Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  9. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  10. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. THESE: Warum die UNO weg muss!
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierung

Im Schatten von Palmyra: Islamisten zerstören Kirchen

24. Mai 2015 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gesellschaft für bedrohte Völker: „In den vergangenen Jahrhunderten wurden in den Ländern des Nahen Osten viele alte christliche Kirchen gewaltsam in Moscheen umgewandelt“,


Schweiz (kath.net/pm/red)
Während nach der Eroberung der antiken Oasenstadt Palmyra durch den „Islamischen Staat“ (IS) in Zentralsyrien dort die Zerstörung der einzigartigen Kulturgütern droht, setzen die sunnitischen Extremisten ihren Feldzug gegen christliche, yezidische und schiitische Heiligtümer im nordirakischen Mossul und der angrenzenden Niniveh-Ebene weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit fort, klagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

Der IS hat im Internet Bilder von der syrisch-orthodoxen Tahira-Kirche in Mossul veröffentlicht. Darauf sind IS-Anhänger zu sehen, die von einem Kran aus christliche Bildnisse mit Hämmern zerschlagen. „In den vergangenen Jahrhunderten wurden in den Ländern des Nahen Osten viele alte christliche Kirchen gewaltsam in Moscheen umgewandelt“, bedauert der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. Die Tahira-Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Stadt und liegt im Ash-Shifa-Viertel am Tigris. Zuletzt wurde diese Kirche im Jahre 1744 restauriert. Die heutige Fassade bekam sie 1994. 2009 wurde das christliche Gotteshaus durch die Explosion einer Autobombe schwer beschädigt, aber wiederhergestellt. GfbV-Informanten im Irak berichteten zudem, dass ein yezidisches Heiligtum in Ba'shiqa-Bahzani und eine schiitische Moschee der Shabak-Minderheit in der Nähe von Bartalla zerstört worden seien. Beide Ortschaften liegen in der Niniveh-Ebene, östlich von Mossul.


In Mossul lebten 2003 mehr als 50.000 Christen. Dort gab es rund 35 zum Teil Jahrhunderte alte Kirchen und Klöster. Viele von ihnen wurden durch die Kämpfe stark beschädigt oder durch Anschläge zerstört. Christen, Yeziden, Shabak, Schiiten, Kurden, aber auch viele sunnitische Araber sind aus der Stadt geflohen. Mossul wird seit Anfang Juni 2014 vom IS kontrolliert.

Die GfbV hat wiederholt davor gewarnt, dass nach der Vertreibung der christlichen Assyrer/Chaldäer/Aramäer, Yeziden und Shabak aus Mossul, der Ninive-Ebene und Sinjar die Extremisten jegliche Spur des Christentums und des Yezidentums in der Region für immer auslöschen könnten. Gab es 2003 im Irak insgesamt noch 300 bis 350 Kirchen, waren es Anfang 2015 kaum noch 40 Gotteshäuser.

Auch in Syrien sollen seit 2013 mindestens 80 christliche Kirchen und Klöster zerstört worden sein genauso wie Teile der historischen christlichen Stadt Maalula nördlich von Damaskus. Im März 2015 haben IS Extremisten einige assyrische Kirchen in den Ortschaften entlang des Flusses Khabour im äußersten Nordosten des Landes zerstört.

„Die barbarischen Angriffe auf die Religion und die Kultur der Christen im Irak und Syrien sind sehr schmerzvoll und wecken alte Traumata.“, sagt der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. „Vor 100 Jahren wurden im Osmanischen Reich bis zu zwei Millionen Christen ermordet.“ Die türkische Regierung unter Recep Tayyip Erdogan leugnet den Völkermord von 1915 und lehnt eine Beteiligung an der IS-Bekämpfung vehement ab. Der Irak und Syrien standen damals unter türkisch-osmanischen Herrschaft.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  2. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  3. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  4. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  5. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  6. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  7. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘
  8. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  9. BILD: ‚Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen’
  10. Die Ampel kehrt das Problem des Islamismus beharrlich unter den Teppich







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz