Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

PID-Stellungnahme des "Nationalen Ethikrats" eine Farce

23. Jänner 2003 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe kritisiert, dass auf die Bedenken von Frauen- und Behindertenverbänden nicht eingegangen worden ist.


Berlin (www.kath.net)"Niemand kann über die heute vorgelegte Stellungnahme zur PID verwundert sein. Schließlich hatte Bundeskanzler Schröder bei der Zusammenstellung des Ethikrats darauf geachtet, dass bevorzugt Befürworter der Embryonenforschung vertreten sind." Das meinte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe am Donnerstag in einer Aussendung zur Stellungnahme des "Nationalen Ethikrats" zur Präimplantationsdiagnostik (PID). Hüppe war in der vergangenen Legislaturperiode stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin". Der Ethikrat will offenbar eine begrenzte Zulassung der bislang verbotenen Gentests bei künstlicher Befruchtung empfehlen. Es gebe eine Zweidrittelmehrheit für eine Zulassung der PID, sagen Mitglieder. Die Position des Ethikrats wird am Donnerstag in Berlin offiziell vorgestellt.

Es sei im vorgelegten Text klar ausgewiesen, wer sich mit der Mehrheit für, bzw. mit der Minderheit gegen PID ausspricht.Das Votum stehe "in diametralem Gegensatz zum Bericht der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" vom Mai 2002", so Hüppe. "Die überwiegenden Bedenken von Frauen- und Behindertenverbänden gegen PIDfinden im Mehrheitsvotum des Ethikrats keinen Niederschlag, was nicht erstaunlich ist, da diese Gruppen im Ethikrat nicht vertreten sind. Besonders befremdlich ist das Fehlen der Behindertenvertreter im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen, das unter dem Motto steht "Nichts über uns ohne uns"."

Hüppe kritisierte, dass sich in der Vergangenheit Mitglieder des Ethikrates mehrfach öffentlich für PID und Embryonenforschung ausgesprochen hätten. "Der Vorsitzende Simitis hatte schon im September 2002 vor dem US-amerikanischen Bioethikrat seine Sympathie für eine Zulassung der PID erkennen lassen. Auf Schloß Elmau, wo im Juli 2002 sieben der 25 Ethikräte eine öffentliche Tagung des "Nationalen Ethikrates" abhielten, wurde illustriert, wie weit sich das Diskussionsniveau absenken lässt. So bestritt Ethikratsmitglied Dreier die Mensch-Qualität des Embryos mitder launigen Bemerkung, bei Verkehrsunfällen würden tote Schwangere ja auch nicht doppelt gezählt. Und Ethikratsmitglied Gerhardt rechtfertigte die Selektion durch PID mit einem Blondinenwitz: Wer mit rothaarigen Frauen flirte, diskriminiere nicht die blonden, sondern habe eben andere Vorlieben."

Bei der Einordnung der heutigen Äußerung des "Nationalen Ethikrats" sei außerdem zu berücksichtigen, "dass es sich um ein von Gerhard Schröder unter politischen Gesichtspunkten zusammengestelltes außerparlamentarischesBeratergremium ohne demokratische Legitimation und ohne gesetzgeberische Entscheidungsfunktion handelt".



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. So nicht, Mr. Präsident!
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  11. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  12. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz