem Amtsantritt den Sitz des Ökumenischen Patriarchen - so sein Ehrentitel - besucht.

Vatikansprecher Lombardi betonte die Bedeutung des neutralen Ortes für das Treffen, was das Zustandekommen zum jetzigen Zeitpunkt begünstigt habe. Er verwies zudem auf das bevorstehende sogenannte Panorthodoxe Konzil im Juni auf Kreta. Dort sollten sich die Annäherungen und positiven Beziehungen zwischen den Kirchen weiter fortsetzen.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto (c) kath.net/Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kuba

  1. Kuba lässt auf Wunsch des Papstes 553 Gefangene frei
  2. Kuba: Weizenmehl für Hostien ist wieder vorhanden
  3. Weizenmangel: Kuba gehen die Hostien aus
  4. Kuba: Katholiken fordern grundlegende Erneuerung des kommunistischen Staates
  5. Kuba: Ricardos Traum. In Havanna entsteht eine dem hl. Johannes Paul II. geweihte Kirche
  6. IGFM: 'Fidel Castro war der Totengräber der Menschenrechte'
  7. Kubas Präsident Castro besucht drei Messen an drei Tagen
  8. Christliche Oppositionspartei in Kuba ruft Papst um Hilfe an
  9. Kuba libre. Franziskus wollte auf der Karibikinsel Dissidenten treffen
  10. Franziskus kritisiert Abtreibung, Sterbehilfe: Europas Wegwerfkultur






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz