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Patientenschützer wirft EKD-Ratsvorsitzendem Tabu-Verletzung vor

1. August 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat Nikolaus Schneider mit seinen Äußerungen zur Sterbehilfe eine Tabu-Verletzung vorgeworfen.


Würzburg (kath.net/KNA) Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat Nikolaus Schneider mit seinen Äußerungen zur Sterbehilfe eine Tabu-Verletzung vorgeworfen. Indem der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Überlegungen mit seiner Frau Anne zum Umgang mit deren Krankheit öffentlich gemacht habe, «liefert er zwielichtigen Organisationen in der Schweiz und den Kuschs in Deutschland eine traumhafte Flanke», schreibt Brysch in einem Gastkommentar der Würzburger Zeitung «Die Tagespost» (Donnerstag). Schneider habe bewusst eine sehr persönliche Entscheidung als Anstoß für eine öffentliche Diskussion genutzt.

Damit setze sich der EKD-Ratsvorsitzende ausgerechnet über jene ethischen Prinzipien hinweg, die er vertreten und vorleben müsse. Er stelle seine Beweggründe über die Regeln der protestantischen Kirche und gebe qua Amt der Öffentlichkeit ein verheerendes Signal: «In der Not seid ihr auch dann gute Christen, wenn jeder seinen eigenen Regeln folgt.» Seiner Kirche habe er damit einen Bärendienst erwiesen. «Wofür braucht es jetzt noch eine Kirche, die sich für den umfassenden Schutz des Lebens stark macht», fragt Brysch.

Der evangelischen Kirche warf er vor, sich in ihren Reaktionen wegzuducken. «Statt klarer Widerworte beließ es die Evangelische Kirche dabei, Respekt für Schneiders persönliche Gewissensentscheidung einzufordern.» Brysch betonte, Suizid und dessen Begleitung seien in Deutschland straffrei und sollten es auch bleiben.

Stattdessen gehe es in der aktuellen politischen Diskussion darum, ob ein Verbot der organisierten Selbsttötungshilfe verboten werden soll. Nach Meinung seiner Stiftung dürfe sich die Sterbehilfe nicht als normale Dienstleistung etablieren, organisierte Sterbehilfe müsse strafrechtlich verboten werden. «Schneider hat selbsternannten Sterbehelfern zur Unzeit eine Plattform bereitet», so Brysch.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

  1. August 2014 
 

Situation in den Niederlanden

Ich war erschüttert als ich von einzelnen Vorgehensweisen niederländischer Krankenhäuser erfuhr. Die Niederlande sind das erste Land wo aktive Sterbehilfe legalisiert wurde. Damit der tötende(!!!!!!!!!) Arzt straffrei bleibt müssen Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Diese Pflichten werden oft umgangen und das Prozedere verkürzt weil man die Betten braucht für Neubelegungen. KEIN SCHERZ! Bittere Realität in den Niederlanden. Auch ist es inzwischen üblich das viele Niederländer sogenannte "Credo Cards" mit sich tragen: "Maak mij niet dood Doktor - Töte mich nicht Doktor", damit man nicht "versehendlich" euthanasiert wird. Was das Wort Euthanasie für uns Deutsche bedeutet, brauche ich hier wohl nicht zu erklären. .


5
 
  1. August 2014 
 

die Folgen werden nicht bedacht

@ Paddel

Genau das ist es, was Sie schreiben, was viele nicht bedenken.

Sogar Leute, die sich als Katholiken bezeichnen, merken nicht, wie aeltere Menschen enorm unter Druck stehen (werden). Vor allem wenn man sich die demographische Entwicklung ansieht, werden aeltere Menschen, rein mathematisch, ein grosses Problem darstellen.
Es ist errschreckend, aber der Politik geht es nicht darum, "Barmherzigkeit" auszuueben, sondern moeglichst viele Probleme (= Pflege von alten Menschen) beseitigen zu koennen. Schon heutzutage ist der Umgang mit alten Menschen in vielen Altenheimen unmenschlich.
Wir koennen nur beten und muessen bedenken, dass dieses Thema jeden mal treffen kann.


9
 
 Paddel 1. August 2014 

Erwartungsdruck

Müssen sich in Zukunft die sterbenskranken Menschen rechtfertigen, wenn sie sich und den Mitmenschen zumuten den Leidensweg bis zum Tod mitzugehen? Stehen sie da nicht bald unter Erwartungsdruck, nach dem Motto, es ist eh nichts mehr zu machen und erspar dir und uns doch das Leid. Lass dir die Spritze geben, dann ist dir und uns geholfen?


14
 
 sttn 1. August 2014 
 

Herr Schneider macht halt klar

das die EKD für alles mögliche steht und nichts davon hält seinen Glauben konsequent zu leben.


12
 

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