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Papst feiert Dankgottesdienst für brasilianischen Jesuiten

25. April 2014 in Chronik, keine Lesermeinung
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Papst Franziskus hat einen Dankgottesdienst zur Heiligsprechung des Jesuitenmissionars und «Apostel Brasiliens», Jose de Anchieta (1534-1597), gefeiert. Das Wesen der apostolischen Freude: habt keine Angst vor dem Auferstandenen und seiner Botschaft!


Rom (kath.net/KNA/as) Papst Franziskus hat einen Dankgottesdienst zur Heiligsprechung des Jesuitenmissionars und «Apostel Brasiliens», Jose de Anchieta (1534-1597), gefeiert. Vor mehreren tausend Menschen in der Jesuitenkirche Sant'Ignazio di Loyola in Rom, darunter vielen Brasilianern, würdigte er Anchieta am Donnerstagabend als großen Wegbereiter des Glaubens.

Den Mittelpunkt der Predigt des Papst bildete das Thema der Freude über die Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Dabei handelt es sich für Franziskus um eine Freude, vor der man Angst haben könne, wie dies den Emmausjüngern oder auch uns geschehe, wenn es uns gefährlich erscheine, sie anzunehmen.

Es sei leichter zu sagen, an einen Geist zu glauben als an den lebendigen Christus: „Es ist leichter, zu einem Geisterbeschwörer zu gehen, der die Zukunft voraussagt, der die Karten liest, als Vertrauen in die Hoffnung auf einen siegreichen Christus zu haben, auf einen Christus, der den Tod bereits besiegt hat. Leichter ist eine Idee, eine Vorstellung als die Fügsamkeit gegenüber diesem Herrn, der von den Toten aufersteht und von dem man weiß, wozu er auffordert“.

Im Bezug auf die Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 3,11-26), die von einem Gelähmten spreche, erklärte der Papst, dass es sich bei diesem Mann um jemanden handle, der sein Leben vor den Toren des Tempels verbracht und um Almosen gebettelt habe. Doch als er geheilt werde, preise er Gott und seine Freude sei ansteckend. Die Leute seien staunend zusammengelaufen und Petrus verkündige die Botschaft: „Die Freude über die Begegnung mit dem Herrn ist ansteckend, was, wovor wir uns fürchten, es anzunehmen, ist ansteckend und schreit danach, verkündet zu werden: und dort wächst die Kirche“.


Die Kirche wachse nicht durch Proselytismus, sondern durch Anziehung, betonte Franziskus, indem er ein Wort Benedikts XVI. wiederholte. Sie wachse aus einem Zeugnis, das aus der angenommenen Freude entstehe und sich dann in Verkündigung verwandle: „Ohne diese Freude, ohne diese Heiterkeit kann man keine Kirche gründen“. Es handle sich dabei um die apostolische Freude, die ausstrahle.

Der heilige José de Anicheta habe es verstanden, das mitzuteilen, was er mit dem Herrn erfahren habe, was der Herr ihm in den Exerzitien mitgeteilt habe. Zusammen mit Nobrega sei er der erste Jesuit gewesen, den der heilige Ignatius von Loyola nach Amerika entsandt habe: „Ein neunzehnjähriger Junge“.

Franziskus unterstrich die große Freude des Heiligen, die derart gewesen sei, dass er eine Nation gegründet und deren kulturellen Grundlagen geschaffen habe: „in Jesus Christus“. Er habe keine Theologie oder Philosophie studiert gehabt: „Er war ein Junge!“. Dennoch habe er den Blick Jesu Christi verspürt, sich von Freude erfüllen lassen und das Licht gewählt: „Das ist seine Heiligkeit gewesen. Er hatte keine Angst vor der Freude“.

Der heilige José de Anicheta „hat einen wunderschönen Hymnus an die Jungfrau Maria“, so der Papst abschließend, „mit der er, am Gesang des Jesaja (52) inspiriert, die Botschaft, die den Frieden verkündet, die Freude der Frohen Botschaft vergleicht“. Franziskus sprach den Wunsch aus, dass die „Jungfrau, die keine Angst vor der Freude hat, uns auf unserem Pilgerweg begleite, indem sie uns alle einlädt, aufzustehen, auf die Lähmung zu verzichten, um gemeinsam in den Frieden und in die Freude einzutreten, die Jesus, der auferstandene Herr, uns verheißt“.

Der Papst, der selbst dem Jesuitenorden angehört, hatte Anchieta am 3. April in einem außerordentlichen Verfahren per Dekret heiliggesprochen. Der schon lange als brasilianischer Nationalheiliger Brasiliens verehrte Spanier kam 1553 in die Neue Welt. In Brasilien wirkte er als Missionar und Erforscher der Indigenen-Sprachen. Anchieta war maßgeblich an der Gründung der Jesuitenmission Piratininga beteiligt, aus der später Brasiliens größte Stadt Sao Paulo entstand.

Mit dem Papst konzelebrierten den Dankgottesdienst die brasilianischen Kardinäle Odilo Scherer aus Sao Paulo und Raymundo Damasceno Assis aus Aparecida. Nach der Eucharistiefeier wurde Papst Franziskus von den Gläubigen enthusiastisch gefeiert.

Papst Franziskus feierte Dankgottesdienst für den brasilianischen Jesuitenmissionar Jose de Anchieta (1534-1597) (In voller Länge, ohne Übersetzung)


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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