Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. „Das Leben mit Jesus muss zu hundert Prozent gelebt werden – sonst lohnt es sich nicht!“
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Gedenkfeier für Tote und Verletzte nach Amoklauf in Graz

21. Juni 2015 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Gedanken und Gebete gelten jenen, die von diesem Anschlag betroffen sind und jenen, die helfend vor Ort sind"


Graz (kath.net/KNA/ps)
Bei einer ökumenischen Gedenkfeier am Samstagabend in Graz haben rund 600 Menschen der Toten und Verletzten des Amoklaufs gedacht. Unter den Trauernden waren der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl, der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, und der ehemalige österreichische Caritaspräsident Franz Küberl. Der Propst der Stadtpfarrkirche, Christian Leibnitz, appellierte an die Anwesenden, trotz der schrecklichen Ereignisse zusammenzuhalten.

Bei einem Amoklauf in der Grazer Innenstadt waren am Samstagvormittag mindestens drei Menschen gestorben und 34 Personen teils schwer verletzt worden. Einige der Verletzten schweben nach Angaben der Polizei weiter in Lebensgefahr. Der 26-jährige Täter war mit einem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte wahllos Passanten überfahren. Zudem unterbrach er seine Fahrt nach Polizeiangaben, um ein Paar mit einem Messer zu attackieren. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nannte die Tat «nicht erklärbar und unentschuldigbar».

Bischof Krautwaschl zeigte sich nach der Tat schwer erschüttert. «Wir können für das keine Worte finden, was heute in der Innenstadt von Graz passiert ist. Stehen wir auch in diesen schweren Stunden zusammen. Unsere Gedanken und Gebete gelten jenen, die von diesem Anschlag betroffen sind und jenen, die helfend vor Ort sind», zitierte die Presseagentur Kathpress aus einer ersten Stellungnahme des Bischofs von Graz-Seckau.


Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, kann eine politische oder extremistische Tat «absolut» ausgeschlossen werden. Es handele sich vermutlich um die Aktion eines «geistig verwirrten» Einzeltäters. Der junge Mann, der verheiratet sei und zwei Kinder habe, sei zuvor bereits als gewaltbereit in Erscheinung getreten. Die genauen Hintergründe für die Tat seien jedoch weiterhin unklar. Der Täter hatte sich nach Angaben der Einsatzkräfte nach seiner Amokfahrt in einer Polizeidirektion gestellt.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.

Das Bistum Graz schrieb heute in einer Aussendung:

Gedenkfeier für die Opfer in Graz

Etwa 600 Menschen versammelten sich heute um 18 Uhr in der Grazer Stadtpfarrkirche um für die Opfer der Amokfahrt gemeinsam zu beten.

„In Solidarität versammeln wir uns alle, Politik und Kirchen, um gemeinsam für die Opfer zu beten“, begrüßt Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz die etwa 600 Menschen, die zur ökumenischen Gedenkfeier gekommen waren. Gekommen war der rumänisch-orthodoxe Pfarrer Nicolae Liviu Vilcea. Viele von ihnen haben Blumen und Kerzen dabei.

Ein besonderes Gedenken galt dem 5-jährigen Buben, der seinen Verletzungen vor der Stadtpfarrkirche erlag. Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz stand dem Vater bei, der vor der Kirche bei seinem toten Kind wachte.

„Eigentlich muss man verstummen bei so viel Not, aber wir spüren, dass wir in diesem Teilen von Trauer und Betroffenheit wieder Boden unter den Füßen finden“, so Leibnitz. Begleitet von Orgelmusik wurden die Teilnehmer der Trauerfeier eingeladen, eine Kerze zu entzünden und diese auf den Altar zu stellen. „In aller Dunkelheit entzünden wird das Licht des Glaubens und der Hoffnung“, so Leibnitz.

Unter den 600 Trauernden waren Bischof Wilhelm Krautwaschl, der apostolische Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, der zum Fest 400 Jahre Barmherzige Brüder gekommen war, und Caritaspräsident Franz Küberl. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Stellvertreter Michael Schickhofer sowie die Landesräte Christopher Drexler und Landtagspräsidentin Bettina Vollath, wie der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl kamen zur Gedenkfeier in die Grazer Stadtpfarrkirche.

Zum Abschluss bat Leibnitz um besonderen Segen für die Opfer, Angehörigen, die vielen Einsatzkräfte, wie auch jenen, die vor Ort erste Hilfe geleistet haben und weiterhin leisten. „Bleiben wir zusammen im starken Mut, dass auch bei solchen furchtbaren Ereignissen der Zusammenhalt in unserem Land spürbar bleibt“, sagte Leibnitz beim Abschluss der Gedenkfeier.

Foto: © Rainer Juriatti, Diözese Graz-Seckau


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Unglück

  1. Bischof von Córdoba: Nach dem Zugunglück wurden Priester nicht zu Schwerverletzten durchgelassen
  2. Papst trauert um Opfer der Brandkatastrophe in der Schweiz
  3. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  4. Unwetter in Tschechien: Bischof von Brünn besuchte Katastrophenregion
  5. Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot
  6. Steiermark: Trauer um tödlich verunglückten Pfarrer
  7. Flugzeugabsturz: Unter den Opfern auch kirchliche Mitarbeiter
  8. Kirche lädt zum Gebet für Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
  9. Orkan „Friederike“ beschädigt Kirchtürme und Dächer
  10. Mann in Kirche von Stein erschlagen: Ermittlung in Florenz läuft







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Tragödie in Florida: Pilot betete kurz vor Flugzeugabsturz das Vaterunser
  3. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  4. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  5. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  6. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  7. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  8. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  9. Der katholische Osten in der Analyse
  10. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  11. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  14. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  15. Uruguay, man muss sich auf den Weg machen! Leo XIV. vertraut Uruguay der Gottesmutter an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz