Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Tantum ergo Sacramentum
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

«'Aktion gegen religiösen Terror' wirkt auf mich befremdlich»

13. April 2015 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Humanistische Alternative Bodensee“ nimmt Abstand von geplanter Demonstration „Wir sind Jan Hus“


Konstanz (kath.net/pm) Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) zeigt sich kritisch gegenüber einer geplanten Demonstration am 5. Juli 2015, die von einem Bündnis, an dem unter anderem Freidenker-Initiativen, der „Humanistische Freidenker-Verband Ostwürttemberg“ sowie der „Internationale Bund für Konfessionslose und Atheisten Baden-Württemberg“ beteiligt sind, ausgerichtet wird. Dies gab die HABO in einer Presseaussendung bekannt. Der Protest, der unter das Motto „Wir sind Jan Hus – für Gedankenfreiheit und Menschenrechte!“ gestellt wurde, soll an den Orten der Konstanzer Altstadt entlang führen, welche mit der Verbrennung des Reformators während des Konzils in Verbindung gebracht werden und an dessen 600-jährigen Todestag man erinnern möchte.


Der Sprecher der HABO, Dennis Riehle, sieht nicht nur die Titelauswahl der Veranstaltung emotional aufgeladen: „Eine ‚Aktion gegen religiösen Terror‘, die laut den Veranstaltern eine Verbindung zwischen der brutalen Hinrichtung Hus‘ und dem Attentat auf das Satire-Magazin ‚Charlie Hebdo‘ Anfang Januar 2015 in Paris herstellen soll, wirkt auf mich befremdlich. Aus meiner Sicht werden hier eher Ressentiments geschürt als ehrlich und aufrichtig zu gedenken. Dass sich Atheisten, Humanisten, Freidenker und Konfessionslose für Grundrechte einsetzen, das ist selbstverständlich und berechtigt. In wieweit man hierfür allerdings zwei nach meinem Empfinden kaum miteinander vergleichbare, nicht alltägliche Ereignisse als Speerspitze eines Widerstandes heranziehen sollte, bleibt für mich fraglich“.

Riehle, der sich ebenso dafür eingesetzt hatte, das Konstanzer Konzilsjubiläum zur kritischen Reflektion über die Religionsfreiheit und die damalige wie heutige Haltung der Kirche zu diesem Thema zu nutzen, bevorzugt andere Formen der Auseinandersetzung: „Für mich bleibt der Dialog vorrangig. Dort ist der direkte Austausch von Argumenten möglich und manch Unzufriedenheit unsererseits dürfte in solch einem Rahmen eher gehört werden als auf einem doch eher populistisch wirkenden Demonstrationszug. Insofern setzen wir weiterhin auf die Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Jubiläums und vertrauen darauf, dass die wachsende Gruppe der Menschen ohne religiöse Überzeugungen am ehesten dann ernst genommen wird, wenn sie selbst bereit ist, konstruktiv am gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess mitzuwirken“.

Nach Einschätzung des HABO-Sprechers nutzt die geplante Veranstaltung der Stimme der Humanisten nicht weiter: „Ich denke, durch dieses Bild erhält unsere Bewegung den Stempel der Polemik. Wir bedauern überdies, dass die Kollegen mit uns im Vorfeld keinen Kontakt aufgenommen haben. Möglicherweise hätte man in weiteren Gesprächen einen differenzierteren Ausdruck gefunden, dem Eindruck religiöser Absolutheitsansprüche entgegenzutreten“, so Riehle abschließend.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheismus

  1. Atheist Dawkins: Er hoffe nicht, dass das Christentum durch den Islam ersetzt werde
  2. Kirchensteuernachzahlung von Atheistin: Gericht gibt Kirche recht
  3. Atheisten: Menschen brauchen Gott, um moralisch zu handeln
  4. Ihr Atheismus zieht den Zorn Gottes auf uns herab!
  5. Ägypten möchte Atheismus verbieten
  6. Globaler Atheistenkongress wegen mangelnder Beteiligung abgesagt
  7. Zur nichtgesendeten ARTE-Doku über Antisemitismus
  8. Kanada: Atheistische Pfarrerin muss gehen
  9. USA: Einwohner reagieren auf Verbot der öffentlichen Weihnachtskrippe
  10. 'Kreuze können überall sichtbar sein, auch in Schulen'







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  4. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  5. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  6. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  7. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  8. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar
  9. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  10. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  11. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  12. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  13. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz