Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Papst feiert Dankgottesdienst für brasilianischen Jesuiten

25. April 2014 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Franziskus hat einen Dankgottesdienst zur Heiligsprechung des Jesuitenmissionars und «Apostel Brasiliens», Jose de Anchieta (1534-1597), gefeiert. Das Wesen der apostolischen Freude: habt keine Angst vor dem Auferstandenen und seiner Botschaft!


Rom (kath.net/KNA/as) Papst Franziskus hat einen Dankgottesdienst zur Heiligsprechung des Jesuitenmissionars und «Apostel Brasiliens», Jose de Anchieta (1534-1597), gefeiert. Vor mehreren tausend Menschen in der Jesuitenkirche Sant'Ignazio di Loyola in Rom, darunter vielen Brasilianern, würdigte er Anchieta am Donnerstagabend als großen Wegbereiter des Glaubens.

Den Mittelpunkt der Predigt des Papst bildete das Thema der Freude über die Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Dabei handelt es sich für Franziskus um eine Freude, vor der man Angst haben könne, wie dies den Emmausjüngern oder auch uns geschehe, wenn es uns gefährlich erscheine, sie anzunehmen.

Es sei leichter zu sagen, an einen Geist zu glauben als an den lebendigen Christus: „Es ist leichter, zu einem Geisterbeschwörer zu gehen, der die Zukunft voraussagt, der die Karten liest, als Vertrauen in die Hoffnung auf einen siegreichen Christus zu haben, auf einen Christus, der den Tod bereits besiegt hat. Leichter ist eine Idee, eine Vorstellung als die Fügsamkeit gegenüber diesem Herrn, der von den Toten aufersteht und von dem man weiß, wozu er auffordert“.

Im Bezug auf die Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 3,11-26), die von einem Gelähmten spreche, erklärte der Papst, dass es sich bei diesem Mann um jemanden handle, der sein Leben vor den Toren des Tempels verbracht und um Almosen gebettelt habe. Doch als er geheilt werde, preise er Gott und seine Freude sei ansteckend. Die Leute seien staunend zusammengelaufen und Petrus verkündige die Botschaft: „Die Freude über die Begegnung mit dem Herrn ist ansteckend, was, wovor wir uns fürchten, es anzunehmen, ist ansteckend und schreit danach, verkündet zu werden: und dort wächst die Kirche“.


Die Kirche wachse nicht durch Proselytismus, sondern durch Anziehung, betonte Franziskus, indem er ein Wort Benedikts XVI. wiederholte. Sie wachse aus einem Zeugnis, das aus der angenommenen Freude entstehe und sich dann in Verkündigung verwandle: „Ohne diese Freude, ohne diese Heiterkeit kann man keine Kirche gründen“. Es handle sich dabei um die apostolische Freude, die ausstrahle.

Der heilige José de Anicheta habe es verstanden, das mitzuteilen, was er mit dem Herrn erfahren habe, was der Herr ihm in den Exerzitien mitgeteilt habe. Zusammen mit Nobrega sei er der erste Jesuit gewesen, den der heilige Ignatius von Loyola nach Amerika entsandt habe: „Ein neunzehnjähriger Junge“.

Franziskus unterstrich die große Freude des Heiligen, die derart gewesen sei, dass er eine Nation gegründet und deren kulturellen Grundlagen geschaffen habe: „in Jesus Christus“. Er habe keine Theologie oder Philosophie studiert gehabt: „Er war ein Junge!“. Dennoch habe er den Blick Jesu Christi verspürt, sich von Freude erfüllen lassen und das Licht gewählt: „Das ist seine Heiligkeit gewesen. Er hatte keine Angst vor der Freude“.

Der heilige José de Anicheta „hat einen wunderschönen Hymnus an die Jungfrau Maria“, so der Papst abschließend, „mit der er, am Gesang des Jesaja (52) inspiriert, die Botschaft, die den Frieden verkündet, die Freude der Frohen Botschaft vergleicht“. Franziskus sprach den Wunsch aus, dass die „Jungfrau, die keine Angst vor der Freude hat, uns auf unserem Pilgerweg begleite, indem sie uns alle einlädt, aufzustehen, auf die Lähmung zu verzichten, um gemeinsam in den Frieden und in die Freude einzutreten, die Jesus, der auferstandene Herr, uns verheißt“.

Der Papst, der selbst dem Jesuitenorden angehört, hatte Anchieta am 3. April in einem außerordentlichen Verfahren per Dekret heiliggesprochen. Der schon lange als brasilianischer Nationalheiliger Brasiliens verehrte Spanier kam 1553 in die Neue Welt. In Brasilien wirkte er als Missionar und Erforscher der Indigenen-Sprachen. Anchieta war maßgeblich an der Gründung der Jesuitenmission Piratininga beteiligt, aus der später Brasiliens größte Stadt Sao Paulo entstand.

Mit dem Papst konzelebrierten den Dankgottesdienst die brasilianischen Kardinäle Odilo Scherer aus Sao Paulo und Raymundo Damasceno Assis aus Aparecida. Nach der Eucharistiefeier wurde Papst Franziskus von den Gläubigen enthusiastisch gefeiert.

Papst Franziskus feierte Dankgottesdienst für den brasilianischen Jesuitenmissionar Jose de Anchieta (1534-1597) (In voller Länge, ohne Übersetzung)


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. „Von den Möglichkeiten, die wir heute haben, konnten Ansgar und Bonifatius nur träumen“
  2. Episode über Carlo Acutis als TV-Debüt von Scorseses Tochter
  3. Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“
  4. Wird die PlayStation von Carlo Acutis die erste Gaming-Reliquie in der Kirchengeschichte?
  5. Vatikan: Carlo Acutis ist glaubwürdiges Vorbild für Jugendliche
  6. "Wenn ich keine Hoffnung im Herrn hätte, was würden wir in dieser Welt tun?"
  7. 'Ihr größter Wunsch war es, zu erkennen und zu tun, was Gott gefällt'
  8. Großes Interesse an Heiligsprechung von Carlo Acutis unter jungen US-Katholiken
  9. Papst macht Weg für weitere Selig- und Heiligsprechungen frei
  10. Mutter Teresa erhält weltweiten Gedenktag







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz