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Ungarn will israelische Siedler-Produkte nicht kennzeichnen

19. November 2015 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Ungarischer Außen- und Handelsminister wertete die Vereinbarung als «irrational» und nicht dienlich zur Lösung des Palästinenserkonflikts.


Jerusalem (kath.net/KNA) Ungarn wird sich an der neuen EU-Pflichtkennzeichnung von Produkten aus israelischen Siedlungen nicht beteiligen. Das kündigte der ungarische Außen- und Handelsminister Peter Szijjarto am Montag in Jerusalem an, wie die Zeitung «Jerusalem Post» (Onlineausgabe) meldete. Demnach bezeichnete Szijjarto die Vereinbarung als «irrational» und nicht dienlich zur Lösung des Palästinenserkonflikts.


Der Ankündigung wohnte dem Bericht zufolge auch EU-Botschafter Lars Faaborg-Andersen bei. Der Diplomat war nach der Bekanntgabe der EU-Richtlinie am Donnerstag von Israels Regierung zum Protest einbestellt worden. Die Kennzeichnungspflicht betrifft etwa Obst und Gemüse aus dem Jordangraben, aber auch Kosmetikprodukte vom Toten Meer und Golan-Wein.

Die Anschläge von Paris nannte Szijjarto einen «Weckruf für europäische Politiker». Notwendig seien durchgreifende Entscheidungen zum Schutz der eigenen Bürger, darunter auch Grenzkontrollen. Die EU solle in der Terrorbekämpfung mit Israel zusammenarbeiten; dabei könnten die europäischen Staaten von der Erfahrung Israels sowie dessen Spezialkenntnissen und Technologie profitieren.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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