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Abtreibung ist die häufigste Todesursache auf der Welt

8. Juli 2014 in Buchtipp, 11 Lesermeinungen
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Die Tötung ungeborener Kinder wurde zur „Standarddienstleistung“


Beltheim (kath.net/idea) Abtreibung ist die häufigste Todesursache auf der Welt. Das schreibt die Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr (Glashütten bei Frankfurt am Main), in dem von ihr mitherausgegebenen Buch „Abtreibung – ein neues Menschenrecht?“. Deswegen sei der uneingeschränkte Schutz jedes Menschenlebens und das Recht, geboren zu werden, die größte soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. In Deutschland sei, so heißt es in ihrem Beitrag „Der Abschied vom Tötungsverbot“, eine Abtreibung mittlerweile zu einer medizinischen Standarddienstleistung geworden: „Sauber und ,transparent’, abrechenbar und vom Staat subventioniert wie eine Vorsorgeuntersuchung oder beliebige andere ärztliche Behandlungen.“

Diese Umwertung habe in den vergangenen 50 Jahren stattgefunden: „Seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben einem neu formulierten ,Recht auf Abtreibung’ untergeordnet.“ Das Recht auf Leben sei nach feministischer Interpretation allein davon abhängig, ob die Mutter dieses Kind überhaupt zur Welt bringen wolle. Die Überzeugung der 68er, Abtreibung sei etwas Alltägliches, habe sich fast flächendeckend durchgesetzt.

Mittlerweile hätten Politik, Staat, Gesellschaft und sogar manche kirchliche Institutionen weitestgehend ihren „Frieden“ mit dem freien Abtreibungsangebot gemacht. Bei den betroffenen Frauen gehe es oft nur um die Frage, ob ein Kind in der jeweiligen Lebenssituation erwünscht sei. Es werde somit anderen Interessen untergeordnet.


Kampf um die Legalisierung der Abtreibung bei der UNO

In dem Beitrag „Missbrauch der UNO. Der globale Kampf um die Legalisierung der Abtreibung“ schreibt der Berater des Päpstlichen Rates „Justitia et Pax“, Prof. Manfred Spieker (Osnabrück), dass die Achtung vor den Menschenrechten zum Gründungsauftrag der UNO gehöre. Doch Anfang der 70er Jahre hätten etliche Staaten begonnen, die Abtreibung zu legalisieren. Seitdem gebe es auch in der UNO Versuche, über ein Recht auf Gesundheit ein ,Recht’ auf Abtreibung zu etablieren und in verschiedene Erklärungen hineinzuschleusen.

Diese Strategie habe zwar bisher aufgrund des Widerstandes vieler Staaten keinen Widerhall in den UN-Konventionen oder in Abschlussdokumenten von UN-Konferenzen gefunden. Sie spiele aber eine starke Rolle in verschiedenen Unterorganisationen der UNO, bei Nicht-Regierungsorganisationen sowie in der Entwicklungspolitik mehrerer westlicher Staaten. Sie kämpften gerade in lateinamerikanischen Ländern für die Legalisierung der Abtreibung. Der Generalsekretär der UNO, Ban Ki-moon, sei zu schwach, „um diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Er tendiert eher dazu, Werkzeug dieser Unterorganisationen zu sein.“ Widerstand gegen diese Strategie zeige vor allem die katholische Kirche. Das sorge für Kritik. So habe beispielsweise der UN-Ausschuss für Kinderrechte von ihr verlangt, ihre Haltung gegenüber der Abtreibung zu ändern. Die ausnahmslose Ablehnung sei eine Gefahr für Leben und Gesundheit schwangerer Mädchen, so der Vorwurf. Spieker: „Einen derartigen Eingriff in innerkirchliche Angelegenheiten hat sich bisher kein politisches Gremium erlaubt, nicht einmal in den totalitären Herrschaftssystemen kommunistischer, nationalsozialistischer oder faschistischer Provenienz.“ Dass die Position der Kirche unverhandelbar sei, habe auch Papst Franziskus mehrfach bestätigt.

Ein Gespräch vor einer Abtreibungsklinik kann helfen

Die in der Schwangerschaftskonfliktberatung tätige Hebamme Maria Grundberger (Basel) berichtet, dass die meisten Frauen mit der Entscheidung für oder gegen das Leben des eigenen Kindes überfordert seien. Gründe für eine Abtreibung seien die Angst vor Veränderung, vor dem Verlust der Freiheit, vor finanziellen Engpässen oder davor, mit dem Kind alleine zu sein. Oft fehle die Unterstützung des Partners. Manche übten massiven Druck aus oder drohten der Frau, sie zu verlassen, falls sie nicht abtreibe.

Besonders vor einer Abtreibungsklinik zeige sich, wie schwierig die Situation für die Frauen, aber auch für ihre Familien sei. Sie habe weinende Männer getroffen, die ihre Ehefrauen nicht von einer Abtreibung abhalten konnten, verzweifelte Mütter, die ihre Töchter nicht überzeugen konnten, das Kind zu bekommen, sowie Frauen, die nur auf Wunsch des Partners abtrieben.

Sie habe aber auch erlebt, dass sich Frauen durch ein Gespräch vor der Klinik von ihrem Vorhaben abbringen ließen: „Manchmal braucht es tröstende, Mut machende Worte, die den Frauen das Ja zum eigenen Kind erleichtern. Auch finanzielle Unterstützung kann helfen, den Müttern Erleichterung zu schenken.“

Das Buch „Abtreibung – ein neues Menschenrecht?“ ist in zweiter, aktualisierter Auflage 2014 im Sinus-Verlag (Beltheim) erschienen und enthält Beiträge von zwölf Autoren. Herausgeber sind der ehemalige Vorsitzende der Juristen-Vereinigung Lebensrecht und Richter a. D. am Oberlandesgericht Freiburg, Bernward Büchner, die Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), die Ärztin Claudia Kaminski (Köln), und Mechthild Löhr (CDL).

kath.net-Buchtipp
Abtreibung. Ein neues Menschenrecht?
Von Bernward Büchner; Claudia Kaminski; Mechthild Löhr
Taschenbuch, 262 Seiten;
2014 Sinus, Bellheim
ISBN 978-3-88289-812-5
Preis 15.30 Eur

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Lesermeinungen

 Rolando 9. Juli 2014 
 

Dann kommen noch dazu

die Frühabtreibungen durch Nitationshemmung bei weltweit ca. 100Millionen Frauen, die die Pille und Spirale sowie andere Hormonverhüter nehmen.
Jetzt darf mal ein schlauer Kopf die aktuelle Lebenserwartung ausrechnen wenn die Ungeborenen mit 0 Jahren berechnet werden.
Es wird immer von den med. Erfolgen gegen Kindstod geredet, doch früher starben die Kinder, heute bringt man sie um!


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 kmh 9. Juli 2014 
 

@bellis das kommt wohl darauf an, mit wem Sie diskutieren

In manchen Situationen ist es schon ein Hammerschlag, wenn man erklären kann, dass die häufigste Ursache für Tod nicht hohes Alter und Krankheit sind und auch keine Unfälle, sondern zu junges Alter und das aufgrund dessen "fehlende Lebensrecht". Von Europa kenne ich die Zahlen ca. 2.9 Millionen im Jahr im Vergleich zu ca. 1.9 Millionen wegen Herz-Kreislauferkrankungen, und ich finde diese Zahlen enorm erschreckend, denn wie Sie schon sagen: Jeder einzelne Mensch zählt. Nun interessieren mich eben die weltweiten Daten und Fakten.


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 girsberg74 9. Juli 2014 
 

@ Hausfrau und Mutter:
„Standardleistung und Standardangebot!
Als mein zweites Kind 6 Monate alt wurde, bin ich wieder schwanger geworden. Anstatt mich zu gratulieren, hörte ich vom Arzt die Frage: ‚wollen Sie im Ernst das Kind behalten’?“

Frage:
Sie haben den Arzt gewechselt oder ihm eine gelangt?


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 bellis 8. Juli 2014 

Diskussionsgrundlage

Ich brauche keine Zahlen zur Todesursache Nr. 1 - jede Abtreibung ist Mord und zerstört einen Menschen, den Gott uns mit seinen Talenten schenken wollte als Priester, Erfinder, Unternehmer, Arzt, Lehrer, Vater, Nachbarn, Freund - überall wird er fehlen!


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 bellis 8. Juli 2014 

Hausfrau und Mutter

Vielen Dank für Ihr mütterliches Herz, offensichtlich haben Sie auch einen Ehemann mit väterlichem Herzen.


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 bellis 8. Juli 2014 

Familienpolitik?

Die Regierung und ihre Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreiben die Zerstörung der Familien bewusst durch Zwangsfrühsexualisierung an Kindergärten und Schulen, durch Verhütungs- und Abtreibungspropaganda, durch ein "recht" auf Ausleben der sexuellen Triebe jeder mit jedem, jederzeit - das blutige "Wegmachen" der Folgen bezahlt ja die Krankenkasse. Sie betreiben die ungerechte Diskriminierung der Familien durch Steuer und Rente, massive Bevorzugung der kinderlosen - und das ist alles genauso gewollt.


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 kmh 8. Juli 2014 
 

Todesursache Nr. 1 - gibt es dazu Offizielle Zahlen

Von "unabhängiger" Stelle, die das belegen?
Insbesondere im Vergleich zu den anderen Ursachen wie Herz-Atem-Ursachen und Krebs?
Das wäre eine gute Diskussionsgrundlage im Lebensumfeld.


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 mariaelvira 8. Juli 2014 
 

Abtreibung

Nichts, aber auch wirklich nichts in der Welt darf ein ungeborenes Kind töten.
Warum verstehen es denn die Menschen, die das tun nicht? Wir alle, die wir leben, sind doch auch einmal geboren. Wie schrecklich ist es doch, das Leben, das Gott schenkt, zu vernichten mit allen möglichen Ausreden und angeblichen Problemen. Warum nur täuschen sich die werdenden Mütter? Alles andere nehmen sie in Kauf, doch das arme kleine werdende Geschöpf muß leiden durch so eine schreckliche Tat.
Möge Gott ihnen Erbarmen erweisen, denn niemand, der das tut, findet den inneren Frieden. Denn eine Abtreibung kann doch ein Mensch sein ganzes Leben nicht mehr vergessen. So ein kleines Wesen zu töten, furchtbar.


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 Wiederkunft 8. Juli 2014 
 

Junge Frauen

Ich bin perplex, wenn ich den jungen Frauen (am Lande) so zu höre. Alle!alle sind sich einig, wenn ihr Kind behindert sein sollte, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Die Untersuchung hierfür wird von den Ärzten empfohlen, bzw. aufgedrängt. Abtreibung wird zum Standard Programm der Familienplanung. Und das sind Frauen, die aus katholischen Familien kommen. Sie haben hier keine Gewissensbisse, für sie ist es völlig legitim!


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 Hausfrau und Mutter 8. Juli 2014 
 

Standardleistung und Standardangebot!

Als mein zweites Kind 6 Monate alt wurde, bin ich wieder schwanger geworden. Anstatt mich zu gratulieren, hörte ich vom Arzt die Frage: „wollen Sie im Ernst das Kind behalten“?

Ich denke, es passiert Vieles falsch um das Thema Kinder bekommen.

Hausfrau und Mutter (von etlichen Kindern!)


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  8. Juli 2014 
 

...die Familienpolitik hat seit Jahrzehnten versagt.

Sicher gibt es das Problem der Abtreibung. Aber man sehe sich doch nur mal die Plataktflächen an, auf welchen das Famileinministerium Werbung macht. Da wird nur noch für Verhütung geworben. Die Botschaft des Ministeriums heißt: "vorsicht vor Kindern, Kinder auf keinen Fall"! ---und das vom Familienministerium, so wie wenn die einzige Tätigkeit des Außenministeriums wäre Werbung mit: "Vorsicht vor dem Ausland"! Wen wundert´s da, daß Abtreibung zum gebilligten Normalverhalten geworden ist.


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