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Bischof Fürst über ISIS-Terror: 'Barbarei unvorstellbaren Ausmaßes'

9. August 2014 in Aktuelles, 34 Lesermeinungen
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Rottenburger Bischof Fürst begrüßte den Hilfs- und Militäreinsatz der USA in der autonomen Provinz Kurdistan mit ihrer Hauptstadt Erbil ausdrücklich.


Rottenburg/Erbil (kath.net/drs) Als „Barbarei unvorstellbaren Ausmaßes“ hat Bischof Gebhard Fürst die systematische Verfolgung, Vertreibung und die Tötungen von Menschen im Nordirak durch die fundamental-islamistischen IS-Terrortruppen bezeichnet. Der Rottenburger Bischof sagte am Samstag weitere 100.000 Euro Hilfe aus einem Nothilfefonds zu, die direkt an den chaldäisch-katholischen Erzbischof der kurdischen Diözese Erbil, Baschar Warda, fließen. Bereits vor zwei Wochen versprach Bischof Fürst Caritas international 50.000 Euro für Flüchtlingshilfe im Irak.

Der Bischof forderte rasche Hilfsmaßnahmen durch die Weltgemeinschaft und deren entschlossenes Eingreifen. „Es bleibt nicht mehr viel Zeit“, sagte er. Den Hilfs- und Militäreinsatz der USA wie auch zuletzt die Hilfsflüge Großbritanniens in der autonomen Provinz Kurdistan mit ihrer Hauptstadt Erbil begrüßte Bischof Fürst ausdrücklich. Ohne Hilfe von außen könne die Regierung der autonomen Provinz sich nicht des drohenden Ansturms der IS-Truppen erwehren, sagte der Bischof. Es gelte, diese Provinz zu stärken, die einen enormen Zustrom von Flüchtlingen zu verkraften hat. Umgehend müsse zudem den Zehntausenden Yeziden geholfen werden, die aus ihren Wohnorten vertrieben wurden und Hals über Kopf ohne Lebensmittel und Schutz ins Gebirge fliehen mussten. Mit der gewaltsamen Vertreibung drohe in der Region das Ende einer Jahrtausende alten religiösen und kulturellen Vielfalt.


„Es bahnt sich eine humanitäre Katastrophe biblischen Ausmaßes an, wir dürfen dabei nicht zusehen“, so der Bischof in Solidarität mit dem Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche in Bagdad, Raphael Louis Sako. Die Zahl der Flüchtlinge gehe in die Hunderttausende. Todesfälle in hoher Zahl seien zu erwarten, falls keine massive und nachhaltige Hilfe eintrifft. Es drohe eine Massenvernichtung. Besonders die Deutschen wüssten aus ihrer Geschichte, was Völkermord bedeutet und dass entschlossen alles Erdenkliche getan werden muss, ihn zu verhindern.

Mit Blick auf die vor dem IS-Terror nach Europa flüchtenden Menschen rief Bischof Fürst zu Großherzigkeit auf. Es sei zu befürchten, dass die in Europa und damit auch in Deutschland ankommenden Menschen auf lange Sicht nicht mehr in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren können. „Wir sind als Christen aufgerufen, ihnen Schutz und neue Heimat zu bieten.“ Die Vertreter der muslimischen Welt bat Bischof Fürst eindringlich, im Namen ihrer Religion eindeutig Position zu beziehen gegen islamistischen Terror. Er dankte zudem für alle bereits in diesem Sinn formulierten Äußerungen von Islamverbänden in den vergangenen Tagen.

ZDF heute - Christen auf der Flucht


CNN: ISIS köpft christliche Kinder, sagt Mark Arabo, Sprecher der Chaldäer in den USA, im Interview (engl.)



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Lesermeinungen

 Bentheim 11. August 2014 
 

Cara soror FmC, kleiner Nachtrag:

Auf der Homepage des Bistums Passau können Sie Predigten des B.Oster nachlesen.


0
 
 Bentheim 11. August 2014 
 

Cara soror Flos de monte Carmelo (II)

dungen zu treffen und erst recht keine Vorverurteilungen vorzunehmen. Auch nicht dann, wenn sie zu Opponenten der Kirche werden und eine eigene Glaubenslehre entwickeln wollen, was oft nichts anderes bedeutet als zu relativieren. So etwas zieht aber heute leider, es wird als en vogue bezeichnet. Man ist nun up to date. Man ist "modern". Die Kirche muss "kompromissbereit"(!) werden. Usw.
Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Quod Deus bene vertat!


1
 
 Bentheim 11. August 2014 
 

Cara soror Flos de monte Carmelo

Was uns bei den Themen, die wir hier ansprechen, nicht verloren gehen darf, ist die Tugend der Hoffnung. Es ist aber nicht nur die Gleichgültigkeit gegenüber dem Terror, der uns täglich durch die Medien vorgeführt wird und auf den Sie in sprach- und ausdrucksgewandter Art eindringlich hinweisen. Auch die Gleichgültigkeit im heimischen Bereich darf nicht unsere Hoffnung aufzehren. Da gibt es Menschen, die den KKK besitzen, auch darin lesen, aber keineswegs danach leben. Das Fatale ist, es wird ihnen gar nicht die Differenz zwischen der Glaubenslehre und ihrer Glaubenspraxis bewusst. Macht man darauf aufmerksam, erscheint man plötzlich als ein Fremdling aus einer anderen Welt.
Das bekannte Gleichnis vom „verirrten Schaf“ hat sich umgekehrt: 99 verirrte und ggf. eines, das dem Hirten stets folgt. Diese 99 als „verloren“ aufzugeben, kann trotz der hohen Zahl nicht unsere Absicht sein. Was Gott mit Davonlaufenden vorhat, können wir nicht wissen. Folglich haben wir keinerlei Vorentschei-


1
 
 Karmelblume 11. August 2014 
 

Liebe/r Bentheim (III)

Aber wie gesagt, es gibt einzelne Bischöfe, die dieses Amt so gestalten, dass man von ihnen sagen kann, das sind echte Hirten. Allerdings müsste ein echter Ruck durch unser Episkopat u. die gesamte Kirche gehen, ein echtes Feuerwerk des Hl. Geistes, damit unsere Hirten erkennen u. umkehren u. wieder wahre Hirten werden u. nicht die Ersten sind, die bei Gefahr stiften gehen u. die Herde in der Weite der Welt, ohne Schutz u. Orientierung zurücklassen. Dies können wir, so banal es klingen mag, tatsächl. einzig von Gott erflehen u. durch das eigene Opfer erbitten. Dazu braucht es unsere je eigene tägliche Umkehr, Treue u. Gehorsam u. den Willen, die täglichen Aufgaben, an dem Ort, wo Gott uns hingestellt hat, mit ganzer Hingabe zu erfüllen. Mutig u. tapfer tägl Zeugen f. Christus u. den Glauben an den Herrn sein u. Ihn u. Seine Liebe durch unser Leben, unser Tun zu den Menschen bringen u. ebenso unsere Stimme gg. bestehendes Unrecht erheben. All das dürfte unseren Alltag zur Genüge füllen.


2
 
 Karmelblume 11. August 2014 
 

Liebe/r Bentheim (II)

Was ich meine: Solange Kirchenleitungen um Kirchensteuer- u. Austrittszahlen u. somit letztlich um sich selbst kreisen u. das Jammern nicht aufhören u. eben nicht mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten den Glauben verkündigen u. sich um das Heil der ihnen anvertrauten Menschen kümmern, wird die Kirche weiter an Format, an Glaubenswissen, an Glaubenspraxis und somit Glaubenszeugnis und zudem weitere Gläubige und letztlich jegliche Strahlkraft verlieren. Es sind nicht allein die Bischöfe, nein, aber an ihnen ist es, die Richtung vorzugeben, eben Hirten zu sein, die ihre Herden sicher auf gute Weiden führen und vor Gefahren schützen und auch Ausreißer wieder zur Herde zurückholen.
Aber auch ist es an ihnen, ihre Stimme zu erheben, wenn der Leib Christi auf so bestialische Weise wie derzeit im Nahen Osten massakriert wird, aber genauso angesichts der ca. 1000 ungeborenen Kinder, die in Dt. täglich durch Abtreibung getötet werden.


3
 
 Karmelblume 11. August 2014 
 

Liebe/r Bentheim,

ja, das sehe ich im Wesentlichen wie Sie und wir dürfen immer Hoffnung haben! Viele unserer Bischöfe geben sich Mühe, aber doch sind es (noch) nur einzelne, die es wagen, ehrlich, offen und ohne Furcht auf die Gläubigen und die heutigen Schwierigkeiten zuzugehen, aber ohne die Lehre der Kirche zu relativieren. Sie erwähnten B. Oster, er macht tatsächlich sehr viel Freude und ist ein echter Hoffnungsschimmer. Bischöfen dieser Art hört man auch wieder zu, weil sie wirklich etwas sagen und eben nicht nur viel und schön reden. Aus diesem Mann sprechen die Freude am Glauben und die Freude, den Glauben und den Herrn zu den Menschen bringen zu können. Ich beobachte zudem, dass sich vor allem einige Weihbischöfe kraftvoll und klar in der Verkündigung einsetzen und auch keine unbequemen Themen oder Veranstaltungen scheuen.


3
 
 Der Nürnberger 10. August 2014 

Zum Verständnis 2

...Schon gar nicht das eigene, in diesem Fall deutsche, Staats- oder Regierungsoberhaupt. In der heutigen Zeit bemüht man das Wort "Diplomatie". Bevor wir also von unseren Bischöfen öffentliche Bekundungen, bzw. wie gefordert, eindeutige Stellungnahmen, hören, finden schon längst Gespräche im Hintergrund statt. Denn auch eine öffentlich heute zugesagte Finanzhilfe ist nicht morgen früh schon dort, wo sie hin soll. Es ist richtig, daß sich, wie im Falle der IS, die Zeichen schon vor den Massakern gezeigt haben. Dies wurde ja auch von einzelnen Kirchenvertretern geäußert. Es ist auch unseren Staatspolitikern nicht egal, was im Nahen und Mittleren Osten geschieht. Eine öffentliche Äußerung sollte so abgefaßt sein, daß sie nicht gerade "Öl ins Feuer" gießt. Ich bitte euch alle um etwas Verständnis, wenn es uns Bürgern manchmal lange vorkommt, bis Statements kommen.


0
 
 Der Nürnberger 10. August 2014 

Zum Verständnis 1

Nun habe ich, besonders in diesem Thread, schon oft hier gelesen, "die Bischöfe", "die DBK", würden sich nicht öffentlich äußern. Dazu lassen Sie uns etwas in die Geschichte der Kirche blicken. Die Bischöfe unserer Mutter Kirche waren es zumindest bis zum zweiten Vatikanischen Konzil eher selten gewohnt, öffentliche Bekundungen zu insbesondere politischen Themen zu äußern. Warum? Sie hatten während der Säkularisation nicht gerade einen "Maulkorb" verpaßt bekommen, aber man deutete ihnen schon an, sich aus der staatlichen Politik, zumindest öffentlich, möglichst herauszuhalten. Dies war mitunter auch mit weiteren Enteignungsdrohungen verbunden. Was wohl ist der eigentliche Sinn, daß ein deutscher Bischof heute noch! einen Treueeid auf die jeweilige Landesverfassung schwören muß? Da geht es nicht in erster Linie ums Geld, sondern ums "Ruhighalten", ums "nicht aufwiegeln." Sollte sich also einer unserer lieben Bischöfe "aufraffen", möge er es so tun, daß sich niemand angegriffen fühlt...


1
 
 Greta G. 10. August 2014 
 

@Lämmchen:

Ich bitte um Entschuldigung. Selbstverständlich konnten Sie eindeutig keine Afrikanerin entdecken, da Bischof Fürst nur Afrikaner begrüßt hat.
Anfänglich hatten Sie übrigens geschrieben:
"... auf den Bildern waren eindeutig nur Muslime zu sehen, die er mit einer Feier begrüßt hat."
Woran haben Sie das erkannt? "Eindeutig nur Muslime"?


1
 
 Bentheim 10. August 2014 
 

Cara soror Karmelblume! (II)

nicht auf. Auf die DBK kann man nach allen bisherigen Erfahrungen leider keine große Hoffnung gründen. Blöcke sind heute eher unbeweglich, die Initiativen Einzelner mutig. Vielleicht gehört ihnen die Zukunft? Was denken Sie?


1
 
 Bentheim 10. August 2014 
 

Cara soror Karmelblume! (I)

Stimme mit Ihnen vollkommen überein, was die episcopi unseres Landes angeht. Warum wählten sie einen Vorsitzenden, der durch seine hohen Aufgaben in Rom gebunden ist und wahrscheinlich häufiger dort als hier sein wird?
Ich setze, was den Einsatz betrifft, auf B.Oster und EB. Woelki. B.Wiesemann ist ein guter Jugendseelsorger, aber darüber hinaus? B.Mussinghoff gibt sich viel Mühe mit seinen Diözesanen, aber darüber hinaus? Dasselbe gilt für B.Ackermann und B.Bode u.a.. Korrigieren Sie bitte, wenn Sie meinen, etwas stimme nicht. Ich setze weiterhin auf WB. Schwaderlapp. Über Domradio.de kann man ihn gelegentlich erleben.
Aber warum die DBK so wenig aktiv ist, ist außerordentlich schwierig zu ergründen. Über Facebook sprach jüngst, wie Sie hier sicher gesehen haben, B.Oster zum Aidsproblem. Das war die Methode des Alleinganges, an die man bisher nicht zu glauben wagte. Mögen derer noch manche auch von seiten der anderen folgen. Das wäre ein Ansatz. Ich gebe in diesem Punkt die Hoffnung


3
 
 Catherine 10. August 2014 
 

Jesiden

Natürlich muß man diese Menschen vor Tod und Verfolgung schützen.
Wir haben viele dieser Sektierer in unserem Land, die aber unsere westlichen Werte verachten. Bitte mal googeln, auch ein 13-jähriges Mädchen wurde bei uns ermordet, weil es freier leben wollte.


0
 
 Lämmchen 10. August 2014 
 

Korrektur

ich habe geschrieben KEINE Schwarzafrikanerin.... und ja, ich weiß, wie man in Afrika (bei Musiliminnen und nicht Musliminnen) das Kopftuch bindet und auch, wie es in Syrien und anderen arabischen Ländern gebunden wird, war lange genug in diesen Ländern unterwegs.
Übrigens hatte die Homepage der Diözese selbst geschrieben, dass in Weingarten auch Flüchtlinge aus Pakistan untergebracht worden seien udn nicht nur aus Gambia, Eritera etc.....
Dass da dann Bilder falsch zugeordnet waren, da kann ich dann wohl nichts dafür, oder?


4
 
 Karmelblume 10. August 2014 
 

Fortsetzung

Nein, wir dürfen - bei aller Nachsicht - unsere Bischöfe nicht auch noch selbst aus der Verantwortung entlassen, die sie selbst schon oft genug scheuen, sondern sie immer wieder auch daran erinnern und ermutigen, die ihnen übertragenen Aufgaben, für deren Ausführung sie durch die Weihe auch mit entsprechenden geistlichen Gaben ausgestattet wurden, anzunehmen und zu erfüllen, und vor allem dürfen wir für sie beten - das ist unsere wichtigste Aufgabe!


3
 
 Karmelblume 10. August 2014 
 

Liebe Greta G.,

meine Kritik richtet sich, so schrieb ich deutlich, an jene, die sich bisher dazu nicht eindeutig positioniert haben. Über die Wortmeldung von B. Fürst bin ich sehr erfreut. Dennoch erachte ich es als wichtig, dass eine Benennung dieser Vergehen, also der Gebrauch des entsprech. Vokabulars unumgänglich ist, denn nur so ist es möglich, eine eindeutige Position rechtzeitig einzunehmen u. sichtbar zu machen. Wohl noch nie wurde durch Sprache so viel Manipulation betrieben wie heute, daher ist es wichtiger denn je, klar u. unmissverständl. zu sprechen. Leider, u. das ist wohl ein gesamtgesellsch. Phänomen, traut sich heute nicht mehr jeder wirkl. eindeutig (ohne Hintertür) klare Positionen einzunehmen u. es wird gern mit umschreibenden Formulierungen gearbeitet. Nicht nur i.d. Politik, sondern auch i.d. Kirche hat sich solche Rhetorik eingeschlichen u. somit sind Aussagen auch mancher Bischöfe heute nicht mehr wirkl. klar u. eindeutig, das Ja kein Ja und das Nein kein Nein mehr - leider!


3
 
 Lämmchen 10. August 2014 
 

@ Greta G.

Gut, das beruhigt mich etwas, denn einem Onlinge-Artikel habe ich zu diesem Anlass ein Bild gesehen mit dem Bischof, wo die abgebildete Frau eindeutig keine Schwarzafrikanerin war und auch das Kopftuch nicht im "Afrika-Style" gebunden hatte - wer weiß, wo das Foto dann herkam.


0
 
 Marienzweig 9. August 2014 

Fürbitten?

Heute war ich im Vorabend-Gottesdienst.
Ein unbekannter Priester, in Vertretung, hat Predigt und hl. Messe wirklich sehr eindrucksvoll gehalten.
Aber die Fürbitten, na ja - das Übliche halt.
1. Für die Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft, 2. für diejenigen, die sich in der Kirche engagieren, 3. für die Leute, die jetzt in Urlaub fahren ...
Kein Wort über und keine Bitte für die verfolgten Menschen im Nordirak, ob Christen oder Jesiden.
Das war mehr als enttäuschend!
Fürbitten sollten nicht 08/15-Standard bieten, sondern auch ganz konkret auf schlimme und leidvolle Ereignisse eingehen, gerade in diesen Wochen.
Brutale Vorkommnisse, über die wir zwar entsetzt sind, die Betroffene aber am eigenen Leib erfahren.
Thema Christen und Jesiden:
Schon Anfang Juni d.J. waren Fotos von geköpften Christen im Umlauf.
Von einer Reaktion des Westens oder der offiziellen Kirche habe ich nicht viel mitbekommen.
Jetzt trifft es auch Jesiden und wird -endlich- zum Thema!


5
 
 Greta G. 9. August 2014 
 

Noch ein Nachtrag;

Bei den Afrikanern, die Bischof Fürst in Weingarten begrüßt hat, handelt es sich ausnahmslos um Christen. Das Landratsamt ist also durchaus auf die von der Diözese geäußerten Wünsche eingegangen, ohne damit eine Verpflichtung für die Zukunft einzugehen. Nachzulesen auf der Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Ich möchte Sie, Lämmchen, falls es Ihnen nicht bekannt ist, zudem darauf hinweisen, dass Eigentümer der Klostergebäude in Weingarten das Land Baden-Württemberg ist und bei einer Nutzung als Flüchtlingsunterkunft zustimmen muss. Die Diözese ist hier nur Mieter. Der ursprüngliche Plan, Flüchtlinge im Konventsgebäude unterzubringen, musste auch wegen des Einspruchs der Landesverwaltung fallen gelassen werden. Die Flüchtlinge sind jetzt im ehemaligen Gästehaus der Akademie untergebracht.


1
 
 Paddel 9. August 2014 

Das Böse frisst sich selber

das hat Papst Johannes Paul II einmal gesagt.
Wie lange noch, bis sich die ISIS selbst zerfleischt? Noch Schlimmer geht doch nicht mehr.


2
 
 Paddel 9. August 2014 

Unser Pfarrhaus

steht leer, hoffentlich nicht mehr lange. Es ist ein so schönes großes Haus, helle Räume und einen großen Garten. Innen und außen renoviert. Für wen? Ab und an sind Pfarrfeste darin, aber dafür braucht es bei weitem nicht alle Räume. Es wäre ein schöner Ort für Flüchtlinge. Allerdings niemals so schön wie deren Heimat.
Auch wir sind gefordert. Ich sollte fasten und beten. Das Zweite fällt mir bedeutend leichter. In Gemeinschaft wäre es durchaus leichter.


3
 
 Lämmchen 9. August 2014 
 

@Greta G.

Dann wäre es auch schön gewesen, Bischof Fürst hätte dafür gesorgt, dass im ehem. Kloster Weingarten Christen untergebracht werden - auf den Bildern waren eindeutig nur Muslime zu sehen, die er mit einer Feier begrüßt hat. ICh kenne einige Christen aus Syrien, die unter schwierigen Bedingungen privat untergebracht und versorgt werden,von christlichen Bewegungen, nicht über die Diözesen organisiert oder gar gefördert und unterstützt.


3
 
 Bentheim 9. August 2014 
 

Cara soror Karmelblume!

Die von Ihnen der Öffentlichkeit attestierte Gleichgültigkeit ist natürlich ein Problem. Ihrem nickname entsprechend gehören Sie zu den Karmelitinnen. Ich würde mir wünschen, dass auch von den Klöstern Aufrufe ausgingen. Es gibt von einzelnen Klöstern Einladungen an die Bevölkerung zu besonderen Gottesdiensten. Das ist schon einmal sehr wichtig.
In unitate Sp.S.


4
 
 Leonid 9. August 2014 
 

Man darf am guten Willen der polit. Elite zweifeln

Alles was bisher an Hilfe kam war nur halbherzig. Wichtig wäre es die Versorgung der IS mit Waffen und Geld zu stoppen und die Flüchtlinge durch Blauhelme mit robustem Mandat zu schützen. Solange diese Maßnahmen nicht ergriffen werden ist alles was bisher getan wurde nicht mehr als billige Kosmetik, die am ehrlichen Willen der polit. Elite, die Flüchtlinge zu schützen, zweifeln läßt.

Ich frage mich allerdings auch : Wo bleiben in Deutschland die Lichterketten, wo bleiben die Aufrufe der Bischöfe zum gemeinsame Fasten und Beten für die verfolgten Christen. Die deutschen Bischöfe schweigen in dieser Hinsicht zu laut.


9
 
 Greta G. 9. August 2014 
 

@Karmelblume

"In erster Linie ging es mir darum, dass man von einem drohenden Völkermord an den Jesiden spricht, aber die monatelange und systematische Verfolgung und Ermordung der Christen nicht unter diesem Aspekt sieht und benennt."
Bischof Fürst, der sich persönlich sehr für Bürgerkriegsflüchtlinge aus Nahost einsetzt, können Sie damit allerdings nicht meinen. Er hat schon vor einem Jahr auf die drohende Katastrophe hingewiesen und explizit die Christen in Nahost als Hauptleidtragende und -bedrohte "benannte". Das war in zahlreichen Medien und bei Radio Vatikan nachzulesen, und es würde mich schon erstaunen, wenn nicht auch kath.net darüber berichtet hätte.


2
 
 SpatzInDerHand 9. August 2014 

Danke, @Karmelblume. Ich sehe das genauso wie Sie.


5
 
 Karmelblume 9. August 2014 
 

Liebe/r Bentheim

Vielen Dank, ich stimme ja völlig mit Ihnen überein, dass es jetzt selbstverständlich primär um die Abwendung der drohenden humanitären Katastrophe geht, die aber schon länger besteht, hätte man sie sehen und auch benennen wollen, was mich dann wieder zu meinem ersten Kommentar zurückbringt. Und nochmals, ich habe meine Kritik bewusst an Verantwortliche in Kirche UND Politik gerichtet, denn beide haben viel zu lange gezögert! Und ich sehe es tatsächlich als nicht ganz unwichtig an, dass sich Bischöfe auch klar zu solchen völkerrechtswidrigen Vergehen positionieren, was eine Benennung derselben mit sich bringt. In erster Linie ging es mir darum, dass man von einem drohenden Völkermord an den Jesiden spricht, aber die monatelange und systematische Verfolgung und Ermordung der Christen nicht unter diesem Aspekt sieht und benennt. Und eben nicht allein nur die Politik schafft es nicht, sich dazu durchzuringen und zu positionieren, leider auch die Kirche nicht und das ist meine Kritik!


6
 
 Karmelblume 9. August 2014 
 

Lieber Der Nürnberger

im Wesentlichen stimmen wir ja überein, u. doch bleibe ich dabei, dass man unsere Bischöfe schon viel eher hätte hören dürfen. Wie oft war zu lesen, dass sich die Christen dort von ihren Brüdern u. Schwestern im sicheren Westen vergessen fühlen?!! Es gab inzwischen viele flehentliche Hilferufe von Bischöfen aus der Region! Und mal ehrlich, ginge es uns nicht genauso? Ich weiß nicht, ob o. wo es geschehen ist, z.B. Aufrufe an die Gemeinden zum verstärkten Geben, zum Fasten, Spenden. Das wäre so wichtig!

Es ist allgemein eine weit verbreitete Gleichgültigkeit in vielen Bereichen auch in der Kirche festzustellen u. ein Schweigen zu solch barbarischen Vorgängen (ich wiederhole, seit Monaten) lässt nicht unbedingt den Eindruck zu, dass sie von den Menschen als wichtig erachtet werden, gerade das Gegenteil ist der Fall.

Nun, ich wünschte mir, dass die Bischöfe sich tatsächlich der Glaubensverkündigung annehmen (würden), aber das ist ein anderes Thema, doch nicht minder kritikwürdig.


8
 
 Der Nürnberger 9. August 2014 

Nein, liebe Karmelblume

Mit dem Schweigen meinte ich die Kommentatoren hier. Sowohl DBK als auch muslimische Verbände haben inzwischen ihr Statement abgegeben. Die DBK hat unsere Glaubensbrüder nicht allein gelassen und läßt sie nicht alleine, inzwischen wurden WEITERE Geldmittel zur Verfügung gestellt. Ich kann jeden hier durchaus verstehen, wir alle haben den Wunsch nach einem Ende der Grausamkeiten. Nur, wir müssen auch sehen, daß die Worte unserer Bischöfe und auch unsere eigenen Worte wie "Windhauch" ungehört verhallen. Es ist unendlich traurig, was derzeit passiert. Ich bin der Überzeugung, daß derzeit auch so mancher "Telefondraht" glüht, das bekommen wir nur nicht mit. Oder erwarten Sie etwa 27 Statements unserer 27 Bischöfe? Im übrigen: die Bischöfe sind in erster Linie für den Glauben zuständig, nicht für die Politik, dafür sind die Regierungen da. Die IS verstößt gg. das Völkerrecht, egal welcher Bevölkerung oder welchen Glaubens.


1
 
 Selene 9. August 2014 
 

Jesiden

ich denke auch, wenn jetzt nicht auch noch die Jesiden von der Ausrottung bedroht wären, würden sich unsere Kirchenvertreter noch immer nicht zu Wort melden.

Das Abschlachten der Christen geht doch schon wochenlang so zu ohne dass man viel gehört hätte.

Es ist traurig, dass erst noch eine weitere religiöse Minderheit verfolgt werden muss, bis man sich hierzulande getraut, einzuschreiten oder zumindest seine Stimme zu erheben.

Die Christenverfolgung selbst ist immer noch ein Tabu, diese beim Namen zu nennen könnte ja das religiöse Empfinden der hier lebenden Muslime verletzen.


14
 
 Bentheim 9. August 2014 
 

„Es bahnt sich eine humanitäre Katastrophe

biblischen Ausmaßes an, wir dürfen dabei nicht zusehen“, so der Bischof in Solidarität mit dem Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche in Bagdad, Raphael Louis Sako."
Wer diese Worte des Bischofs aufmerksam gelesen hat, kann nicht nachträglich die Forderung erheben, Bischof Fürst möge sich "dazu durchringen können, auch die unglaubliche Christenverfolgung dort beim Namen zu nennen".


3
 
 Karmelblume 9. August 2014 
 

Nein, lieber @Der Nürnberger,

ich gebe Ihnen recht, allen muss geholfen werden. Aber es geht es nicht darum, jemandem etwas recht zu machen, sondern schlicht um die Tatsache, dass wochen-, gar monatelang der Verfolgung u. dem Massaker an Christen in der gesamten Region des Nahen Ostens (u. auch anderswo) wort- u. tatenlos zugeschaut wurde, gleich ob Kirche oder Politik. Erst als jetzt die Religionsgruppe der Jesiden verfolgt wird, kommen auch die Verantwortlichen aus Politik u. Kirche aus ihren Häusern hervor, aber benennen noch immer nicht die Tatsache u. somit Realität der Verfolgung Zehntausender Christen und anerkennen somit auch nicht dieses völkerrechtlich relevante Vergehen der IS-Terrorgruppe! Darum geht es, u. dafür darf man auch Bischöfe u. Politiker kritisieren, die es bislang versäumten, sich klar zu positionieren, denn Schweigen ist immer Zustimmung, das war es damals, als die jüdische Bevölkerung in Deutschland verfolgt wurde u. ist es auch heute, wenn Christen o. auch andere Gruppen verfolgt werden!


15
 
 Der Nürnberger 9. August 2014 

Momentan

ist es, glaube ich, egal, welcher ethnischen oder religiösen Gemeinschaft ein Mensch in dieser Region angehört, ihnen muß geholfen werden. Man kann es manchen Postern hier auch nie recht machen, wie man sich äußert. Ob nun die Christen namentlich extra erwähnt werden müssen, oder nicht, oder ob andere Gruppen vorangestellt werden sollen oder nicht. Mein Gott, hat man selbst in dieser menschlichen Katastrophe auch noch den Sinn, sich über solche Spitzfindigkeiten Gedanken zu machen? Wenn dies die Gedanken dabei sind, dann schweigt lieber, es ist nur beschämend.


4
 
 SpatzInDerHand 9. August 2014 

Danke, Herr Bischof Fürst, dass Sie dies so deutlich sagen!

Wenn Sie sich jetzt noch dazu durchringen könnten, auch die unglaubliche Christenverfolgung dort beim Namen zu nennen, dann wäre ich mit Ihnen bei diesem Thema vollständig einig!
Lesen Sie hier, was ein anglikanischer berichtet: Kind, das ich gtauft habe, wurde von Isis entzweigeschnitten://www.kath.net/news/47015


8
 
  9. August 2014 
 

Als die Bilder

v. Menschen, Priestern bei lebendigem Leib die Köpfe abgeschnitten wurden, o. Menschenleiber den Hunden zum Fraß vorgeworfen werden, u.so viele andere Grausamkeiten verübt wurden, hätte schon der Aufschrei durch die Welt gehen müssen. Jetzt wo die Hunde Blut geleckt haben, werden sie nicht mehr aufhören zu morden.
Mich erinnert das irgendwie an die Atzteken die ihren Göttern unzählige Menschenopfer dargebracht haben, ihnen bei lebendigem Leibe die Innereien rausgerissen haben. Was mich jetzt auch noch gedanklich zur Mutter Gottes v. Guadalupe weiterführt!
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.kathpedia.com%2Fimages%2Ff%2Ffc%2FULF_von_Guadalupe-Gesicht.JPG&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.kathpedia.com%2Findex.php%3Ftitle%3DGuadalupe&h=201&w=161&tbnid=v9XpEtwNQgnJwM%3A&zoom=1&docid=uqLgbolAbsq8RM&ei=7_rlU6D_LsbR4QSEpIDoBA&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=687&page=1&start=0&ndsp=51&ved=0CCUQrQMwAQ
Beten wir zu ihr! Sie ist auch die Schlangenzertreterin.


9
 

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