Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. Vertrauenskrise in der Kirche
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  7. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  8. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  13. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  14. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  15. Katholische Kita in Hessen verzichtet auf Mutter- und Vatertagsgeschenke

Darf man ein Baby töten, wenn es nur kurz leben wird?

19. Jänner 2015 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wieso ist es erlaubt, ‚vernünftig‘ oder gar ‚menschlich‘, einen Menschen zu töten, weil sein Tod in Kürze eintreten wird? Wie lange muss die vorhergesagte ‚Lebenskürze‘ sein, dass man töten darf?“ Ein kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) „Wenn keine reelle Lebenschance besteht und das Kind und die Eltern leiden, dürfen Ärzte mit einer letalen Injektion das Leben des Babys beenden“, heißt es in einer Grundsatzerklärung der niederländischen medizinischen Gesellschaft. Ich möchte denen, die jetzt denken, das ist doch „nicht ganz unvernünftig“, die Geschichte von „meiner geliebten Angelika“ erzählen, die nun schon rund 20 Jahre zurückliegt. Ich habe sie damals aufgeschrieben und auch veröffentlicht. Es war so:

Lebhaft sehe ich auch heute noch die kleine Angelika vor mir: Sie lebte nur, weil sie an Schläuchen hing, die ihr eine Arterie ersetzten, die ihr eben fehlte. Im mütterlichen Kreislauf konnte sie leben, aber jetzt außerhalb ihrer Mutter nicht mehr! Operieren unmöglich, ebenso unmöglich ein endloses Leben an Schläuchen. Ihre Eltern, die Ärzte, ich – wir alle wussten, dass dieses Kind sehr bald sterben wird. Ich taufte sie, die Eltern nahmen weinend Abschied, und wir trugen sie zu Grabe.


Szenenwechsel: Laut Meldung im ORF will eine Bäuerin abtreiben. Dem Kind fehlt ein lebensfähiges Organ und es wird kurz nach der Geburt sterben. Besser gleich abtreiben, sagen die Ärzte. Die Krankenkasse lehnt die Bezahlung des „Eingriffs“ zunächst ab, lenkt unter dem politischen und öffentlichen Druck dann aber ein und wird zahlen, jetzt und bei ähnlichen Fällen.

Ich halte dagegen: Warum? Wieso ist es erlaubt, „vernünftig“ oder gar „menschlich“, einen Menschen zu töten, weil sein Tod in Kürze eintreten wird? Wie lange muss die vorhergesagte „Lebenskürze“ sein, dass man töten darf? Oder soll? Ist das nur vor der Geburt so, nachher nicht mehr oder doch auch noch?

Zurück zu Angelika: Angelika ist in Würde gestorben, und die Eltern denken in Liebe an sie. Wie wird es der Frau gehen, die damals abtreiben wollte oder auch abgetrieben hat? In diesem Fall starb ihr Kind anders. Das „Wie“ seines Todes zu erzählen gilt als „unkorrekt“. Anders wird auch die Erinnerung sein, ganz, ganz anders.

Wie gerne würde ich dieser Frau von Angelika erzählen, die in Würde gestorben, ihren Eltern und uns allen in den Himmel voraus gegangen ist und immer einen Platz im Herzen derer haben wird, die sie liebten. Auch in meinem!

Als ich die oben zitierte Meldung aus Holland las, dachte ich sofort an „meine Angelika“, an die Zärtlichkeit und die Tränen ihrer Eltern. Und an die Trauer aller, die ihren Abschied miterlebten. Vieles, was sich in all den vergangenen Jahren meines Lebens ereignet hat, habe ich vergessen. Meine liebe Angelika nicht! Wenn ich einmal sterbe, wird sie mir entgegenkommen!

kath.net-Buchtipp
Klartext III
Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR
Leicht bestellbar im kathShop, lieferbar auch durch jede Buchhandlung


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Schottisches Parlament lehnt Gesetzentwurf zur Legalisierung des assistierten Suizids deutlich ab
  2. Kanada hat fast 100.000 Euthanasiefälle seit der Legalisierung 2016
  3. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  4. Menschenrecht auf Abtreibung?
  5. Euthanasie in Kanada: Menschen mit Behinderung haben mittlerweile Angst vor dem Gesundheitssystem
  6. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  7. Kardinal kritisiert Gesetz zu Suizidbeihilfe in der Toskana
  8. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  9. Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘
  10. Vier ehemalige Premierminister gegen das geplante Euthanasiegesetz in Großbritannien






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  3. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  4. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  5. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  6. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  7. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  12. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. Vertrauenskrise in der Kirche
  15. „Wir sollten für den Himmel leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz