Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Schlechtes Benehmen einiger Jugendlicher bei Kölner Messdiener-Wallfahrt nach Rom
  4. Diözese Amsterdam: 60 Prozent der Kirchen müssen in den nächsten fünf Jahren geschlossen werden
  5. Katholische Pastoralreferentin kann Papstaussagen über Abtreibung ‚nicht akzeptieren’
  6. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  7. Kardinal Koch und Bischof Bätzing führen vertrauliches Gespräch in Rom
  8. Köln: Öffentlicher Muezzinruf offenbar kurz vor dem Start
  9. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  10. Prof. Werner Münch, Ministerpräsident a.D.: „Es reicht jetzt, Bischof Bätzing!“
  11. Pariser Kirche vibriert vor Leben: Messen und Beichten in Hülle und Fülle, Priesterpräsenz, Beter
  12. Focus: „Pädophilie-Vorwurf - Berlin bekommt schwul-lesbische Kitas“
  13. „Wir wollten den Jom-Kippur-Tag würdigen, aber bebilderten mit Foto des Felsendoms in Jerusalem“
  14. Kardinal Eijk: Flämische Bischöfe sollen Segnung für Homosexuelle zurückziehen
  15. Italienischer Priester verstößt ständig öffentlich gegen kirchliche Lehre: Nun suspendiert

Ein gewöhnlicher Krimineller?

15. März 2014 in Kommentar, 43 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Was die Causa Hoeneß über uns und unser Gemeinwesen sagt. Ein Gastkommentar von Michael Schäfer.


München (kath.net) Man muss kein Fan von Uli Hoeneß sein, um die Geschwindigkeit zu bewundern, mit der dieser „gewöhnliche Kriminelle“ (SPIEGEL) durch den Verzicht auf alle Ämter und die mögliche Revision in gewisser Weise die Hoheit über sein Leben zurückgewonnen hat. Er konnte nicht verhindern, über Monate hinweg das Objekt der öffentlichen Diskussion zu sein, aber er hat die erste mögliche Ausfahrt genommen, um wieder Subjekt zu sein. Für einige Jahre ein Mensch am unteren Ende der sozialen Leiter, aber eben eine selbstbestimmte und –verantwortliche Person mit „Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung“, wie er in seiner Presseerklärung schreibt.

Ein Journalist, der ihn persönlich kennt, hat in einem Interview auf die Frage, wie Hoeneß im Gefängnis zurechtkommen werde ohne die ihm vertrauten „Großen der Welt“, geantwortet: „Er braucht keine Großkopferten um sich herum. Er wird sich sehr emphatisch für seine Mitgefangenen interessieren.“ Vielleicht muss man sich um die Zukunft des Menschen Uli Hoeneß gar nicht so viele Gedanken machen.

Will man den nun weitgehend abgeschlossenen Skandal unter einer christlichen Perspektive einordnen, so fällt zunächst der Gegenstand auf, um den es geht. Fielen Personen des öffentlichen Lebens früher regelmäßig ihren Sünden gegen das Institut der Ehe zum Opfer, so geht es heute fast immer um Geld und besonders gerne um Steuern.

Dieser Sachverhalt sollte uns das erste Mal aufhorchen lassen. Natürlich verbietet sich für den Christen die Steuerhinterziehung schon deshalb, weil sie fast notwendigerweise mit Akten der Lüge und Unwahrhaftigkeit verbunden ist. Der durch diese Unwahrhaftigkeiten verdeckte Sachverhalt ist moralisch aber keineswegs so eindeutig wie dies etwa beim Ehebruch der Fall ist.

Während das eine ein „intrinsece malum“ ist, also der Verstoß gegen eine absolute Norm, kann die Steuerhinterziehung dies schon deswegen nicht sein, weil die Höhe der auferlegten Steuern variabel ist und von staatlicher Willkür abhängt. Jedem ist klar, dass Steuersätze über 100% Unrecht wären, gegen das man sich auch durch individuelle Entziehung wehren dürfte – wo aber ist die Grenze, unterhalb derer Steuersätze „gerecht“ und damit hinzunehmen sind?

Die Emphase, mit der das Thema Steuern heute mit dem Begriff der Gerechtigkeit verbunden wird, ist ein sicherer Indikator für das unterdrückte Restbewußtsein, dass der staatliche Zugriff auf die persönlichen Einkommen ein hochgradig rechtfertigungsbedürftiger Vorgang ist. Zumal der Schuldenstaat der Gegenwart, der gigantische Lasten auf die Schultern der kommenden Generationen häuft, wenig Grund hat, sich als moralische Super-Autorität aufzuspielen.

Man kann die sich immer weiter ausbreitende Staats- und Steuerfrömmigkeit in Deutschland im Sinne des oben Gesagten als Ausdruck einer immer größeren Liebe zur Wahrhaftigkeit interpretieren – ein Rest an Staatsskepsis bleibt vielleicht dennoch angebracht und wünschenswert. Man sollte nicht vergessen, dass das in diesem Zusammenhang immer wieder zitierte Jesuswort „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ nicht die Antwort auf die Frage war, ob man Steuern zahlen MUSS, sondern auf diejenige, ob man überhaupt Steuern zahlen DARF. Das ist keine Rechtfertigung zur Steuerhinterziehung, aber vielleicht Anstoß für ein gelegentliches Nachdenken.

Zur Neusortierung in der Hitliste „öffentlicher Sünden“ passt auch das Standardbeispiel, an dem die Verwerflichkeit der Steuerhinterziehung heute meist illustriert wird: „Die hinterziehen Steuern und anderswo fehlt das Geld für die Kitas.“ Nicht mehr das verhungernde Kind in der „Dritten Welt“ oder der Sozialhilfeempfänger sind das Ideal sinnvoller Verwendung von Steuergeldern, sondern das unverzichtbare und mit Rechtsanspruch versehene Schmiermittel zur Durchökonomisierung der Gesellschaft und zur Verwandlung möglichst aller Menschen in jederzeit verfügbare Arbeits- und Konsumkräfte.

Mag man über die moralische Bewertung von Steuerangelegenheiten unter Christen sehr legitim unterschiedlicher Meinung sein, ist ein anderes Charakteristikum der „Angelegenheit Hoeneߓ weitaus besorgniserregender: die Art der öffentlichen Berichterstattung. Es besteht kein Zweifel, dass den Medien in einer freien Gesellschaft die wichtige Aufgabe zukommt, öffentliche Vorgänge und auch das Gebaren öffentlicher Personen kritisch zu begleiten und immer wieder auch durch Offenlegung von Dingen der Gerechtigkeit auf die Sprünge zu helfen. Rechtfertigt dies aber ein monatelanges, sensationslüsternes mediales Trommelfeuer, bei dem Schritt für Schritt privateste Dinge ins grelle Licht der Scheinwerfer gezerrt werden?

Weiter: Wären die Medien in dem Augenblick, in dem die staatliche Gerechtigkeit in Form staatsanwaltlicher Ermittlungen ihren Lauf nimmt, nicht sogar verpflichtet, die Scheinwerfer herunterzuregeln? Was bedeutet der alte Grundsatz, dass ein Angeklagter bis zur rechtskräftigen Verurteilung als Unschuldiger zu gelten hat, heute noch? Was sind im konkreten Fall verfassungsmäßige Rechte wie der Appell an die nächste Instanz noch Wert, wenn sie nur um den Preis weiteren monatelangen medialen Dauerfeuers zu haben wären? Ist es wirklich akzeptabel, dass weite Teile der Medienwelt sich darin überbieten, dem Angeklagten jeden positiven Charakterzug abzusprechen und ihn in eine Art Monster zu verwandeln?

Man kann auch diese Fragen unterschiedlich beantworten – Christen sollten sie sich auf jeden Fall stellen.

Aber versuchen wir noch ein wenig tiefer zu graben. Der vielleicht irritierendste Aspekt der „Causa Hoeneߓ (man könnte weitere Namen anführen: Wulff, Schwartzer, Tebartz van Elst) ist die ins Auge springende Gnadenlosigkeit, mit der Fälle dieser Art in der Öffentlichkeit verhandelt werden. Gnadenlosigkeit aber ist das Gegenteil von Barmherzigkeit und diese ist nicht erst seit Papst Franziskus die christliche Tugend schlechthin.

Sie fällt uns heute vielleicht deshalb so schwer, weil ihr, sofern sie echt im christlichen Sinne ist, die Einsicht korrespondiert, dass der Mensch ein „erbärmliches“ Wesen ist. Und dies nicht in abstrakter Weise – nein: Ich bin erbärmlich, Du bist erbärmlich und unsere Nächsten sind es auch; wir alle, die wir uns an der öffentlichen Exekution eines „Großkopferten“ delektieren. Millionen Deutsche leisten Schwarzarbeit oder nehmen sie in Anspruch (der wirtschaftliche Gesamtschaden wird von der Bundesregierung auf dreistellige Milliardenbeträge pro Jahr beziffert); millionenfach wird Prostitution und Pornographie „konsumiert“ – um nur zwei Beispiele herauszugreifen.

Wir betrügen das Gemeinwesen und wir brechen die Ehe, wir lügen und reden schlecht über unseren Nächsten. Niemand würde es überstehen, wenn sein Leben unter dem Licht der Fernsehscheinwerfer moralisch seziert würde. Wir alle sind erbärmlich und bedürfen der Barmherzigkeit; der Barmherzigkeit des gekreuzigten Gottessohnes und der Barmherzigkeit unserer Mitmenschen.

Die Gnadenlosigkeit so mancher öffentlicher Hatz ist wohl nur die Kehrseite dieser Verdrängung und diese Verdrängung ein Charakteristikum unserer Gesellschaft, die keine christliche mehr sein will und keine christliche mehr werden kann, solange die Einsicht in unsere individuelle Erbärmlichkeit nicht wieder Teil unseres öffentlichen Bewußtseins wird.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Antigone 17. März 2014 
 

@nurmut

Ist Gefängnis eine Lösung?
Für wen ist Gefängnis eine Lösung? Gefängnis ist die Hölle! Warum regt sich niemand darüber auf bei Hinz und Kunz? Nur bei den Großen, die ihr vieles Geld beiseite gebracht haben?


4
 
 nurmut 17. März 2014 
 

Ist Gefängnis eine Lösung?

Was hat Matthäus gemacht?
1) Den Schaden wieder gut gemacht.
2) Noch mehr getan: Nämlich das 4 Fache den Geschädigten zurückgezahlt.
3) Zusätzlich die Hälfte des Vermögens den Armen gegeben.
Was wäre für Hoeneß angemessen?
a) den Schaden wieder gutmachen (inkl. Strafzahlungen)
b) die Hälfte seines verbliebenen Vermögens den Armen geben.
Von seinem (kurzen) Gefängnisaufenthalt hat keiner etwas.


1
 
 Trierer 16. März 2014 

Steuerhinterzieher,

Die Steuerverschwendung hierzulande ist in der Tat verheerend. Wer wollte das bestreiten? Was bei Elbphil.,Bhf.Stuttg.,Nürburgr. etc. passiert macht fassungslos. Getopt wird das alles nur im Berlin des dreisten Wowereit, der nicht nur für den teuersten und gleichzeitig schlechtesden Flugh. Europas die, von ihm nicht wahrgenommene, Verantwortung trägt, aber auch noch einen steuerhinterziehenden "Spezl" nicht nur an seiner Seite lässt, sondern ihn auch noch schützt. Das relativiert die Schuld eines Hoeness beträchtlich. Allerdings,ein Kavaliersdelikt ist Steuerhinterzug bei den Hoeness´schen Summen auch nicht. Wir mögen ja einen leichtfertigen Umgang mit Steuergeldern zu Recht beklagen, aber es bleibt schwerer Betrug, nicht nur am Staatswesen. Vor allem aber, und das ist der Skandal, ist es ein schamloses Hintergehen aller ehrlichen Bürger, die klaglos ihre Abgaben berappen. Und da auch ich zu diesen"Dummen"gehöre, fand ich das Urteil angemessen und gerecht. Nicht mehr und nicht weniger.


5
 
 Gipsy 16. März 2014 

@ Jaii der Herr

Von daher kann ich es nicht mehr hören, dass bei solchen Diskussionen immer auf die "kleinen" gezeigt wird, die ja auch dreck am Stecken haben.
------------------------------------

Die "Kleinen" rufen ja am lautesten nach Repressalien . Aber ich verstehe,was Sie meinen muss ich doch auch meine Zahlungen aus den Rippen schwitzen ;-)


0
 
 Jaii der Herr 16. März 2014 
 

@Gipsy

Ich möchte garnicht behaupten, dass der "kleine Mann" nicht auch in ähnlicher Weise falsch handeln kann. Ich möchte auch nicht dass die "hohen Herren" hängen und die kleinen laufen gelassen werden (obwohl in der Geschichte üblicherweise die kleinen gehängt werden und die hohen sich Freikaufen können).

Den "hohen Herren" muss jedoch bewust sein, dass sie auch eine höhere Verantwortung tragen.

Außerdem muss ich betonen, dass die Strafen die der kleine und der große Mann bekommen häufig eben nicht im verhältnis zueinander stehen.
Jemand der 10€ die Stunde bekommt und 100 € für zu schnelles Fahren bezahlen muss wird relativ gesehen härter bestraft als jemand der 77 € die Minute bekommt.
Ganz zu schweigen von eventuell festgelegten Kautionen, die der eine aus der Portokasse bezahlen kann, der andere überhaupt nicht.

Von daher kann ich es nicht mehr hören, dass bei solchen Diskussionen immer auf die "kleinen" gezeigt wird, die ja auch dreck am Stecken haben.


4
 
 Stefan Fleischer 16. März 2014 

@Gipsy

Für mich ist und bleibt die Ehrlichkeit eine Christenpflicht. Ich glaube nicht, dass ich meine Sünden mit den Sünden der anderen rechtfertigen kann.


2
 
 luzerner 16. März 2014 
 

Hat Uli Höness einfach je ein Kapitel aus dem Matthäus und Lukas Evangelium missverstanden?

Ich verweise auf Wikipedia über die "anvertrauten Talente":

http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_von_den_anvertrauten_Talenten


1
 
 Gipsy 16. März 2014 

@ Stefan Fleischer

Nur so nebenbei
Steuerehrlichkeit ist nicht zuerst
eine Frage der Steuern,
sondern eine Frage der Ehrlichkeit.
--------------------------------------

Ehrlichkeit wird von denen abverlangt, die zahlen müssen, was von "Unehrlichen" verlangt wird und zwar soviel,wie diese es nach ihrem Bedürfnis erhöhen und zwangseinfordern.
Also das mit der Ehrlichkeit wäre ein Argument, wenn die Nehmer auch alle grundehrlich wären.

Wenn genug an die Gemeinden zufliessen würde wäre es ja gut, aber es ist nicht so.Vieles verfällt, die Strassen muss man befahren um zu sehen, was da im Argen liegt. Überall wird zurückgefahren, an Bildung, Sport, die Jugendfreizeitförderung, Gemeindehäuser,Schwimmbäder etc.etc.
Wo sieht der Steuerzahler den Erfolg seiner Abgabe?
Man muss sich nicht wundern über die zunehmende"Unehrlichkeit" des Volkes.

Die Menschen dann einzusperren bedeutet ja wieder ein Verlust an Steuern,(weil sie nicht arbeiten und zahlen können), wo soll da der Sinn sein.


1
 
 Jaii der Herr 16. März 2014 
 

@Imrahil

Aber das Gelt ist doch noch garnicht in seinem Besitz, wenn die Steuer anfällt. Sonst währe es doch eine Vermögenssteuer, die es in D noch nicht gibt. Also ist es doch Diebstahl.


0
 
 Stefan Fleischer 16. März 2014 

Nur so nebenbei

Steuerehrlichkeit ist nicht zuerst
eine Frage der Steuern,
sondern eine Frage der Ehrlichkeit.


3
 
 burchard63 16. März 2014 
 

Willibald Reichert

Von Heuchlern und Natterngezücht zu sprechen hat so etwas schön altbackenes nahezu putziges.
Vor allem in der Causa Höneß. Hier diese Worte zu verwenden anlässlich des Oberheuchlers und andere Maßreglers Höneß kann doch wohl nur ein Versuch stärkster Ironie sein. Wen hat er nicht alles abgekanzelt und wie hat er nicht über die Jahre seine Steuer- und sonstige Ehrlichkeit herausgestellt und nun das.
Und immer schön durchblicken lassen, was für toller Spender er doch sei. Ja, mit fremden, nämlich Steuergeld ist das ja eine tolle Leistung. Nein der gute Mann von der Säbener Strasse ist als absolut unehrlich aufgeflogen. Muß sich nun auch nicht wundern über Spekulationen über die Herkunft des dazugehörigen Geldes, welche bei einem Weiterlaufen des Verfahrens sich als ebenso justiziabel herausstellen könnte. Ein Geschenk ohne eine wie auch immer geartete Gegenleistung vom Adidas Vorstand? ;-)


2
 
 placeat tibi 15. März 2014 
 

@Imrahil

Danke für den Kommentar!

(und: Lewandowski ist dazu Katholik, als solcher will der auf der Bank nicht sitzen sondern knien, und wie blöd wär das auf einer Ersatzbank! Also, er wird spielen!:)


0
 
 abbelbrei 15. März 2014 
 

Steuerehrlichkeit

Ich habe immer vor einer Vorverurteilung von Herrn Hoeneß gewarnt. Entsetzt habe ich zur Kenntnis genommen, wie die Summen der Steuerhinterziehung fast täglich nach oben korrigiert werden mussten.

Dem Otto-Normal-Verbraucher werden die Steuern monatlich vom Lohn abgezogen. Bei den Reichen und Schönen ist das anders. Und durch die Millionenspenden lassen sich wunderbar Steuern sparen.

Mir kommt die Beobachtung Jesu im Tempel in den Sinn. Die Reichen spenden viel, um gesehen und bewundert zu werden. Ein altes Mütterchen wirft beschämt 2 Münzen in den Opferstock.

Jeder von uns weiß, welches Opfer bei Jesus mehr gezählt hat. Herrn Hoeneß jetzt als Moralapostel hinzustellen, halte ich zumindest für bedenklich, wenngleich ich seine Entscheidung, seine Haft anzutreten, respektiere und hochachte. Und trotzdem frage ich mich: Will er dadurch vielleicht nur noch Schlimmeres verhindern? Hat er angesichts der Forderung der Staatsanwaltschaft vielleicht Angst vor einer noch höheren Strafe?


2
 
 queenie 15. März 2014 
 

Steuererhebung 2

40 %; das Ganze scheint unbeherrschbar zu werden. China sagte vor Jahren, es habe eine Staatsquote von rd. 18 %; in vielen Bereichen besteht keine Überregulierung.
Deshalb sei man erfolgreich.


3
 
 Imrahil 15. März 2014 
 

Guter Kommentar. Was freilich die Unschuldsvermutung betrifft - da wäre schon zu sagen: in einem Fall, in dem der Angeklagte die Tat freimütig gestanden hat und es keine Hinweise gibt, daß er dabei aus welchem Grund auch immer gelogen hat, *da* (sonst nicht) ist die Unschuldsvermutung eine juristische Formalität, an die der Staat, aber nicht der Berichterstatter gebunden ist.

Thema Bankraub: ist schlimmer als Steuerhinterziehung, *wenigstens* bei gleicher Summe und cet. parib. Daß Raub schlimmer als Diebstahl ist, schreibt der heilige Thomas (und das StGB); Steuerhinterziehung aber ist nicht Aneignung fremden Eigentums, sondern bloß Nichterfüllung der allerdings bestehenden Pflicht, eigenes Eigentum abzugeben, ist also cet. par. auch noch mal weniger schlimm als Diebstahl. Aber deswegen nicht zu rechtfertigen)...

@Elija-Paul: Bayern kauft Lewandowski, um sich zu verstärken. I. ü. würde ich darauf vertrauen, daß Fußballprofis nicht zu einem Verein gehen, um auf der Bank zu sitzen.


6
 
 Johannes Evangelista 15. März 2014 
 

Bei der Kirchensteuer ist es anders @Wolfgang63

Über die kräftige Steuernachzahlung aus dem Hause Hoeness freut sich auch das Erzbistum München-Freising. Aber: Wer Steuern hinterzieht, wird von seiner Kirche nicht belangt. Man kann zwar aus der Kirche austreten. Aber dann verlässt man den rechtlich geordneten Raum der Kirche selber und wird nicht wegen irgendwas bestraft. Bitte etwas Prüzision.


1
 
 willibald reichert 15. März 2014 
 

Kostadinov

Beim Lebensrecht gelten ganz andere Maß-
stäbe. Da ist man nicht so pingelig! Un-
sere Moral ist doch so etwas auf Geld
fixiert - siehe auch die Verbindung der
Kirchensteuerzahlung mit der Zugehörigkeit
zur katholischen Kirche - ,daß man sich
über nichts mehr wundern muß. Die Tal-
fahrt des Glaubens und ihre Folgen
drückte schon Dostojewski sehr eindeutig
aus:Wenn Gott aus dem Leben verschwindet, ist alles möglich. Ich
bin nie ein Freund von Hoeneß gewesen,
aber so wie er an den Pranger gestellt
wurde, kann man nur von sprungbereiter
Feindlichkeit der sich moralisch höher
Dünkenden sprechen. Ich sage:Ihr Heuch-
ler und Natterngezücht!!!


5
 
 mapa 15. März 2014 
 

Herr Höneß hat in seiner Situation, das für ihn vernünftigste gemacht. Sein Handeln moralisch zu beurteilen ist Nonsens . Die Medien bedienen den Markt von dem sie leben. Auch hier ist eine moralische Beurteilung wohl nicht sinnvoll.


0
 
 queenie 15. März 2014 
 

Sreuererhebung des Staates/Sozialabgaben

'Kann Raub ohne Sünde erfolgen'?

Augustinus hat dieses Thema in einer Abhandlung, die sich mit dem moralischen Recht des Staates zur Steuererhebung befaßt, behandelt.

Seine Antwort: Wenn der Staat bis zu 10 % des Volkseinkommens fordert, ist es noch o.k. 1920 forderte er 20 %, unter Ludwig Erhard 35 %, heute 60 %. in den 50iger Jahren (nach Kriegsende) hatte der Finanzminister Guthaben (Schäffer'sche Turm). Heute hat die BRD lt. ernstzunehmender Fachleute 7 500
Milliarden Staats - Schulden bei 30 Millionen Vollzeitbeschäftigten (EUR
250.000,-- pro Vollzeitbesch).
Steuersünder einfach zu verurteilen ist
populär. Alle schreien nach mehr Staat-
das Ergebnis ist der Weg in die Knechtschaft (Nobelpreisträger Hayek). Für eine Autogarage braucht man eine Statik. Für horrende öffentl. Ausgaben keine Kosten-Nutzen-Analyse. Hier muß jede moralische Betrachtung ansetzen.
Nicht gesteuert sein durch Rache- oder Neidgefühle. Seit der letzten Finanzkrise stiegen die Staatsschulden
weltweit um


10
 
 Stefan Fleischer 15. März 2014 

Ein "Gerechter", der sich erwischen liess

Ich habe den Fall eigentlich nicht verfolgt. Er zeigt aber, so wie auch dieser Artikel, dass die "Kinder dieser Welt klüger sind, als die Kinder des Lichts." Unter ihnen gibt es sogar jene, die sich, selbst wenn sie erwischt werden, noch der Nimbus des "Gerechten" zu erhalten vermögen.

Für einen Christen aber hat - wenigstens nach meiner Meinung - auch in der Frage der Steuerehrlichkeit die Frage der Ehrlichkeit weit mehr Gewicht als die Frage der Steuer(gerechtigkeit).


2
 
 Kurti 15. März 2014 
 

Man muss sich doch nicht wundern über die öffentliche

Kritik an Hoeneß, da dieser sich auch immer öffentlich über andere z.B. Christof Daum ausgelassen hat und einmal groß hinausposaunte, er zahle seine Steuern korrekt und anderes mehr. So wird er jetzt eben von seinen eigenen Aussagen heimgeholt. Auch hat er sich (notgedrungen) selbst angezeigt und das macht einer nur, wenn er weiß, dass er etwas auf dem Kerbholz hat.
Seine Ehe hat vor Jahren auch einmal einen Bruch gehabt, da er mit einer anderen Frau ging. Man kann auh nicht verstehen, dass jemand, der so steinreich ist, dem Staat noch Geld entziehen muss. Hätte er seine Steuern korrekt bezahlt, dann hätte er sich ebenso alles leisten können, was er zum Leben braucht und darüber hinaus noh viel, viel mehr. Wer selber laufend in den Medien an andern Kritik anbringt und ihnen meint öffentlich Ratschläge erteilen zu müssen, der muss sich nicht wundern, da das bei so einer Gelegenheit auf ihn zurückfällt.
Herr Hoeness wird auch nach vielleicht zwei Jahren oder etwas mehr wieder tätig sein. Wenn er


3
 
 luzerner 15. März 2014 
 

"Wer hat dem wird gegeben, wer nichts hat, dem wird genommen"

frei zitiert aus dem Evangelium.

Leider hatte es Uli Höness (auf CH-Deutsch geschrieben) verpasst, sich in der Schweiz als Deutscher Steuerflüchtling niederzulassen.

Jedes Dorf, auch im hintersten, fremdenfeinlichen Tal, hätte ihn mit Pauken, Trompeten, einem neuen Fussballfeld willkommen geheissen.

Als Antrittsgeschenk hätte dieser "Flüchtling" ein Geschenk in Form eines "Pauschalsteuer-Abkommen" erhalten.

Wir Schweizer sind gegen Ausländer, inkl. echten Flüchtlingen. Nein, nicht alle Schweizer, nur etwas mehr als die Hälfte.

Das Geld von Uli Höness fehlte in den Gemeinden und im Freistaat Bayern.

Allerdings, Deutschland ist in Steuerfragen kein Paradies sondern eher ein Vorgeschmack der Hölle.

"Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Reicher in den Himmel kommt"; steht ähnlich auch in einem Evangelium.


4
 
 Johannes Evangelista 15. März 2014 
 

Ich habe noch keinen gewöhnlichen Kriminellen erlebt ...

... der ein nicht unumstittenes Urteil mit so viel Haltung angenommen hat. Respekt vor einem, der auch im Verlieren Größe zeigt.


15
 
 serafina 15. März 2014 
 

Aber in diesen Dimensionen?

In der Hl. Schrift steht: "Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im ÜBERFLUSS haben; (Matth. 25,29): So what?


1
 
 Wolfgang63 15. März 2014 
 

Kirchensteuer

Nur zur Erinnerung wenn hier die "Gnadenlosigkeit" des Staates und der Medien beklagt wird : Wer Kirchensteuern "hinterzieht" bzw. nicht zahlt, wird aus der Kirche ausgestoßen und von den damit verbundenen Sakramenten ausgeschlossen.


10
 
 Kostadinov 15. März 2014 

Gestern war in der SZ...

...ein Artikel, dass jemand für eine Vergewaltigung 6,5 Jahre gekriegt hat. Verhältnismäßigkeit?

und wenn ich wen umbringe, krieg ich vom Staat nen Psychologen bezahlt, der behauptet, ich hätte eine schwere Kindheit gehabt, dann gibt's Strafmilderung. Aber bei Finanzsachen ist der Staat gnadenlos! Nicht daß ich Hoeneß für unschuldig halte, aber die Verhältnisse stimmen nimmer bei uns


16
 
 athanasius 15. März 2014 

Michael Schäfer

Grossartiger Artikel. Vielen Dank!


5
 
 serafina 15. März 2014 
 

Er hat einen unverzeihlichen Fehler gemacht

Und das war, dass er nicht seinen Erstwohnsitz in der Schweiz angemeldet und dort 6 Monate im Jahr gelebt hat. Wäre völlig legal gewesen. Andere machen das schließlich auch.


11
 
 Antigone 15. März 2014 
 

@Gipsy

So ist es wohl. Ist das gut? Pervers, finde ich.


5
 
 girsberg74 15. März 2014 
 

Zwei Zitate aus dem Gastkommentar, die mir sehr zusagen:

„Er konnte nicht verhindern, über Monate hinweg das Objekt der öffentlichen Diskussion zu sein, aber er hat die erste mögliche Ausfahrt genommen, um wieder Subjekt zu sein.“

„Vielleicht muss man sich um die Zukunft des Menschen Uli Hoeneß gar nicht so viele Gedanken machen.“


7
 
 TOKOBI 15. März 2014 
 

Was für eine verlogene Debatte in den Zeitungen!

Die Menschen verfolgen das am gnadenlosesten, was sie jederzeit bereit wären selber zu tun, wenn sie nur sicher wären, nicht entdeckt zu werden.
Und noch ein anderer Umstand ärgert mich:
Da treten mehrere Ausländer solange auf einen Deutschen ein, bis er tot liegen bleibt. Der Mann wollte eigentlich nur einen Streit schlichten. Und diese Mörder gehen mit Bewährungsstrafen und lachenden Gesichtern nach Hause, nur weil man nicht exakt feststellen kann, von wem genau der eine Tritt kam, der medizinisch als der „tödliche“ zu gelten hat.
Hier wird ein Mensch barbarisch zu Tode gebracht und es geht mit Bewährung ab, dort wird lumpiges, lausiges Geld nicht bezahlt und der Mann muss ins Gefängnis – was soll das für eine Gerechtigkeit sein!


16
 
 Gipsy 15. März 2014 

@ Antigone

Aber in diesen Dimensionen?
-----------------------
Ob das Geld verdient ist oder gemacht wurde. Es fällt nicht vom Himmel und die Dimensionen können ja auch nur so gross sein, wie das Fussballvolk (der Kunde) es bezahlt. Die Masse bezahlt und bekommt dafür eine Ware.
Die wundersame Geldvermehrung geschieht dann über diverse Aktionen , Börse , Aktien etc.

Letztendlich aber entstehen diese Dimensionen durch Mithilfe der Kunden (Fans) sie sponsern am meisten.


1
 
 willibald reichert 15. März 2014 
 

Dottrina

Man sollte im Zusammenhang der Causa
Hoeneß auch einmal an die Steuerflüchter
wie Beckenbauer, Schumacher usw. erinnern.
Der letztere wurde von den Bundespräsidenten allein dreimal mit höchsten Orden dieses Landes ausgezeich-
net. Als er sich wie folgt über den
den Terror unterstützenden Staat Katar äußerte:"Ich habe noch nicht
einen einzigen Sklaven in Katar gesehen,
also die laufen alle frei rum, weder in
Ketten gefesselt, noch mit irgendwelcher
Büßerkappe auf dem Kopf, also, das habe
ich noch nicht gesehen. Also, ich habe
mir vom arabischen Raum ein anderes Bild
gemacht, und ich glaube, mein Bild ist
realistischer." war die Reaktion der
sonst sprungbereiten und Skandal rufenden Medienmeute mehr als zurück-
haltend. Ansonsten möchte ich aus eige-
nem Erleben sagen, daß ich die Sache
mit der Steuerhinterziehung bezüglich
des Echos von Otto Normalverbraucher für
ziemlich heuchlerisch halte. Es ist nach
meinem Dafürhalten gang und gäbe, den
Staat zu betrügen.


5
 
 burchard63 15. März 2014 
 

@Dottorina

Ein wenig illusorisch, aber: "wo man bis Juli nur für den Staat arbeitet?"
Vielleicht müßte man ein wenig kürzer für "den Staat" (wer ist das eigentlich, nicht wir alle - auch die, welche voller Abneigung von ihm sprechen)arbeiten, wenn sich nicht doch wenig am obersten extrem reichen Ende der Einkommensskala dank ihrer Möglichkeiten vor den Steuern drücken. Und auch wenn mich kurz ein Unbehagen über die öffentliche Behandlung von U.H. überkommt, tröste ich mich damit, daß es hier einen so extremen Aufschneider trift:
"Das ist doof. Aber ich zahle volle Steuern" oder
"Ich bin seit über 20 Jahren im Geschäft und kann für mich behaupten, dass ich nie mit solchen Praktiken zu tun hatte. ... Es ist doch unklug, solche Dinge zu machen, denn irgendwann kommt doch immer alles heraus"

http://www.stern.de/wirtschaft/news/hoeness-sprueche-das-ist-doof-aber-ich-zahle-volle-steuern-2000254.html

Bei diesen Beispielen der Heuchelei noch aus jüngster Zeit, ist das alles schon so in Ordnung


3
 
 Dottrina 15. März 2014 
 

Gieriger Staat!

Gut, Uli hat an der Börse gezockt und Steuern hinterzogen; er hat Unrecht begangen und muß nun dafür geradestehen. Alles schön und recht. Nur: Der Staat, der den Uli verdonnert, ist er nicht derjenige bzw. diejenigen, die den Staat repräsentieren, die eigentlich genauso gut in den Knast gehören? Diejenigen, die Milliarden an Steuergeldern sinnlos verbraten, siehe BER, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, um nur wenige zu nennen. Müßten nicht diejenigen genauso bestraft werden, die solche Unsummen zu verantworten haben? Diejenigen, die diese Gesetze entwerfen oder immer wieder korrigieren, die uns arbeitende Bevölkerung immer mehr auspreßt, wo man bis Juli nur für den Staat arbeitet? Nicht zu vergessen die kalte Progression! Das ist keine Entschuldigung für Uli und andere Steuerhinterzieher, aber man sollte mal darüber nachdenken.


14
 
 Elija-Paul 15. März 2014 
 

Gebet für Uli Hoeneß!

Seit die Steuerhinterziehung bekannt wurde, bete ich für Uli Hoeneß, daß er die rechten Lehren aus diesem Tiefpunkt bezieht, sich nichts antut und intensiv zum Herrn findet. Deshalb würde mich interessieren ob es offiziell bekannt ist, daß er bei der Beichte war. Offensichtlich war er spielsüchtig - keine leichte Sache! Mir tut er leid! Allerdings ist es gut, daß er sicher nun eine große Läuterung durchmacht, wenn es richtig verläuft.
Woher solche riesigen Summen kommen? Ich hoffe für ihn, daß nicht noch andere Sachverhalte geschehen sind!
Was den Fußball betrifft:Ich weiß, daß es so üblich ist! Aber mir ist es unbehaglich, wenn Bayern jedesmal die besten Spieler kauft und dann auch noch vom direkten Konkurrenten Borussia Dortmund. So wird man auf die Dauer keinen richtigen Gegner mehr haben und wird da oben an der Spitze einsam. Das ist dann doch mehr ein Geschäft als Sport. Schade - ist doch Fußball (für mich) die schönste Nebensache der Welt!


9
 
 bereschit 15. März 2014 
 

An die Medien und die

 habe heute morgen gerade Obadja gelesen. Ich finde das äußerst passend zu der Causa Hoeneß - aber auch in ähnlichen Fällen:

„Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tag deines Bruders, am Tag seines Unheils, und sollst dich nicht freuen über die Kinder Judas am Tag ihres Untergangs und nicht dein Maul aufreißen am Tag der Drangsal.

………Denn nahe ist der Tag des Herrn über alle Heidenvölker; wie du gehandelt hast, so wird man dir gegenüber handeln; dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück!  Denn gleichwie ihr auf meinem heiligen Berg getrunken habt, so sollen alle Heidenvölker beständig trinken; sie sollen trinken und schlürfen und sein, als wären sie nie gewesen.


3
 
 newman 15. März 2014 
 

Notrecht

Unsere Staaten sind eben gerade nicht Sozial- sie bestehlen ihre Bürger unter Gewaltandrohung, verteilen in viele und gegensätzliche Richtungen um, stecken ihre Nasen laufend in neue Handlungsfelder, sind verschwenderisch, und nähren die Illusion, dass jeder Nutzniesser dieses Durcheinanders sei!
@Calimero
Sie scheinen den ganzen Artikel nicht gelesen zu haben ansonsten wohl schwerlich eine moralische Gleichsetzung von Bankraub und Steuerhinterziehung resultieren kann. Sie hängen auch an der Utopie, dass der Staat für das Wohl der Bürger verantwortlich sei. Von der Wiege bis zur Bahre muss der Staat für die Bürger schauen und dafür sorgen, dass sie nirgendwo Schmerz erleiden - Ziel: Gleichheit aber eben keine Freiheit!


6
 
 st.michael 15. März 2014 
 

Wer ohne Schuld ist...............................

Ich habe nur darauf gewartet wann es die Gutmenschendiskussion hier gibt, bei der alle es natuerlich so viel besser und moralischer machen als der ach so beneidete Uli Hoeness.
Alle die jetzt gross die Klappe ueber Moral und Anstand aufmachen, sollten sich einmal im Spiegel betrachten und in sich gehen.
Weiterhin werden dem Staat hunderte von Milliarden entzogen, durch Schwarzarbeit etc. pp
Jeder der "Gutmenschen" hat schon betrogen, so oder so, nur zum "Format" Hoeness hat es mangels Gelegenheit(und Intelligenz) eben noch nie gereicht.
Wer nicht die ganzen Zusammenhaenge kennt, sollte sich tunlichst zurueckhalten und vor der eigenen Tuere kehren.
Wie ist es zb. mit der HypoRealEstate Bank ? Diese kostet den Steuerzahler ca.300 Milliarden Euro! Ist ein einziger Politiker je angeklagt worden? Oder der Berliner Flughafen, hat Herr Wowereit mit juristischen Folgen zu rechnen, fuer diesen Skandal ?
Nein natuerlich alle nicht, denn sie sind ja Gutmenschen und damit sakrosant.
Zum Kotzen!


15
 
 Gipsy 15. März 2014 

Gebt dem Kaiser

was er verlangt (der Zehnte ist schon lange out ), so ähnlich steht es in der Bibel .
Nun hat der Kaiser etwas weniger bekommen und dafür muss Uli ins Gefängnis , dazu noch das Mehrfache seiner Schuld begleichen und die Meute sucht sich ihr nächstes "Opfer" auf das sie ihre eigenen Schulden projezieren kann , die Karavane zieht weiter.....

Herr Hoenes hat sich nun dem Pöbel entzogen , begleicht moralisch und finanziell seine Schuld und kann neu beginnen.

@ Antigone
Es wird immer so sein, dass manche Menschen mehr Geld einbringen können als Andere. Dies mit Argusaugen zu beobachten und anderen ihr Geld in Gedanken verteilen ,könnte zu Neid führen und macht den Beobachter moralisch nicht besser als es dem zu Beobachtenden angelastet wird.


11
 
 Calimero 15. März 2014 
 

Uli Hoeneß

In "unserem Gemeinwesen" waren öffentliche Hinrichtungen schon immer Volksfeste.
Und da niemand mehr verbrannt oder enthauptet oder gekreuzigt wird, muss man mit dem medialen Ersatz vorliebnehmen.

Das psychologische Muster ist bekannt. Man projiziert seine eigenen Sünden auf den Todgeweihten und lässt ihn ein bisschen stellvertretend für sich selber sterben. Das schafft Erleichterung. Auf diesem Mechanismus sollen schon ganze Weltreligionen entstanden sein.

Aber das an sich rehabilitiert den Delinquenten nicht.

28 Mio. Bankraub oder 28 Mio. Steuerhinterziehung machen moralisch keinen Unterschied.
Hoeneß geht auch nicht selbstbestimmt ins Gefängnis. Ein Urteil zu akzeptieren bedeutet nichts anderes als sich der Fremdbestimmung zu fügen.
Wäre er VOR Prozessbeginn freiwillig ins Gefängnis gegangen, dann wäre es Selbstbestimmung gewesen.

Sich NACH dem Urteilsspruch als Ehrenmann aufzuspielen hingegen ist mehr als überflüssig.


11
 
 unwissend 15. März 2014 

Selbst nach der Versöhnung

mit Gott in der Beichte und möglicher Wiedergutmachung ist die Unversöhnlichkeit des Mitmenschen "bis in alle Ewigkeit" zu fürchten ...
Ist es nicht peinlich, jemandem etwas vorzuwerfen, was Gott schon verziehen hat?


4
 
 Antigone 15. März 2014 
 

Was mich in dieser Angelegenheit interessiert,

ist, wieviel Geld ein Mensch, der ca. 27 Millionen € Steuern hinterzogen, gleichzeitig x € Steuern offiziell gezahlt hat, eigentlich angehäuft hat, und wie solche astronomischen Einkommen angesichts der materiellen Not vieler Menschen in der Welt zu rechtfertigen sind.


15
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  2. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  3. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  4. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein
  5. Eine Kathedrale in Istanbul - und eine in Nantes
  6. US-Stadt will barbusige Frauen in öffentlichen Parks erlauben
  7. „Wäre das Kinderkopftuch eine christliche Tradition, wäre es schon lange verboten“
  8. CNN-Moderator Chris Cuomo: Amerikaner "brauchen keine Hilfe von oben"
  9. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  10. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder







Top-15

meist-gelesen

  1. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  2. Holt Gott zurück in die Politik. Ja, wen denn sonst.
  3. Prof. Werner Münch, Ministerpräsident a.D.: „Es reicht jetzt, Bischof Bätzing!“
  4. Schlechtes Benehmen einiger Jugendlicher bei Kölner Messdiener-Wallfahrt nach Rom
  5. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  6. Pariser Kirche vibriert vor Leben: Messen und Beichten in Hülle und Fülle, Priesterpräsenz, Beter
  7. Der dramatische Angelus von Papst Franziskus zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
  8. Warum am Ende der Synode die Synode steht
  9. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  10. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  11. Kardinal Koch und Bischof Bätzing führen vertrauliches Gespräch in Rom
  12. Focus: „Pädophilie-Vorwurf - Berlin bekommt schwul-lesbische Kitas“
  13. „idea“-Kommentar kritisiert Worte von Landesbischof Gohl im Kölner Dom: „Warum?“
  14. Der Gott des Gemetzels
  15. Joey Kelly: Um Mama zu retten, hätte sie Angelo abtreiben müssen

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz