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DBK: 'Terror im Irak muss aufgehalten werden, notfalls militärisch'

26. August 2014 in Aktuelles, 19 Lesermeinungen
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Deutsche Bischofskonferenz spricht die Schutzverantwortung zur Abwehr schlimmster und viele Menschen bedrohender Verbrechen an – DBK mahnt, dass sich Muslime nach der Ursache der beängstigenden Entwicklungen in ihrer Religionsgemeinschaft fragen


Bonn-Würzburg (kath.net/dbk) „Die überwältigende Mehrheit der friedliebenden Muslime muss sich der Frage stellen, welche Faktoren den beängstigenden Entwicklungen in der eigenen Religionsgemeinschaft zugrunde liegen. Nur auf Fehler, Versäumnisse und Schuld zu verweisen, die außerhalb der islamischen Kultur liegen, greift zu kurz.“ Dies mahnt der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz in seiner Erklärung vom 25.8.2014 zur aktuellen Situation im Mittleren Osten an. Bei seinem Treffen in Würzburg-Himmelspforten wies der Ständige Rat auf Zwangskonversionen, Vertreibung und Mord an Christen und Jesiden hin, die dadurch vor der Auslöschung stünden und stellte dann fest: „Militärische Maßnahmen, zu denen auch die Lieferung von Waffen an eine im Konflikt befindliche Gruppe gehört, dürfen niemals ein selbstverständliches und unhinterfragtes Mittel der Friedens- und Sicherheitspolitik sein. Sie können aber in bestimmten Situationen auch nicht ausgeschlossen werden, sofern keine anderen – gewaltfreien oder gewaltärmeren – Handlungsoptionen vorhanden sind, um die Ausrottung ganzer Volksgruppen und massenhafte schwerste Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die rechtliche Pflicht der Staaten, gegen Völkermord aktiv tätig zu werden, und die sogenannte ‚Schutzverantwortung‘ (responsibility to protect) zur Abwehr schlimmster, viele Menschen bedrohender Verbrechen. Diese Maßgabe entspricht den Grundsätzen der katholischen Lehre über den gerechten Frieden.“

kath.net dokumentiert die Erklärung des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz im Wortlaut:

„Der Irak, seit Jahrzehnten geschunden durch Diktatur, Krieg und Bürgerkrieg, erlebt seit einigen Monaten einen neuen Tiefpunkt seiner jüngeren Geschichte. Die Terrororganisation ISIS (seit Kurzem auch ‚Islamischer Staat‘ genannt), die schon seit einiger Zeit größere Gebiete in Syrien kontrolliert, hat in den zurückliegenden Monaten etwa ein Drittel des irakischen Staatsgebietes in ihre Gewalt gebracht und ein grenzüberschreitendes sogenanntes ‚Kalifat‘ errichtet. Die Millionenmetropole Mossul ist in ihre Hände gefallen, ebenso andere wichtige Städte. Dabei gehen die sunnitischen Dschihadisten mit ungeheurer Grausamkeit vor. Alle, die sich ihrer Version des Islam nicht unterwerfen wollen, haben zu leiden – besonders aber die religiösen Minderheiten. In der Folge von Zwangskonversionen, Vertreibung und Mord stehen die Christen und die kleine Glaubensgemeinschaft der Jesiden im Herrschaftsgebiet der Terror-Milizen vor der Auslöschung. Sie versuchen, in die autonome Kurdenregion zu fliehen, um Leib und Leben zu retten. Für die Christen bedeuten die Einnahme von Mossul und der christlichen Stadt Karakosch (das biblische Ninive) weitere Stationen des Martyriums, das mit dem Bürgerkrieg nach der Invasion des Irak (2003) begann. In den zurückliegenden Wochen hat die internationale Gemeinschaft – vor allem die Vereinigten Staaten – erfolgreich begonnen, sich dem mörderischen Treiben entgegenzustellen.


Gemeinsam mit Papst Franziskus und den Bischöfen im Irak fordern wir: Der Terror muss aufgehalten werden, und die unzähligen Vertriebenen müssen die Chance erhalten, zügig in ihre Heimat zurückzukehren. Deshalb begrüßen wir es, dass die Staatengemeinschaft in diesen Tagen intensiv über eine wirkungsvolle Bekämpfung der ISIS-Terroristen berät. In Deutschland wird vor allem über die Lieferung von Waffen an die kurdischen Kämpfer diskutiert, die sich dem Ansturm von ISIS entgegenstellen. Dazu möchten wir als Bischöfe festhalten: Militärische Maßnahmen, zu denen auch die Lieferung von Waffen an eine im Konflikt befindliche Gruppe gehört, dürfen niemals ein selbstverständliches und unhinterfragtes Mittel der Friedens- und Sicherheitspolitik sein. Sie können aber in bestimmten Situationen auch nicht ausgeschlossen werden, sofern keine anderen – gewaltfreien oder gewaltärmeren – Handlungsoptionen vorhanden sind, um die Ausrottung ganzer Volksgruppen und massenhafte schwerste Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die rechtliche Pflicht der Staaten, gegen Völkermord aktiv tätig zu werden, und die sogenannte ‚Schutzverantwortung‘ (responsibility to protect) zur Abwehr schlimmster, viele Menschen bedrohender Verbrechen. Diese Maßgabe entspricht den Grundsätzen der katholischen Lehre über den gerechten Frieden.

Die Lage im Orient wirft für viele in unserer Gesellschaft die Frage nach der Rolle des Islam auf. Besonders verstörend wirkt es, dass Hunderte Muslime, die in Europa gelebt haben, sich dem Kampf von ISIS und anderen militanten oder terroristischen Organisationen angeschlossen haben. Die deutschen Bischöfe stellen sich auch weiterhin all jenen entgegen, die das Feindbild eines seinem Wesen nach gewalttätigen Islam propagieren. Islam und ISIS sind nicht dasselbe. Vielmehr tobt in der muslimischen Welt selbst ein hitziger, manchmal erbarmungsloser und mörderischer Kampf um das rechte Verständnis der eigenen Religion und zu Recht wird immer wieder auf die große Zahl der Muslime hingewiesen, die Opfer dieses Konflikts werden. Hier sind die muslimischen Religions- sowie Staatsführer in besonderer Weise gefordert, Position zu beziehen. Dennoch: Die überwältigende Mehrheit der friedliebenden Muslime muss sich der Frage stellen, welche Faktoren den beängstigenden Entwicklungen in der eigenen Religionsgemeinschaft zugrunde liegen. Nur auf Fehler, Versäumnisse und Schuld zu verweisen, die außerhalb der islamischen Kultur liegen, greift zu kurz.

Die Opfer der Katastrophen im Mittleren Osten brauchen unmittelbare humanitäre Unterstützung. Dies ist nicht nur eine Aufgabe der Staaten. Alle können zur Hilfe beitragen, dazu gehört auch die Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen. Wir danken allen, die bereits auf vielerlei Weise helfen und bitten die Menschen in Deutschland, gleich welcher Religion oder Weltanschauung sie anhängen, das Los der Bedrängten durch ihre Spende zu erleichtern. Caritas international, das auf Not- und Katastrophenhilfe spezialisierte Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, sorgt gemeinsam mit den Partnern vor Ort für eine wirksame Unterstützung der Notleidenden.

Wir rufen die Gläubigen zum nicht nachlassenden Gebet für die Menschen im Mittleren Osten auf. Es gilt den verfolgten und bedrängten christlichen Glaubensgeschwistern, aber auch allen anderen Opfern von Willkür und Gewalt. Möge der allmächtige und barmherzige Gott in jener Weltgegend Wege des Friedens weisen, die durch die biblische Geschichte besonders ausgezeichnet ist und in der auch der Islam seinen Ursprung hat!“

Video aus dem Nordirak: EU-Politiker filmt dramatischen Hilfsflug für Jesiden



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Lesermeinungen

 Gandalf 26. August 2014 

Kurden und Christen

Einige scheinen bei dem Thema irgendwie nicht am lfd. zu sein. Zumindest die kath.net-Artikel darüber könnte man ja lesen ;-) Die Kurden haben vor einigen Tagen angekündigt, dass sie Christen schützen wollen. Daher sind das mal unsere Verbündeten und Kurden brauchen Waffen.

www.kath.net/news/46863


3
 
 punctum 26. August 2014 

Kurdenstaat - warum nicht?

Sollte es den Kurden wirklich gelingen (mit US-amerikan. Hilfe), die IS-Terroristen vom Staatsgebiet des Irak zu vertreiben, dann stünde Bagdad tief in der Schuld bei den Kurden. Schon jetzt kann man ja sagen, dass die Kurden Bagdad den Ar*** gerettet haben, als die irakische Armee ihr Heil in der ungeordneten Flucht gesucht hat.
Wo steht das geschrieben, dass es für alle Ewigkeit keinen kurdischen Staat geben dürfe?


4
 
 Paddel 26. August 2014 

Geld

Die ISIS hat Geld, viel Geld. Sie hat Kämpfer, viele Kämpfer. Sie hat Waffen, viele Waffen.
Sie verkaufen Öl, viel Öl.
Sie haben eine gute Infrastruktur, den ISISkonformen Menschen geht es gut, z.T sehr gut.
Solange die ISIS ihr Öl verkaufen kann, die Infrastruktur funktioniert und sie weiterhin massenhaft Soldaten rekrutieren kann wird der Terror nicht aufhören.
Gewiss, deswegen muss getan werden, was getan werden kann, aber die rein menschlichen Möglichkeiten für sich allein können hier niemals ausreichen. Waffenlieferungen, politische und wirtschaftliche Maßnahmen sind menschliche Möglichkeiten den Terror zu bekämpfen, aber die göttlichen müssen hier zum Erfolg verhelfen. Deshalb ist das Gebet und das Fasten am wirksamsten.


6
 
 stri 26. August 2014 
 

Gebet für die Muslime

Selbstkritik ist im Islam nicht vorgesehen. Das liegt im Koran selbst und dem Umgang Mohammeds mit seinen Kritikern. Wenn man sich nur so mit dem Islam und seiner Gewalt beschäftigt kann es passieren, dass man wütend und verbittert wird - zumal er sich auch in Europa ausbreitet. Auch mit taqyya. Wir müssen, möglichst konfessionsübergreifend, anfangen für die Erettung der Muslime zu beten. Gott schenkt Muslimen Träume und Visionen - das kann jeder selbst nachforschen. Alle Christen müssen verstärkt für Muslime beten, dass sie Jesus finden. Und neben humanttärer Hilfe müssen auch Traktate und Bibeln in den nahen Osten gebracht werden. Die Kirche ist dafür da das Evangelium zu verkünden und auch humanitäre Hilfe zu leisten. Möglicherweise können ja verstärkt Gebetsaufrufe zur Erettung von Muslimen über christliche Plattformen getätigt werden.


6
 
 punctum 26. August 2014 

Selbstkritik von Muslimen?

Zitat DBK: „Die überwältigende Mehrheit der friedliebenden Muslime muss sich der Frage stellen, welche Faktoren den beängstigenden Entwicklungen in der eigenen Religionsgemeinschaft zugrunde liegen. Nur auf Fehler, Versäumnisse und Schuld zu verweisen, die außerhalb der islamischen Kultur liegen, greift zu kurz.“
.
Ehrliche und schonungslose Selbstkritik von Muslimen fordern? Eher flösse der Rhein stromaufwärts ...


8
 
 Nordlicht3 26. August 2014 
 

Sicherheitszone, wie denn?

Die Idee eine Sicherheitszone zu schaffen ist lobenswert, aber wie soll es denn aussehen? ISIS hat ca. ein Drittel des Irak unter Kontrolle, also müsste man dieses Land besetzen. Weiterhin werden ja nicht nur Christen und Jesiden Opfer der Verfolgung durch ISIS, sondern auch Schiiten. Auf der anderen Seite werden Sunniten durch Schiiten angegriffen, erst vor kurze gab es bei einem Angriff auf eine Moschee 70 Tote Sunniten. Um also alle im Irak zu schützen, müsste man wohl wieder das ganze land besetzen. Die USA haben es mit weit über 300.000 Soldaten versucht, als Ergebnis sind bis zu 600.000 Zivilisten umgekommen und der Bürgerkrieg ist immer schlimmer geworden... Wenn man jetzt mit 1.000.000 Soldaten einmarschiert, wird es kaum besser werden. Ich habe leider auch keine bessere Idee...


4
 
 Leonid 26. August 2014 
 

@lieber Gandalf

Was Sie schreiben ist logisch, wer will schon Bodentruppen hinschicken. Dafür aber lieber einen Stellvertreterkrieg führen? Ist das nicht irgendwie feige. Es geht darum unsere Christengeschwister zu retten und wir lassen andere für uns kämpfen. Welches Interesse sollten Kurden am Schutz der Christen haben. Wenn es um Geopolitik geht, hat keiner nie bedenken Bodentruppen zu schicken, weil kriegstechnisch ohne Bodentruppen auf Dauer nichts erreicht werden kann. Jetzt wo wir mal aus Nächstenliebe verpflichtet wären zu riskieren das Leben für unsere Bruder niederzulegen, ist die westliche Welt auf einmal um das Leben der Soldaten besorgt: Heuchelei ist das und sonst nichts und im Hintergrund läuft eine ganz andere Agenda!


3
 
 Leonid 26. August 2014 
 

Einsatz militärischer Gewalt

Wir haben in im Irak die Situation, dass das Recht auf Selbstverteidigung gilt und zwar in erster Linie für die Christen und Jesiden. Da sich diese nicht selbst verteidigen können, muss man ihnen zu Seite stehen und zwar mit: 1.) Gebet und Fasten - a) in Deutschland habe ich von der DBK noch nichts vernommen b) vielleicht könnte auch Franziskus nochmals eine Gebets- und Fastenaktion ausrufen wie beim Syrienkonflikt. 2) Zur Seite stehen heißt nicht Stellvertreterkrieg führen oder die ISIS wegbombardieren, sondern eine Sicherheitszone für die Verfolgten mit kampffähigen Blauhelmen zu schaffen. Diese Sicherheitszone hätte schon lange einrichtet werden können, wenn man wollte. Aber das ist wie üblich alles nur eine riesige Heuchele und am Schluß ist es wie bei Monopoly: Es gewinnt die Bank.


2
 
 Marienzweig 26. August 2014 

Beistand und Hilfe

Wenn Jesus sagt:
„Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin …“
so ist das eine Aufforderung an mich.
Ich kann aber nicht verlangen, dass sich der andere danach richtet.
Wenn sich also Menschen in Gefahr befinden, bin ich zur Hilfe berufen.

Dass es riskant sein kann, Waffen zu liefern, weil man nicht wissen kann, was anschließend mit ihnen geschieht, sollte man natürlich nicht unter den Tisch kehren.
Es ist und bleibt ein Dilemma!


2
 
 Tamburinus 26. August 2014 

@Gandalf: KKK Nr. 2309:

"Die Bedingungen, unter denen es einem Volk gestattet ist, sich in Notwehr militärisch zu verteidigen, sind genau einzuhalten. Eine solche Entscheidung ist so schwerwiegend, daß sie nur unter den folgenden strengen Bedingungen, die gleichzeitig gegeben sein müssen, sittlich vertretbar ist:

- Der Schaden, der der Nation oder der Völkergemeinschaft durch den Angreifer zugefügt wird, muß sicher feststehen, schwerwiegend und von Dauer sein.

- Alle anderen Mittel, dem Schaden ein Ende zu machen, müssen sich als undurchführbar oder wirkungslos erwiesen haben.

- Es muß ernsthafte Aussicht auf Erfolg bestehen.

- Der Gebrauch von Waffen darf nicht Schäden und Wirren mit sich bringen, die schlimmer sind als das zu beseitigende Übel. Beim Urteil darüber, ob diese Bedingung erfüllt ist, ist sorgfältig auf die gewaltige Zerstörungskraft der modernen Waffen zu achten.

Dies sind die herkömmlichen Elemente, die in der sogenannten Lehre vom „gerechten Krieg" angeführt werden. ..."


2
 
 Nordlicht3 26. August 2014 
 

Kurden

die Kurden kämpfen seit langer Zeit für einen eigenen Staat. Wenn man ihnen nun Waffen liefert, werden sie mit diesen Waffen erst gegen ISIS, dann gegen Bagdad und dann gegen die Türkei kämpfen. Dann haben wir den NATO Fall und werden wieder gegen unsere eigenen Waffen kämpfen. Deutschland hat schon für viele Milliarden Waffen in den Irak geliefert, ein Großteil dieser Waffen befindet sich jetzt im Besitz der ISIS


6
 
 Gandalf 26. August 2014 

@alois

So ein Humbug! Selbstverteidigung ist ein Grundrecht. Jesus hat nicht generell von allen verlangt, dass sich alle kreuzigen oder abschlachten lassen müssen. Wer den Menschen dort Waffen zur Selbstverteidigung verweigert, der sollte dann selber hinreisen und sich bitte in die Erste Reihe stellen und mitabschlachten lassen. Alles andere ist Schreibtischgeschwätz und sicherlich nicht mit der christlichen Ethik zu begründen. Das Recht auf Selbstverteidigung ist ein Menschenrecht und ich würde ebenfalls zur Waffe greifen, falls jmd. meine Familie angreifen sollte!


11
 
 Gandalf 26. August 2014 

Kurden

Die Kurdenregion ist derzeit der einzige stabile Faktor in der Gegend und die Kurden haben gezeigt, dass sie auch nichts gegen Christen und andere Minderheiten haben, ganz im Gegenteil. Daher ist es sehr logisch, die Kurden mit Waffen auszustatten. Denn welches Land der Welt möchte denn ernsthaft hier jetzt Bodentruppen schicken? Niemand. Daher muss man Verbündete in der Gegend unterstützen und das sind nun mal die Kurden.


11
 
 Dismas 26. August 2014 

@alois26

Ich habe da kein Problem mit einem "Kreuzzug". Es geht um Verteidigung wehrloser Überfallener. Ich kann nur für mich selbst entscheiden, mit offenen Armen auf die Mörder zuzugehen, aber nicht für andere. Allerdings habe ich mit Waffenlieferungen an Kurden (Moslems) ein sehr großes Problem, was wird weiter mit diesen Waffen geschehen, die werden sie nicht mehr abliefern? Wenn, dann mit westl.Truppen eingreifen oder die christlichen Milizen hier einbinden.


5
 
 alois26 26. August 2014 
 

keinen Kreuzzug mehr !

auch wenn einer Gegengewalt anwendet hat Jesus nicht verstanden.


2
 
 stri 26. August 2014 
 

überwiegend friedliche Mehrheit

Dazu eine kleine Episode eines Bekannten:
Er ist entschiedener Christ und sein guter Freund Moslem. Wegen des Terrors haben sie sich über ihre Religionen unterhalten. Der muslimische Freund kannte nicht das Prinzip, dass jüngere (oft gewaltsame) Verse den Vorrang zu älteren Versen im Koran haben. Er kannte auch nicht die Frühgeschichte des Islams und Begebenheiten aus Mohammeds Leben. Das erzeugte Fragen über die eigene Religion und weckte das Interesse an Jesus. Mit Staunen stellte er die Andersartigkeit und LIEBE Jesu fest und wollte mehr über "Isa" erfahren. Das neue Testament (Gideonbibel) nahm er freudig mit und stellt gravierende Unterschiede zum Islam fest. Er wird nicht gedrängt den Islam zu verlassen sondern es werden in Liebe seine Fragen beantwortet, was ihn mehr zu Jesus bringt.Die beiden sind immer noch Freunde - sogar noch bessere als vorher. Mal sehen wie es weitergeht. Ein Vorbild für uns alle ist es allemal. Muslime brauchen Jesus!


16
 
 Gipsy 26. August 2014 

Menschen zu helfen bedeutet auch, den Menschen Gelegenheit zu geben,sich selbst helfen zu können. Wenn ich einem tollwütigen Hund gegenüberstehe, dann reicht vielleicht ein Leckerlie um ihn mir vom Leibe zu halten und wenn nicht, dann wäre ich froh, wenn mein Nachbar mir ein entsprechendes Mittel(Waffe) rüberwerfen würde, damit ich nicht zerfleicht werde.

Es tut vielleicht wohl, in friedlicher Wohnzimmerathmosphäre darüber zu debattieren, wie man friedlich und ohne die Gewissensnot einer Waffenlieferung, die Zeit verstreichen lässt und sich damit unwissentlich die Schuld einer geeigneten Hilfsverweigerung auf die Schultern lädt.
Zuschauen und abwarten , das reicht nicht mehr aus, es sind schon viel zu viele Opfer zu beklagen und die klagen an.

Viele unserer Kinder gehen jetzt in die Schule...und die Kinder der Christen und Jesiden im Irak und Syrien ?


13
 
 Gandalf 26. August 2014 

Themenverfehlung!

@Tamburinus: Das ist eine glatte Themenverfehlung. Hier geht es nicht um Krieg sondern um Selbstverteidigung. Das ist ein Grundrecht des Menschen, auch die Kirche hat das immer verteidigt. Bitte KKK lesen. Und wenn Menschen angegriffen werden, dann dürfen sich diese verteidigen. Diesen Menschen Waffen zu liefern, ist völlig legitim. Denn mit Kochlöffeln und Gabeln wird man nicht sich gegen Terrorgruppen gegen Isis verteidigen können. Pax Christi ua, die quasi diese Menschen kein Recht auf Selbstverteidigung zugestehen möchten, stehen außerhalb der Lehre der Kirche und müssen sich überhaupt den Vorwurf gefallen lassen, hier zumindest argumentativ über Leichen zu gehen.


11
 
 Tamburinus 26. August 2014 

II. Vatikan. Konzil, Gaudium et spes Nr. 82: Die absolute Ächtung des Krieges

"Es ist also deutlich, daß wir mit all unseren Kräften jene Zeit vorbereiten müssen, in der auf der Basis einer Übereinkunft zwischen allen Nationen jeglicher Krieg absolut geächtet werden kann....Täuschen wir uns nicht durch eine falsche Hoffnung! Wenn Feindschaft und Haß nicht aufgegeben werden, wenn es nicht zum Abschluß fester und ehrenhafter Verträge kommt, die für die Zukunft einen allgemeinen Frieden sichern, dann geht die Menschheit, die jetzt schon in Gefahr schwebt, trotz all ihrer bewundernswürdigen Wissenschaft jener dunklen Stunde entgegen, wo sie keinen andern Frieden mehr spürt als die schaurige Ruhe des Todes.

Aber während die Kirche Christi mitten in den Ängsten dieser Zeit lebt und diese Worte ausspricht, hört sie nicht auf, zuversichtlich zu hoffen. Unserer Zeit will sie immer wieder - gelegen oder ungelegen - die apostolische Botschaft verkünden: "Seht, jetzt ist die Zeit der Gnade" zur Bekehrung der Herzen; "jetzt ist der Tag des Heils" (5)."


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