Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  2. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  3. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  4. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  5. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  6. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  7. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  8. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  9. VERLOGEN!
  10. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  11. Klassiker wie Homer oder Platon sollen aus US-Lehrplänen verschwinden
  12. Gender- und LGBT-Ideologie soll in Österreichs Schulen kommen
  13. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  14. Reminiscere. Der Sinn der Verklärung. Kleine Lampen des Evangeliums sein
  15. ‚Die Eucharistie ist sehr lebendig’

«Wir bitten Sie, der rezeptfreien 'Pille danach' nicht zuzustimmen»

28. November 2014 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Alexandra Linder schreibt für die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Gröhe: ‚Pille danach‘ ist oft nicht notwendig, kann frühabtreibend wirken und senkt nicht Abtreibungszahlen


Berlin (kath.net) „Wir bitten wir Sie, der rezeptfreien Vergabe der Pille danach keinesfalls zuzustimmen.“ Dies schreibt Alexandra Linder für die „Aktion Lebensrecht für Alle“ e.V. (ALfA) in ihrem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Foto). Der CDU-Politiker hatte sich lange gegen die Abschaffung der Rezeptpflicht für die hochdosierte Hormongabe ausgesprochen, nach einer Entscheidung des EU-Arzneimittelausschusses änderte er inzwischen allerdings seinen Kurs.

kath.net dokumentiert den Brief von Alexandra Linder, stellvertretende Bundesvorsitzende der ALfA e.V., an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, in voller Länge:

Sehr geehrter Herr Minister Gröhe,

als größter Lebensrechtsverband Deutschlands beschäftigen wir uns seit langem mit der Wirkungsweise und den gesundheitlichen sowie gesellschaftlichen Folgen der Pille danach. Bevor Sie die rezeptfreie Vergabe der Pille danach für Deutschland erwägen, bitten wir um Berücksichtigung folgender Tatsachen:


1. In vielen Fällen ist die Vergabe der Pille danach nicht notwendig. Der Zyklustag kann mittlerweile sehr genau bestimmt werden, allerdings nur dann, wenn dies unter ärztlicher Aufsicht geschieht. Zum Schutz der Gesundheit gerade von jungen Frauen ist daher die ärztliche Prüfung, ob diese hohe Hormongabe überhaupt angebracht ist, sehr wichtig. Leider halten sich viele Ärzte nicht daran; sie untersuchen die Frauen gar nicht, sondern stellen einfach ein Rezept aus: Das ist der Punkt, an dem in der Tat etwas geändert werden muss.

2. Die beiden Wirkstoffe Ulipristalacetat und LNG haben neben einer verhütenden auch eine frühabtreibende Wirkung, weil sie interzeptiv wirken. Die Umdefinition des Begriffes Mensch und Schwangerschaft ändert an dieser Tatsache nichts. Wenn Sie Packungsbeilagen aus anderen Ländern lesen, werden Sie feststellen, dass darin diese Wirkung eindeutig angegeben ist (die Packungsbeilagen von PiDaNa und NextChoice können wir Ihnen gerne zusenden, ebenso eine spanischsprachige Studie zur Wirkung von LNG). In Deutschland hat man diese eindeutigen Hinweise und Studien zwar zum Teil innerhalb weniger Tage gestrichen, nichtsdestoweniger steht seit Jahrzehnten in jedem Lehrbuch, dass diese Wirkstoffe diese Wirkung haben. Daher ist auch hier Vorsicht angebracht beziehungsweise muss noch sehr viel ehrliche Aufklärung erfolgen.

3. In keinem Staat, wo die Pille danach rezeptfrei vergeben wird, sind die Abtreibungszahlen wirklich gesunken, zum Teil (Großbritannien, Schweden, Niederlande, Belgien, USA) steigen sie sogar bzw. bleiben trotz sinkender Bevölkerungszahlen auf sehr hohem Niveau. Dieses Argument ist also in keiner Weise stichhaltig.

4. Zu beobachten ist in diesen Staaten auch, dass eine "Spätverhütungsmentalität" entsteht bzw. sich verstärkt, wobei die Grenze zwischen der Pille danach und der Abtreibungspille RU 486 mehr und mehr verwischt wird. Gesellschaftlich bedeutet das zum einen eine immer vernachlässigendere Sicht auf den Ursprung und Beginn des Lebens, sprich der menschlichen Person, zum anderen eine Mentalität, die Sexualität für jederzeit folgenlos machbar hält, was weder für die menschliche Person noch für die Gesundheit der Betroffenen (u.a. sexuell übertragbare Krankheiten) einen Positivfaktor darstellt.

Aus all diesen Gründen bitten wir Sie, der rezeptfreien Vergabe der Pille danach keinesfalls zuzustimmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Alexandra Maria Linder
1. Stellvertretende Bundesvorsitzende
Im Namen des Geschäftsführenden Bundesvorstandes der ALfA e.V.

Foto Bundesgesundheitsminister Gröhe © www.hermann-groehe.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Doose Rosa 29. November 2014 
 

Danke!

Hoffentlich wird der Brief von Herrn Gröhe und allen verantwortlichen Leuten beachtet!


4

0
 
 Ehrmann 28. November 2014 

Nicht zu vergessen: der Gewissensdruck

denn das schlechte Gewissen der Frauen, die wirklich oder nur "vielleicht" ein Kind getötet haben, ist nicht zu unterschätzen und kann sich in Verdrängungsversuchen durch verstärkten "Kampf um Frauenfreiheit" oder in Depressionen in späteren Jahren auswirken.


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  2. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  3. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein
  4. Eine Kathedrale in Istanbul - und eine in Nantes
  5. US-Stadt will barbusige Frauen in öffentlichen Parks erlauben
  6. „Wäre das Kinderkopftuch eine christliche Tradition, wäre es schon lange verboten“
  7. CNN-Moderator Chris Cuomo: Amerikaner "brauchen keine Hilfe von oben"
  8. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  9. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  10. Menschenwürde und Menschenrechte haben frühere Anhänger verloren








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  3. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie jetzt eine REISE nach ROM!
  4. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  5. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  6. VERLOGEN!
  7. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  8. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  9. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  10. „Ein Teenie gegen die katholische Kirche“
  11. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  12. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  13. Künftiger US-Gesundheitsminister spürt geistlichen Rückenwind zur kompletten Freigabe der Abtreibung
  14. Abt Maximilian Heim: Corona traf Stift Heiligenkreuz schwer
  15. Papst will in Rom sterben - im Amt oder emeritiert

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz