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Türkischer Außenminister: Papst schürt Hass und Feindschaft

12. April 2015 in Aktuelles, 26 Lesermeinungen
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Die Türkei hat Papst Franziskus vorgeworfen, mit seiner Äußerung zum Völkermord an den Armeniern Hass zu schüren. Türkei zog Vertreter beim Heiligen Stuhl ab


Istanbul/Ankara (kath.net/KNA) Die Türkei hat Papst Franziskus vorgeworfen, mit seiner Äußerung zum Völkermord an den Armeniern Hass zu schüren. Die Erklärung des Papstes sei «weit von Geschichte und Recht entfernt» und nicht hinnehmbar, erklärte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Sonntag via Twitter. «Religiöse Ämter sind nicht der Ort, mit haltlosen Vorwürfen Feindschaft und Hass zu schüren», fügte er hinzu.


Der Papst hatte in Rom erklärt, die Armeniern seien «Opfer des ersten Völkermordes des 20. Jahrhunderts» gewesen. Daraufhin wurde der Apostolische Nuntius in Ankara, Erzbischof Antonio Lucibello, ins Außenministerium einbestellt worden und zog ihren eigenen Vertreter beim Heiligen Stuhl ab.

Der türkische Staatssekretär Levent Murat Burhan sagte Lucibello laut Medienberichten, die Äußerung des Papstes habe die Türkei tief enttäuscht; sie sei fern der historischen Tatsachen und einseitig. So habe der Papst nur vom Leid der Armenier gesprochen, nicht aber vom Schicksal der Muslime oder der Angehörigen anderer Religionen.

Die Aussage des Papstes widerspreche zudem dessen Botschaften von Frieden, Verständigung und Dialog, die er bei seinem Türkei-Besuch im November überbracht habe, so Burhan den Berichten zufolge weiter. Die jüngsten Ereignisse hätten zu einem Vertrauensverlust in den Beziehungen geführt und zeitigten «sicherlich» noch Folgen.

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