Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  11. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

Empörung über Mord an christlichem Ehepaar in Pakistan

7. November 2014 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Tauran: Er warte seit Monaten vergeblich auf islamische Proteste gegen die eskalierende religiöse Gewalt in Pakistan. Es müsse gerade im Interesse der Muslime selbst liegen, das so erzeugte Schreckensbild vom Islam zu korrigieren.


Islamabad/Vatikanstadt (kath.net/KNA) Menschenrechtler und Kirchenvertreter haben den Mordanschlag auf ein christliches Ehepaar in der pakistanischen Provinz Punjab verurteilt. Pakistanischen Medienberichten zufolge kritisierte die Menschenrechtskommission von Pakistan (HRCP), dass die örtliche Polizei nicht ausreichend für den Schutz der beiden Opfer gesorgt habe. Wegen angeblicher Koranschändung hatte eine wütende Menschenmenge den 32-jährigen Shahzad Maseeh und seine schwangere Frau Saima Bibi am Dienstag in dem Ort Kot Radha zunächst verprügelt und dann verbrannt. Die beiden hinterlassen vier Kinder.

Den Beobachtungen der Menschenrechtler zufolge sollen vier Polizisten versucht haben, das Ehepaar von der wütenden Menge zu trennen. Dabei wurden sie offenbar selbst angegriffen. Die Organisation geht davon aus, dass die Glaubenszugehörigkeit des Ehepaares bei der Tat ein entscheidender Faktor war.


Die Anschuldigung einer Koranschändung soll pakistanischen Medienberichten zufolge nach einem Streit um Geld aufgekommen sein, den die beiden mit ihrem Arbeitgeber, dem Besitzer der Ziegelfabrik, geführt hätten. Der Mann wurde mittlerweile von der Polizei in Gewahrsam genommen. Ferner wurden mindestens 60 Personen verhaftet; 39 sollen vor ein Terrorgericht kommen.

Der Päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog rief die internationale Gemeinschaft zum Protest gegen das sogenannte Blasphemiegesetz in Pakistan auf. Die Gewalt gegen Nichtmuslime habe dort eine nie gekannte Brutalität erreicht, sagte der Präsident des Rates, Kardinal Jean-Louis Tauran, am Donnerstag im Gespräch mit Radio Vatikan.

«Ich frage: Kann man angesichts solcher Verbrechen, die mit der Religion gerechtfertigt werden, passiv bleiben?», so Tauran. Ihm fehlten die Worte für eine so barbarische Tat. «Nicht einmal Tiere verhalten sich so», sagte der Kardinal. Die Täter religiöser Lynchjustiz könnten aufgrund des Blasphemiegesetzes oft mit Straffreiheit rechnen. In Pakistan seien seit Einführung des Gesetzes 1988 von Staats wegen 60 Menschen hingerichtet worden.

Tauran forderte die Vertreter des Islam zum Einschreiten auf. Seit Monaten warte er vergeblich auf islamische Proteste gegen die eskalierende religiöse Gewalt in Pakistan. Es müsse gerade im Interesse der Muslime selbst liegen, das so erzeugte Schreckensbild vom Islam in der Welt zu korrigieren.

Das Blasphemiegesetz verbietet eine Verunglimpfung islamischer Stätten, Heiliger Schriften und des Ansehens des Propheten Mohammed. Wegen missbräuchlicher Anwendungen und der Möglichkeit der Verleumdung geriet der betreffende Strafrechtsparagraf 295 wiederholt in die Kritik.

Unterdessen besuchte der Regierungschef der Provinz Punjab, Muhammad Shahbaz Sharif, die Angehörigen der Opfer. Pakistanischen Medienberichten zufolge versprach Sharif den Familien eine Entschädigungszahlung von umgerechnet rund 39.000 Euro sowie vier Hektar Land. Zudem wolle die Regierung von Punjab die hinterbliebenen vier Kinder der Opfer unterstützen.

Der Präsident des kirchlichen Hilfswerks missio München, Wolfgang Huber, betonte, spätestens jetzt müsse klar sein, dass die Situation von Christen in dem südasiatischen Land lebensbedrohlich sein könne. «Das Blasphemiegesetz widerspricht der eigentlich demokratischen Verfassung Pakistans», betonte Huber.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 duesi 7. November 2014 
 

Feinde

Ja, wir müssen als Christen auch unsere Feinde lieben. Doch wir dürfen den Mut haben, diejenigen, die uns nach dem Leben trachten und diejenigen, die dieses Morden nicht ganz klar als bekämpfenswertes Übel verurteilen, als unsere Feinde zu betrachten.


5
 
 doda 7. November 2014 

Die Seelen von Shahzad Maseeh und Saima Bibi mögen in den Händen unseres allmächtigen Gottes fallen.
Seine Hände sind gute Hände.
RIP.


10
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Wie die deutsche Bundesregierung Ihre Steuergelder verschwendet!
  4. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Cardinal Confusione
  7. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Medjugorje und Papst-Akademie laden zu ersten "Mariologischen Tagen"
  10. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  11. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  12. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  13. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  14. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  15. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz