Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern

Indien: Kirche gegen Gesetz über Homosexualitätsbestrafung

12. Dezember 2013 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal stellt antikirchliche Polemik klar: Katholische Kirche tritt nicht für Bestrafung von Homosexualität ein, sondern lehnt nur Einführung der Homoehe ab - Diskriminierung christlicher Dalits macht Sorgen, 5 Bischöfe bei Demo verhaftet


Rom-Delhi (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der Indischen Bischofskonferenz, Kardinal Oswald Gracias, hat klargestellt, dass die katholische Kirche nicht für eine Bestrafung von Homosexualität eintritt. Die Kirche sei nie gegen eine Entkriminalisierung von Homosexualität gewesen, zitierte der römische Pressedienst "Asianews" Gracias am Mittwoch. Sie lehne aber die Einführung von gleichgeschlechtlichen Ehen ab, so der Erzbischof von Mumbai. Gracias ist auch Mitglied des Kardinalsrats, der Papst Franziskus berät.

Anlass der Äußerungen war eine Entscheidung des obersten Indischen Gerichts vom Mittwoch, nach der homosexuelle Handlungen in Indien künftig wieder unter Strafe stehen. Indische Homosexuellen-Verbände hatten behauptet, christliche, islamische und hinduistische Organisationen hätten Druck auf die Richter ausgeübt.

Mit ihrer Entscheidung hoben die Richter die Entscheidung einer untergeordneten Instanz aus dem Jahr 2009 auf, die den Homosexuellen-Paragrafen im indischen Strafrecht für verfassungswidrig erklärt hatte. Mehrere religiöse Vereinigungen, unter ihnen die Allianz Apostolischer Kirchen, hatten gegen die Aufhebung des Homosexuellen-Paragrafen geklagt.


Nach dem nun wieder in Kraft getretenen Paragrafen droht für homosexuelle Handlungen laut "Asianews" eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren, in besonders schwerwiegenden Fällen auch lebenslängliche Haft. Die Vorschrift stammt noch aus der britischen Kolonialzeit.

Das oberste Gericht begründete seine Entscheidung laut Medienberichten damit, dass eine Änderung oder Abschaffung des betreffenden Paragrafen allein in die Zuständigkeit des Parlaments falle.

Bischöfe bei Protesten festgenommen

Unterdessen wurden am Mittwoch bei einer Demonstration zahlreiche indische Bischöfe, Priester und Ordensschwestern festgenommen. Die Demonstranten, darunter Delhis katholischer Erzbischof Anil Couto und fünf Amtsbrüder, waren gegen die Diskriminierung von christlichen Dalits auf die Straße gegangen. Zur Festnahme von mehr als 400 Teilnehmern kam es, nachdem die Demonstranten auf dem Weg zum Parlament eine Polizeiabsperrung durchbrochen hatten.

"Wir können nicht bloß weiter geduldig warten", sagte der Sekretär der Dalit-Kommission der katholischen Bischofskonferenz von Indien, P. Deva Sagay Raj, der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA nach Verlassen der Polizeistation. Der Sprecher des Nationalen Rates der christlichen Dalits, Franklin Caesar, sagte, Premierminister Manmohan Singh habe zugesagt, die Demonstranten am Donnerstag zu treffen.

Mindestens zwei Drittel der Christen stammen aus der Gruppe der Dalits, der "Unberührbaren". Die indischen Ureinwohner leiden bis heute unter den Diskriminierungen des indo-arischen Kastenwesens. Die christlichen Dalit fordern seit Jahrzehnten eine Einbeziehung ins gesetzliche Quotensystem für den Zugang von Dalits zu Schulen und Behördenjobs. Indien führte 1950 für Hindu-Dalits eine 15-Prozent-Quote in Schulen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes sowie freie Bildung ein, um den sozialen Aufstieg der "Unberührbaren" zu fördern. Die Begünstigungen wurden 1956 auf Sikh-Dalits und 1990 buddhistische Dalits ausgeweitet. Entsprechende Forderungen von christlichen Angehörigen dieser Kaste blieben bislang unerfüllt.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Indien

  1. Mainz: Pater Joshy Pottackal O.Carm. wurde zum Weihbischof geweiht
  2. Indiens katholische Bischöfe fordern Aufhebung religionsfeindlicher Gesetze
  3. Mögliches eucharistisches Wunder in Indien
  4. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  5. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  6. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  7. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  8. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  9. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  10. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  3. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  4. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  5. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  6. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  7. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  8. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  9. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  12. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  13. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  14. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  15. Tantum ergo Sacramentum

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz