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Indien: Kirche gegen Gesetz über Homosexualitätsbestrafung

12. Dezember 2013 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Kardinal stellt antikirchliche Polemik klar: Katholische Kirche tritt nicht für Bestrafung von Homosexualität ein, sondern lehnt nur Einführung der Homoehe ab - Diskriminierung christlicher Dalits macht Sorgen, 5 Bischöfe bei Demo verhaftet


Rom-Delhi (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der Indischen Bischofskonferenz, Kardinal Oswald Gracias, hat klargestellt, dass die katholische Kirche nicht für eine Bestrafung von Homosexualität eintritt. Die Kirche sei nie gegen eine Entkriminalisierung von Homosexualität gewesen, zitierte der römische Pressedienst "Asianews" Gracias am Mittwoch. Sie lehne aber die Einführung von gleichgeschlechtlichen Ehen ab, so der Erzbischof von Mumbai. Gracias ist auch Mitglied des Kardinalsrats, der Papst Franziskus berät.

Anlass der Äußerungen war eine Entscheidung des obersten Indischen Gerichts vom Mittwoch, nach der homosexuelle Handlungen in Indien künftig wieder unter Strafe stehen. Indische Homosexuellen-Verbände hatten behauptet, christliche, islamische und hinduistische Organisationen hätten Druck auf die Richter ausgeübt.

Mit ihrer Entscheidung hoben die Richter die Entscheidung einer untergeordneten Instanz aus dem Jahr 2009 auf, die den Homosexuellen-Paragrafen im indischen Strafrecht für verfassungswidrig erklärt hatte. Mehrere religiöse Vereinigungen, unter ihnen die Allianz Apostolischer Kirchen, hatten gegen die Aufhebung des Homosexuellen-Paragrafen geklagt.

Nach dem nun wieder in Kraft getretenen Paragrafen droht für homosexuelle Handlungen laut "Asianews" eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren, in besonders schwerwiegenden Fällen auch lebenslängliche Haft. Die Vorschrift stammt noch aus der britischen Kolonialzeit.

Das oberste Gericht begründete seine Entscheidung laut Medienberichten damit, dass eine Änderung oder Abschaffung des betreffenden Paragrafen allein in die Zuständigkeit des Parlaments falle.

Bischöfe bei Protesten festgenommen

Unterdessen wurden am Mittwoch bei einer Demonstration zahlreiche indische Bischöfe, Priester und Ordensschwestern festgenommen. Die Demonstranten, darunter Delhis katholischer Erzbischof Anil Couto und fünf Amtsbrüder, waren gegen die Diskriminierung von christlichen Dalits auf die Straße gegangen. Zur Festnahme von mehr als 400 Teilnehmern kam es, nachdem die Demonstranten auf dem Weg zum Parlament eine Polizeiabsperrung durchbrochen hatten.

"Wir können nicht bloß weiter geduldig warten", sagte der Sekretär der Dalit-Kommission der katholischen Bischofskonferenz von Indien, P. Deva Sagay Raj, der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA nach Verlassen der Polizeistation. Der Sprecher des Nationalen Rates der christlichen Dalits, Franklin Caesar, sagte, Premierminister Manmohan Singh habe zugesagt, die Demonstranten am Donnerstag zu treffen.

Mindestens zwei Drittel der Christen stammen aus der Gruppe der Dalits, der "Unberührbaren". Die indischen Ureinwohner leiden bis heute unter den Diskriminierungen des indo-arischen Kastenwesens. Die christlichen Dalit fordern seit Jahrzehnten eine Einbeziehung ins gesetzliche Quotensystem für den Zugang von Dalits zu Schulen und Behördenjobs. Indien führte 1950 für Hindu-Dalits eine 15-Prozent-Quote in Schulen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes sowie freie Bildung ein, um den sozialen Aufstieg der "Unberührbaren" zu fördern. Die Begünstigungen wurden 1956 auf Sikh-Dalits und 1990 buddhistische Dalits ausgeweitet. Entsprechende Forderungen von christlichen Angehörigen dieser Kaste blieben bislang unerfüllt.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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