Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Die 'Denkschrift Kölner Katholiken ist eine Anmaßung'

10. Dezember 2013 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Funktionsträger des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung: Denkschrift wolle den Eindruck erwecken, die Mehrzahl der Kölner Katholiken stünde hinter ihrer mehr als peinlichen Kritik an der bisherigen Amtsführung des Kölner Kardinal


Köln (kath.net/pm) „Es ist immer wieder eigenartig, mit welchem Anspruch manche Leute an die Öffentlichkeit treten, um ihrer persönlichen Meinung mehr Nachdruck zu verleihen. So stellen wir mit großem Erstaunen fest, dass eine Dame und fünf Herren aus Köln sich anmaßen, eine sogenannte „Denkschrift Kölner Katholiken“ anlässlich der bevorstehenden Wahl eines neuen Erzbischofs an den Papst zu senden.“ Mit diesen Worten kritisieren Bernd-M. Wehner, Monheimer Bundesvorsitzender des KKV, und Alfons Böwwer, Vorsitzender des KKV-Diözesanverbandes Köln, im Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die sogenannte Denkschrift, in der bezeichnenderweise drei mit der Karl Rahner Akademie eng verbundene Personen, zwei emeritierte Professoren sowie die Vorsitzende des Katholikenausschusses von Köln den Eindruck erwecken wollen, die Mehrzahl der Kölner Katholiken stünde hinter ihrer mehr als peinlichen Kritik an der bisherigen Amtsführung des scheidenden Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner.


Abgesehen davon, dass diese Kritik menschlich völlig daneben ist, und aus christlicher Perspektive ein Beispiel dafür ist, dass man zwar den Splitter im Auge des anderen sieht, den Balken aber im eigenen Auge ignoriert. Von daher frage man sich, was in den Köpfen dieser Unterzeichner vorgehen muss, dass sie sich in dieser Form an die Öffentlichkeit wenden? So werden in dem Schreiben Behauptungen aufgestellt, die betroffen machen. Allein eine Formulierung: „Er (Kardinal Meisner) war Schüler des Konzilsskeptikers Kardinal Alfred Bengsch und als Bürger der kommunistischen DDR mehr an Abgrenzung als an Dialog und Konsensfindung gewöhnt“, zeigt, wie man Vorurteile pflegen kann. Ganz kurios ist dann die Schlussfolgerung, dass Kardinal Meisner den von ihm favorisierten Katholizismus „in ein Ghetto demonstrativer Orthodoxie, die vor allem die bioethischen, familienpolitischen und sexualmoralischen Lehraussagen der letzten Päpste betont und sie de facto zum entscheidenden Kriterium des christlichen Glauben stilisiert“. „Hierfür auch noch Papst Franziskus zu vereinnahmen, ist dann allerdings eine Anmaßung besonderer Art“, so Böwwer.

Ganz kurios werde es aber, wenn die sechs Initiatoren meinen, dem Papst mitteilen zu müssen, welche Eigenschaften man beim neuen Erzbischof erwarte. „Nun ich bin sicher, Papst Franziskus wird sich dieses Schreiben sehr zu Herzen nehmen und die sechs ‚Kölner Katholiken’ sicher noch konsultieren, bevor er dem Domkapitel die entsprechenden Kandidaten zur Wahl vorschlägt“, so der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner nicht ohne Ironie. Im Übrigen wäre schon viel gewonnen, wenn die Unterzeichner die Kriterien, die sie für den neuen Bischof fordern, selbst praktizieren würden. Nämlich: „Wunden zu heilen verstehen“ und die „Barmherzigkeit des Samariters“ vorleben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Köln

  1. Katholische Kirchgemeinde in Düsseldorf lädt zu Gottesdienst zum CSD ein
  2. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  3. Kita des Erzbistums Köln – Kritik an ‚geschütztem Raum’ für Masturbation
  4. Kölner Erzbistum streicht Dom aus dem Logo
  5. Angriffe auf Kardinal Woelki aus den eigenen Reihen
  6. Kardinal Woelki gewinnt erneut gegen BILD vor Gericht
  7. "Anbetung ist unser Dienst"
  8. Kölner Theologie-Hochschule weist FAZ-Behauptungen zurück!
  9. Deutsche Medien verbreiten nach Kleriker-Hetze Fake-News über Kardinal Woelki
  10. Kardinal Woelki obsiegt vor Gericht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz