Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  11. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  12. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  13. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  14. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  15. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit

Abtreibung als 'Menschenrecht'? Schweigen wäre Schuld!

16. März 2015 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die furchterregende Frage erwacht: Wie totalitär versteht der Staat seine Macht, wenn er sogar das Lebensrecht seiner Bürger willkürlich einschränken und aufheben kann? kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Wieder ist den Mächten des Bösen ein Schritt gelungen: Das Europa-Parlament ist dem sogenannten Tarabella-Bericht gefolgt und hat Abtreibung als ein „Menschenrecht „ beschlossen“. „Damals“, als die „Tür geöffnet wurde“, das heißt, als man (mit verschiedenen Varianten irgendeine „Fristenlösung“, durchsetzte und damit die nur noch heuchlerisch immer noch „Unrecht“ genannte Abtreibung im Gesetz verankerte, indem man sagte, sie werde „nur nicht mehr bestraft“, was die Menschen logisch richtig als „also ist sie erlaubt“ übersetzten. Damals also sprach man zur Veranschaulichung immer nur von „tragischen“ Fällen, gut erfunden oder auch ab und zu teilweise wahr: „Ohnehin selbst behinderte, vom Mann verlassene Frau mit vier Kindern wurde vergewaltigt und wieder geschwängert, sie wird höchst wahrscheinlich ein ebenfalls schwer behindertes Kind zur Welt bringen“: Wer kann so herzlos sein und ihre Bestrafung fordern, wenn sie abtreibt? Natürlich nicht, zu ihrem Wohl soll sie abtreiben dürfen, auch zum Wohl des armen Kindes, das doch nichts vom Leben zu erwarten gehabt hätte?“ Suggestiv behauptete die öffentliche Meinung: „Das Gesetz sei eigentlich nur für solche Fälle gedacht und in diesen solle eben keine Strafe verhängt werden.

Die innere Logik des Bösen ist über solche Schein-Beschränkungen längst hinweggegangen. Aber dass es möglich sein werde, Abtreibung als „Menschenrecht“ zu werten, hätte man sich damals, zur Zeit des großen, weltweiten Ausbruchs der Seuche, nicht in schlimmsten Träumen vorstellen können. Dass diese Entscheidung des Europaparlaments für die Mitgliedsstaaten der Union nicht „bindend“ ist, mag ein kleiner Trost sein, aber es ist nur ein sehr kleiner: Man wird den „Beschluss“ als Argument zitieren, sich darauf berufen und versuchen, vergessen zu machen, dass er kein bindendes Gesetz ist.


Man kann mit Sicherheit voraussagen: Die Abtreibungslobby wird sich nicht zufrieden geben, sie wird weitermachen, wobei man gar nicht genau weiß, worin ihr Endziel eigentlich besteht.

Im „Menschenrecht auf Abtreibung“ enthalten ist aber mit zwingender Logik: Wenn man einen Menschen vor der Geburt töten „darf“, ist eigentlich nicht mehr einzusehen, welcher Mensch wirklich ohne Wenn und Aber zu schützen sein sollte? Darum war ja auch die Diskussion über Euthanasie längst vorhersehbar und musste kommen: Wenn man einen Menschen, der alle Zukunft vor sich hätte, töten kann, warum nicht den Anderen, der „Alles hinter sich hat“ und die Umwelt nur noch belastet?

Die andere, furchterregende Frage lautet: Wie totalitär versteht der Staat seine Macht, wenn er sogar das Lebensrecht seiner Bürger willkürlich einschränken und aufheben kann? Gibt es für einen solchen Staat noch irgendeine ihn wirklich aufhaltende Grenze, die die Höllen-Geister der Vergangenheit „Gut ist, was der Partei nützt“ oder „die Mehrheit will es“ aufhalten könnte? Zu all dem kommt: Dem vorliegenden Bericht, mit Hilfe dessen dieses „Abtreibungsrecht“ angenommen wurde, stimmten auch Vertreter der CDU/CSU zu.

Damit wiederholt sich einmal mehr, was Vladimir Palko in seinem Buch „Die Löwen kommen“ nachgewiesen hat: Den heute weltweit gültigen lebens- und familienfeindlichen Gesetzen stimmten in großer Zahl auch scheinbar christliche Politiker zu und halfen damit mit, die Mächte des Bösen an die Macht zu bringen.

Es ist völlig klar: Das alles ist Folge der „heimtückischen und verhohlenen Ideologie des Bösen“, die der große Papst Johannes Paul II. heraufkommen sah. Ausdrücklich nannte er dabei die Tötung der Ungeborenen, die „Ehe“ und das Adoptionsrecht von Homosexuellen, die Entmündigung der Eltern, wenn es um Aufklärung und damit den Intimbereich ihrer Kinder geht, die Schaffung von „Menschenrechten“ gegen den Menschen und gegen die Familie. Die Brutalität des Vorgehens kennt bei all dem keine Grenzen. Etwa so: Man verweigert Geld jenen Entwicklungsländern, die sich weigern, Abtreibung zuzulassen.

Zu nennen sind dann die wirklich teuflischen Ziele dieser Lobby des Bösen (nach Prof. Werner Münch in der „Tagespost“ 5. März 2015):

1.Weniger Menschen auf der Welt, aber mehr sexuelles Vergnügen. Abschaffung der Vollzeitmütter und auch des Unterschiedes von Männern und Frauen.
2. Verhütung, Abtreibung und Förderung der Homosexualität.
3. Verpflichtenden Sexualkundeunterricht, der die Kinder frühsexualisiert, zugleich Abschaffung des Elternrechts auf Einspruch.
4. Quotenregelungen in allen Bereichen, Erwerbsarbeit für die Frauen.
5. Religionen, die sich weigern mitzumachen, müssen lächerlich gemacht werden.

Natürlich muss auch die Gewissensfreiheit für medizinisches Personal abgeschafft werden, was der US-Präsident Barack Obama übrigens bereits gemacht hat.

Und was heißt das alles für die Christen? Sie müssen kämpfen gegen die Ausbreitung dieses Irrsinns. Sowohl Papst Johannes Paul II. als auch Papst Benedikt haben gewarnt vor einer atheistischen Diktatur der Mehrheit, die Gott und damit die Weisheit seiner Schöpfer nicht mehr anerkennt.

Schweigen wäre Schuld.

Wir brauchen mutige Zeugen, wir brauchen Propheten und wir brauchen vor allem Gebet, Gebet und wieder Gebet, Heilige, die die Gnade herabflehen, weil mit nur unseren Kräften werden wir es nicht schaffen. Auch David siegte nicht mit seiner Schleuder, sondern nur mit der Hilfe Gottes! Vielleicht darf man sagen: Gott lenkte den Stein. Vergleichbar wie Papst Johannes Paul II. überzeugt war, dass Maria die Kugel seines Attentäters ablenkte!

kath.net-Buchtipp
Klartext III
Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR
Leicht bestellbar im kathShop, lieferbar auch durch jede Buchhandlung

Interview mit Bischof Andreas Laun: Gott wirkt in unserem Leben



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  2. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  3. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  4. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  5. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  6. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  7. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  8. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  9. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  10. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  11. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  12. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  13. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  14. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  15. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz