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Schweizergarde: Unterschriftenaktion soll Erhalt sichern

22. Dezember 2014 in Aktuelles, 20 Lesermeinungen
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Die Aktion wurde von Garde-Sympathisanten und ehemaligen Gardisten gestartet, man fürchtet, Papst Franziskus wolle die Garde abschaffen – Die Initiative will den "Papst auffordern, ein Bekenntnis zur Garde abzugeben"


Zürich-Vatikanstadt (kath.net/KAP) Mit einer Unterschriftenaktion soll Papst Franziskus zum Erhalt der Schweizergarde ermutigt werden. Das berichtete "Radio Vatikan" am Sonntag. Die von Garde-Sympathisanten und ehemaligen Gardisten gestartete Initiative begann am Samstag. "Wir wollen den Papst auffordern, ein Bekenntnis zur Garde abzugeben", sagte der Schweizer Initiator Walter Gabriel laut Medienberichten. Die Zukunft der Garde liege den Initiatoren am Herzen, man fürchte, Papst Franziskus wolle die Garde abschaffen.

Spekulationen über eine Reform oder gar das Ende der Schweizergarde waren aufgekommen nach der Ablöse des bisherigen Kommandanten Daniel Anrig Anfang Dezember. Die Schweizergarde bewacht den Papst und seinen Palast seit 1506. Heute hat die Schutztruppe eine Sollstärke von 110 Mann und ist für den Personenschutz des Papstes sowie für die Sicherung der Eingänge des Vatikans zuständig. Die meisten Rekruten verpflichten sich heute für eine zweijährige Dienstzeit.

Der 1972 in Walenstadt im Kanton Sankt Gallen geborene und in Sargans aufgewachsene Anrig war von 1992 bis 1994 Hellebardier in der Garde. Nach einem Jura-Studium, das auch das Kirchenrecht umfasste, trat er in die Kantonalspolizei in Glarus ein, wo er zuletzt den Rang eines Kommandanten bekleidete. Im August 2008 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Nachfolger von Elmar Mäder ernannt.

Angelobung der Schweizer Gardisten - 6. Mai 2014


Copyright 2014 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 antony 23. Dezember 2014 

@ landpfarrer

Vielen Dank für die Korrektur!

Ich hatte das so verstanden: "Zu Ehren des Apostelfürsten (=Papst) Paul V. ...". Aber wo Sie es sagen ist es klar: "Apostelfürst" ist kein allgemein-päpstlicher Titel.

Wieder was gelernt und gleichzeitig mit der Inschrift am Petersdom versöhnt.


0
 
 landpfarrer 23. Dezember 2014 
 

Inschrift Peterdom

@Antoni
Die von Ihnen zitierte Inschrift an der Fassade des Petersdomes lautet wie folgt: IN HONOREM PRINCIPIS APOST PAVLVS V BVRGHESIVS ROMANVS PONT MAX AN MDCXII PONT VII.
Übersetzt heisst dies: Zu Ehren des Apostelfürsten (=Petrus) Paul V. Borghese aus Rom Papst (=Pontifex maximus) im Jahre 1612, dem 7. Jahr seines Pontifikates.
Das heisst die Kirche wurde Papst Paul V. zu Ehren des Apostels Petrus erichtet und nicht zu seiner eigenen Ehre. Zumindest ist dies der wortlaut der Inschrift. Dass auch auf den Bauherrn Ruhm fällt, ist natürlich eine andere Sache, hat aber mit der Inschrift nichts zu tun, aussser das diese den Bauherrn erwähnt.


1
 
 Adson_von_Melk 23. Dezember 2014 

Was lesen Sie da wieder, was ich nicht geschrieben habe, @Suarez

Ihr Misstrauen wird noch zu Ihrem Unglück werden. Habe ich unten nicht sogar im Gegenteil angeregt die päpstliche Leibwache aufzuwerten, indem auch Mitglieder vitalerer Ortskirchen für diesen Dienst zugelassen werden?

Ich bin keineswegs ein Feind der Tradition, mein Gefühl ist sogar recht nahe an @Baccis melanchoischen Postings. Der Verstand allerdings sagt, dass das Gros der Katholiken weltweit ganz andere und viel wichtigere Probleme hat als die textile oder sonstige Ausstattung des kirchlichen Personals.

Daher versuche ich gelegentlich, Fragen der "Tradition" - die sich (siehe @Antony) oft genug an höchstens zehn Prozent der Kirchengeschichte zurückerinnern - auf ihr natürliches Maß zurückzuführen.

(Ansonsten hätte ich mich zu dieser Gaga-Garde-Initiative gar nicht geäußert, angesichts des Tons den sie anschlägt fällt es sehr schwer, sie für voll zunehmen.)


1
 
 Suarez 23. Dezember 2014 

@Adson_von_Melk - Bevor Sie sich weiter echauffieren

Dass Ihnen an der Beseitigung aller Tradition sehr viel gelegen ist, kann man vielen Ihrer Kommentare entnehmen. Insofern erstaunt es nicht, dass Sie die Garde als völlig lapidare Einrichtung ohne jeden Wert ansehen. Ob man mit einer solchen Einstellung den anstrengenden Dienst der Gardisten würdigt, darf man schon fragen.

Mir ging es bei meiner Anmerkung zur Krise der Kirche, die ja nun faktisch gar nicht wegzudiskutieren ist, wenn man sich die Stimmen zu der Familiensynode anschaut, darum, dass diese Krisenzeichen nun überall sichtbar werden, insbesondere wo Tradition vermutet wird.

Es scheint zum progressiven Programm zu gehören, alle Tradition, mag sie auch für den Glauben selbst eine untergeordnete Bedeutung haben, zu beseitigen. Es ist der merkwürdige Hass auf alles Traditionelle, was beunruhigt.


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 antony 22. Dezember 2014 

Kontraste in Rom (persönliche Eindrücke)

Der Petersdom in seiner unglaublichen Pracht und Größe. Wie gut, dass wir eine Kirche haben, die 60.000 Menschen fasst. Und die Kunst und Architektur beeindruckt sehr.

Irritierend fand ich die Inschrift an der Fassade: "IN HONOREM PRINCIPIS APOST PAULUS V BURGHESIS...". "Soli deo gloria" fände ich persönlich passender. Aber vermutlich war die Ehre von Paul V. selbigem wichtiger. Auch in der Kirche haben sich verschiedene Kirchenfürsten ihre namentlichen Denkmäler errichtet. Mir drängte sich die Befürchtung auf, dass vieles von der Pracht v.a. der Selbstdarstellung und Machtdemonstration der Erbauer diente.

300m weiter das "Centro San Lorenzo". Eine arme, schmucklose Backsteinkirche. In all der Armut auf dem Altar der größte Schatz der Kirche: Das Allerheiligste in der Monstranz. Keine Ego-Statements vergangener Zeiten, die davon ablenken. Ein wundervoller Ort, an dem das Herz zu Gott gezogen wird. Aber auch nur Platz für ca. 200 Leute.

centrosanlorenzo.com/en/


1
 
 Adson_von_Melk 22. Dezember 2014 

@Suarez: Das Gerücht, der Papst könne eine Auflösung der Schweizer Garde erwägen

zeigt Ihnen, dass sich der GLAUBE in einer Krise befindet? Brauchen Sie Urlaub? Das müsste ein extrem angefochtener, verängstigter "Glaube" sein, dem die Existenz der Schweizergarde eine Rolle spielt.

Eigentlich ist das Thema ja nebensächlich, aber wenn wir schon ein 1000-Zeichen-Posting dafür angebrochen haben:

1.
Eine "Garde" wird es auch in Zukunft brauchen, aber sie muss nicht "Schweizer" sein. Auch junge Männer anderer Nationalität würden es sich zu Ehre anrechnen, für die pers. Sicherheit des Hl. Vaters zu sorgen.

2.
Die Genies von der obgenannten Intiative wissen gemäß dem von @Veritas2005 geposteten Link nicht, dass der erste Papst seines Namens korrekt OHNE die Ordnungszahl angesprochen wird. Ziemlich peinlich, wenn das wirklich ehemalige Gardisten wären.

Practical Joke? TrolleP Oder einfach nur komische Vögel?

3.
Auch in wichtigerem Zusammenhang immer wieder:
Der Papst ist nicht dazu da, uns in Sicherheit zu wiegen.


2
 
 antony 22. Dezember 2014 

Downgrading bei "Anmut und Würde" durch welche Päpste?

Tragen der Tiara: Paul VI.
Sänfte ("Sedia gestatoria"): Heiliger JP II.
Tiara im Wappen abgeschafft: Benedikt XVI.

Damit wird der Heilige Vater im Auftreten dem Hl. Petrus ähnlicher und byzantinischen Kaisern unähnlicher.

Ach ja, die guten alten Zeiten... Nur reichen die nostalgischen Gefühle meist nur wenige Jahrzehnte zurück - sehr selten in die Zeit vor Konstantin, als die Kirche arm, verfolgt und unglaublich vital war.

Den größten Teil der Kirchengeschichte gab es bei Päpsten keine Sänfte, keine Tiara, keine Schweizer Garde.

Aber wenn die Schweizer Garde bleibt, wird's auch seine Richtigkeit haben.


3
 
 Richelius 22. Dezember 2014 
 

@ Secundus

Sie irren sich! Beim Attentat warf sich der damalige Kommandeur der Garde schützend über den Papst. Es sind auch immer wieder Gardisten im Nahschutz des Papstes eingesetzt.
Lassen Sie Sich von den Uniformen nicht täuschen. Die Schweizergarde ist eine absolute Eliteformation und eine der besten Leibgarden der Welt! Sie aufzulösen wäre nicht nur eine Gefährdung der Person des Papstes, sondern auch der Pilger, die im Falle eines Anschlags damit rechnen müßten, als Kollateralschäden zu enden.
Die Gendarmerie könnte nicht so schnell alle Aufgaben der Garde übernehmen, zumal sie auch noch andere AUfgaben wahrnehmen muß.


2
 
 Suarez 22. Dezember 2014 

@Adson_von_Melk - Mag ja sein, das der Schwanz hier mit dem Hund wedelt

Zumindest wenn man es machtpolitisch betrachtet, dann schon.

Merkwürdig ist es aber schon, ja bedenklich, dass es immer wieder zu solchen Reaktionen kommt. Papst Franziskus scheint bei vielen Gläubigen mit seinen Aussagen mehr Verunsicherung denn die Stärkung des Glaubens zu erreichen.

Für die progressiven Kräfte, die ohnehin die Katholische Kirche lieber heute als morgen dem protestantischem Geiste folgend sehen möchten, ist das natürlich nichts Beunruhigendes.

Vor zwei Jahren wäre sicher kein Mensch auf die Idee gekommen, dass ein Papst die Schweizer Garde abschaffen könnte. Allein das es nun für möglich gehalten wird, belegt schon, dass der Glaube in einer veritablen Krise ist.


3
 
 Adson_von_Melk 22. Dezember 2014 

"Wir wollen den Papst auffordern, ein Bekenntnis zur Garde abzugeben"

sagte der Initiator der Aktion.

Und dann wedelte der Schwanz mit dem Hund.


1
 
 Antonius Bacci 22. Dezember 2014 
 

Anmut und Würde als Bestandteile kirchlicher Verkündigung

Die Kirche hat es über Jahrhunderte verstanden, in ihrem Handeln auch immer eine gewisse Grazie, Anmut und Würde auszustrahlen. Das gilt zB. für ihre Liturgie, die kunstvoll abgemessenen Perioden der lateinischen Liturgie mit ihren Rhythmen, ihre Sakralmusik, ihre Architektur, ihre Paramentik etc. Es gilt aber auch für das Papsttum, welches nicht nur den übernatürlichen, sondern auch den natürlichen Werten verpflichtet war. Man sollte auch auf diese Leistungen als Katholik stolz sein, denn sie haben die menschliche Kultur in großartiger Weise bereichert. Man denke an die großartigen römischen Barockkirchen, die das Herz des Menschen zu Gott erheben. Leider gelingt der Kirche heute nicht mehr, ihren Glauben in eine angemessene Kunstgestaltung umzusetzen, was sehr bedauerlich ist. Die Sorge um die Armen ist kein Gegensatz hierzu, sondern vielmehr sollten beide Aspekte nebeneinander stehen. Weitere kulturelle Reduktionen sind wahrlich nicht zweckdienlich.


1
 
 Antonius Bacci 22. Dezember 2014 
 

Der Atem der Jahrhunderte

Was letztlich faszinierend ist, ist gerade auch der Atem der Jahrhunderte, der in der Kirche teilweise erfahrbar ist. Die teilweise langen Kontiuitäten sind doch ein wundervolles Symbol für den ewigen, unwandelbaren Gott. Natürlich darf dies nicht zu einer Beziehungslosigkeit von Kirche und Welt führen, aber die Kirche muss sich immer ihrer besonderen Dignität bewusst sein. Und die äußert sich natürlich auch (nicht ausschließlich!) in jahrhundertealten kultischen und außerkultischen Zeremonien, in erhabenen Gewändern und Kunst, in Architektur und Musik. Die Schweizergarde ist natürlich nur ein ganz kleiner Teil all dessen, nicht einmal der bedeutendste, aber es wäre ein Verlust, sie einfach abzuschaffen. Dies scheint mir eher der Ungeist einer Zeit zu sein, die den Kontakt zu ihren geistigen und kulturellen Wurzeln weigehend verloren hat. Es wäre traurig, wenn sich hiervon auch höhere Ebenen unserer Kirche immer mehr infizieren lassen würden.


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 Antonius Bacci 22. Dezember 2014 
 

Alte Zöpfe abschneiden?

Die Schweizergarde gehört sicherlich nicht zum depositum fidei, aber ist dennoch etwas, was dem Papsttum nicht abträglich ist. Gerade solche Institutionen wie auch der Vatikan als ganzes sind sehr attraktiv und interessant. Sie sorgen für eine gewisse "Farbe" in der Kirche und üben eine gewisse Faszination aus, mögen sie nicht zum unmittelbaren "Sendungsauftrag" der Kirche gehören. Gerade die Kirche in ihrer historischen Dimension hat oft etwas anziehendes, konkretes, während ein Terminus wie "Sendungsauftrag" natürlich keineswegs falsch ist, aber doch irgendwie steril und blutleer bleibt. Die schönen vatikanischen Paläste mit ihrer teilweise so kunstvollen Innenausstattung, die vatikan. Museen mit erhebender sakraler wie nichtsakraler Kunst, die mit Händen zu greifenden Jahrhunderte sind oftmals so viel anziehender als die konkrete Pfarrgemeinde vor Ort, die sich immer ganz nah am Puls der Zeit dünkt.


1
 
 carl eugen 22. Dezember 2014 

Lieber @Secundus!

Sie haben schon recht. Natürlich wäre die Abschaffung der Schweizergarde nicht der Untergang der Kirche, dennoch wäre es sehr schmerzlich. Die Schweizergarde gehört einfach zum Vatikan. Es ist wunderbar, wenn die Garde mit ihren "Medici" Uniformen beim festlichen Segen Urbi et Orbe antreten, es ist schön wenn man den Vatikan besucht und die Garde begrüsst einen an den Eingängen. Natürlich gehört die Garde nicht zum Glaubensgut, aber sie gehört zum Vatikan, wie der Eifelturm zu Paris. Den reisst ja auch keiner ab, weil er ja im Grunde zu nichts Nütze ist.
Nein, der Heilige Vater wird die Garde nicht auflösen. Sie ist ein wundrbarer Teil des Vatikans und viele Leute würden sie vermissen und dass weiss der Papst auch. Eine Erneuerung ist absolut in Ordnung. Der Heilige Vater weiss auch um die Schönheit, die die katholische Kirche ausstrahlt und die nötig ist und ein Teil davon ist die Schweizergarde!


3
 
 Secundus 22. Dezember 2014 

Nostalgisch

Sicherlich man hat sich über die Jahrhunderte an die feierlich-schönen Uniformen der Schweizergarde gewöhnt. Es würde manches Zeremoniell ohne die Garde nüchterner wirken. Aber rechtfertigt das das Bestehenlassen? Genaugenommen ist die Garde zu einer Zeit entstanden, als das Papsttum monarchisch regierte und ein großes Territorium verteidigte, teilweise sogar Expansion betrieb (z.B. Julius II.). Heute nach dem II. Vaticanum gehört eine Armee nicht mehr zum "Sendungsauftrag der Kirche". Schon Papst Paul VI. hatte sich mit diesem Thema beschäftigt. Er hat alle Zeremonialgarden und Hofdiener weitgehend abgeschafft. Einzig die Schweizer hatte er (vorerst) belassen. Jetzt einige Päpste später, passt es zur Konsequenz von Franziskus, auch diesen alten Zopf abzuschneiden. Nur eine offen und verdeckt arbeitende Polizeieinheit braucht der Vatikan-Staat. Bei Gefahren greifen Polizisten ein und nicht die Gardisten in der histor. Uniform. So war das auch beim Attentat auf Johannes Paul II.


1
 
 antony 22. Dezember 2014 

Wo wäre das tiefere Problem?

Ich kann ja verstehen, dass das für die Gardisten ein Einschnitt wäre. Und die Burschen strahlen ja auch was sehr sympathisches aus, wenn man sie in Rom sieht.

Andererseits: Die Abschaffung der Tiara (als Insignium durch Paul VI., im Wappen durch Benedikt XVI.) war auch ein zeremonieller Einschnitt, neben manchen anderen, gerade durch die Päpste des 20. Jhdt.


3
 
 carl eugen 22. Dezember 2014 

Der Heilige Vater schafft die Schweizergarde nicht ab!

Papst Franziskus sagte selbst im letzten Interview, er wolle Erneuerung. Erneuerung bedeutet nicht Abschaffung. Z. B. überlegt er, ob Schweizergsrdisten in Zukunft heiraten dürfen. Solche Überlegungen gäbe es nicht, wenn der Heilige Vater vor hätte, die Garde abzuschaffen. Kommandant Anrigs 5jährige Dienstzeit war abgelaufen und der Papst hat die Dienstzeit Anrigs nur provisorisch verlängert. Er hatte also von Anfang an vor, einen neuen Kommandanten zu berufen, ausserdem lobte er Anrig für seine gute Arbeit und verteidigte ihn vor Unterstellungen.
Auf Radio Vatikan stand ganz klar, eine Abschaffung der Garde stand NIE zur Debatte!


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 Antonius Bacci 22. Dezember 2014 
 

Unvorstellbar ist es (leider) nicht,

aber es wäre schon ein tiefer Eingriff, die Schweizer Garde so einfach abzuschaffen. Man kennt wie immer die Hintergründe nicht, aber es wird zumindest Gerüchte bzw. Anzeichen geben, dass Papst Franziskus hierüber zumindest nachdenkt, sonst wäre eine solche Unterschriftenaktion überflüssig. Sollte er wirklich einen solchen Schritt durchführen, wäre es neben anderen Vorgängen (Franziskaner der Immaculata, Absetzung von Kard. Burke) nicht gerade etwas, was - um an eine längere Diskussion auf Kath net anzuknüpfen - die Person des Papstes "sympathischer" machen würde. Ich denke, so ehrlich darf man sein, ohne deswegen gleich in den Verdacht des "Sedisvakantismus" zu geraten.


5
 
 Esperanza 22. Dezember 2014 

Hl. Bruder Klaus

Dieser Bericht zeigt, dass einiges im Unklaren ist. Die wahren Hintergründe kommen nicht wirklich ans Licht.

Hl. Bruder Klaus, lass diesen ehrenvollen Dienst der Schweizer Garde Bestand haben, stärke die Leitenden und bestärke die Gardisten.


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 Veritas2005 22. Dezember 2014 
 

Link zur Aktion

https://secure.avaaz.org/de/petition/Papst_Franziskus_I_Legen_Sie_ein_Bekenntnis_zur_Schweizer_Garde_ab_1/?dvVtPib&pv=24


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