Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  15. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

Das Sakrament der Weihe

26. März 2014 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: ein Bischof und ein Priester, die nicht im Dienst der Gemeinde sind, tun nicht gut. Sie begehen einen Fehler! Der Priester und die Liebe zur Kirche. Die Pflege des priesterlichen Seins. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Denn jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der Schwachheit unterworfen ist; deshalb muss er für sich selbst ebenso wie für das Volk Sündopfer darbringen. Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron“ (Hebr 5,1-4).

Bei der heutigen Generalaudienz setzte Papst Franziskus vor rund 80.000 Pilgern und Besuchern seine Katechesenreihe über die Sakramente fort und beschäftige sich mit dem Sakrament der Weihe. Dieses entspreche zusammen mit dem Sakrament der Ehe einer spezifischen Berufung. Die Weihe und die Ehe „bilden zwei große Wege, durch die der Christ aus einem Leben nach dem Beispiel und im Namen Christi ein Geschenk der Liebe machen und so an der Errichtung der Kirche mitwirken kann“.

Das Weihesakrament gliedere sich in drei Stufen: Bischofs-, Priester- und Diakonenweihe. Im Weiheamt „bleibt der heilspendende Christus als einziger Meister und Hirte durch alle Zeiten hindurch gegenwärtig“. Diejenigen, die geweiht werden, seien in Christus zugleich Vorsteher der Gemeinde. Sie sollen ihre Autorität allerdings immer als Dienst und Hingabe verstehen, „denn auch der Herr selbst ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben für viele“. Ein Bischof und ein Priester, „der nicht im Dienst der Gemeinde ist, tut nicht gut. Sie begehen einen Fehler“.


Eine weitere Eigenschaft des Weiheamtes sei die leidenschaftliche Liebe des Priesters für die Kirche. Der Geweihte schenke sich ganz der Kirche hin: „er liebt sie mit ganzem Herzen“.

Jeder Bischof, Priester und Diakon solle schließlich ein Mann sein, „der das Geschenk, das ihm gegeben wurde, nicht vernachlässigt, sondern es sich immer gegenwärtig hält. Er soll ein Mann sein, der in besonderer Gemeinschaft mit dem Herrn lebt“. Diese Freundschaft solle er mit dem Gebet, der Schriftlesung, der täglichen Messfeier und dem regelmäßigen Empfang des Bußsakraments nähren. Der Priester „wird sich stets dem Herrn anvertrauen. Sein Gottvertrauen ist seine Stärke. Und darin soll er seiner Gemeinde ein Beispiel sein“.

„Der Bischof, der nicht betet“, so Franziskus, „der Bischof, der das Wort Gottes nicht spürt und hört, der nicht jeden Tag zelebriert, der nicht regelmäßig zur Beichte geht, und ebenso der Priester, der dies nicht tut, verlieren langfristig die Gemeinschaft mit Jesus und fallen einer Mittelmäßigkeit anheim, die der Kirche nicht gut tut. Aus diesem Grund müssen wir den Bischöfen und Priestern helfen, zu beten, das Wort Gottes zu hören, das die tägliche Speise ist, jeden Tag die Eucharistie zu feiern und zur Beichte zu gehen. Und das ist so wichtig, weil es der Heiligung der Bischöfe und der Priester dient“.

Der Papst beschloss seine Ausführungen in freier Rede und fragte sich: „Was muss man tun, um Priester zu werden? Wo werden die Eintrittskarten verkauft? Sie werden nicht verkauft. Es ist der Herr, der ruft. Der Herr ruf einen jeden, von dem er will, dass er Priester wird, und vielleicht sind hier einige junge Männer, die in ihrem Herzen diesen Ruf verspürt haben. Das Verlangen, Priester zu werden, das Verlangen, den anderen in den Dingen zu dienen, die von Gott kommen. Das Verlangen, das ganze Leben im Dienst zu stehen, um zu lehren, zu taufen, zu vergeben, die Eucharistie zu feiern, sich um die Kranken zu kümmern… das ganze Leben so! Wenn einer von euch das im Herzen verspürt hat, so ist es Jesus, der ihn dorthin bestellt hat. Pflegt diese Einladung und betet, dass das wachse und in der ganzen Kirche Frucht schenke“.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches Willkommen sage ich den Pilgern aus den Ländern deutscher Sprache. Heute wollen wir besonders für alle Bischöfe, Priester und Diakone beten. Der Herr schenke uns immer wahre Hirten nach seinem Herzen. Gott segne euch!

Video der Generalaudienz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz