Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

Islamischer Gebetsruf in Kirchen?

29. Oktober 2013 in Aktuelles, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine „Messe für den Frieden“ löst Streit aus


Speyer/Konstanz (kath.net/idea)Darf in einer Kirche ein islamischer Gebetsruf erklingen? Über diese Frage wird zurzeit in evangelischen und katholischen Gemeinden heftig gestritten. Anlass ist das Oratorium „The Armed Man – a Mass for Peace“ (Der bewaffnete Mann – eine Messe für den Frieden) des walisischen Komponisten Karl Jenkins (69) aus dem Jahr 2000. Die vertonten Texte aus der christlichen, muslimischen und hinduistischen Tradition wurden seither über 1.500 Mal in Europa und den USA gesungen. Als Ärgernis empfinden es viele Christen, wenn das Stück in einer Kirche aufgeführt wird und dabei ein Muezzin (muslimischer Vorbeter) verkündet: „Ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist. Kommt zum Gebet. Kommt zum Heil.“ Solche Aussagen seien mit dem christlichen Gottesverständnis nicht vereinbar und hätten daher in einer Kirche nichts zu suchen, finden beispielsweise Katholiken in Konstanz und Protestanten in Neustadt an der Weinstraße. An beiden Orten gibt es heftigen Protest, aber unterschiedliche Reaktionen. Während die Leitung des Sinfonischen Chors der Bodenseestadt beschloss, bei der Aufführung in der katholischen Sankt-Gebhards-Kirche den Muezzin-Ruf wegzulassen, bekommt die evangelische Paulus-Kirchengemeinde in Neustadt-Hambach Rückendeckung von der Pfälzer Kirchenleitung.


Rückendeckung von der Pfälzer Kirchenleitung

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) sagte ihr Sprecher, Kirchenrat Wolfgang Schumacher (Speyer), dass das Konzert für ein friedliches Miteinander der Religionen werbe. Dieses Anliegen unterstütze die Kirchenleitung. Der Muezzin rezitiere einen religiösen Text, so wie andere Beteiligte christliche Inhalte vortrügen. Es handele sich weder um eine Einladung zum Mitbeten noch um Bekehrungsaufrufe. Es spiele auch keine Rolle, wo das Oratorium aufgeführt werde, denn in Kirchen fänden nicht nur Gottesdienste statt, sondern auch kulturelle Veranstaltungen. Schumacher zufolge wurde die Paulusgemeinde mit kritischen E-Mails überhäuft, die teilweise jede Sachlichkeit vermissen ließen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  2. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  3. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  4. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  10. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz