Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘

Wahre Macht ist Dienst – Die Beförderung zum Kreuz

21. Mai 2013 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Der Weg in der Kirche: ein Weg des Dienstes, nicht der Macht. Die Gnade der Erniedrigungen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Fortschreiten heißt für einen Christen, sich wie Christus zu erniedrigen. Wahre Macht ist Dienst. Deshalb darf es keine Kämpfe um die Macht in der Kirche geben. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe am heutigen Dienstag der siebten Woche im Jahreskreis (CI) in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“.

Bei der Eucharistiefeier waren unter anderen eine Gruppe von Angestellten des Büros für Pilger und Touristen des Governatorato sowie die Präsidentin und der Vizepräsident der Fokolar-Bewegung, Maria Voce und Giancarlo Faletti, anwesend. Es konzelebrierte der Programmdirektor von „Radio Vaticana“, Andrzej Koprowski.

Jesus spricht von seinem Leiden. Die Jünger dagegen diskutieren darüber, wer der Größte von ihnen sei (vgl. Mk 9,30-37). Diese Episode bot Papst Franziskus den Ausgangspunkt für eine Betrachtung über die Macht und den Dienst. „Der Kampf um die Macht in der Kirche ist nicht ein Phänomen unserer Tage“, so Franziskus: „er hat schon damals mit Jesus begonnen“. In der Perspektive des Evangeliums jedoch „darf es den Kampf um die Macht in der Kirche nicht geben, da die wahre Macht, jene, die der Herr uns mit seinem Beispiel gelehrt hat, die Macht des Dienstes ist: wie Christus, der nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen, und sein Dienst ist der Dienst des Kreuzes gewesen“.


Christus „hat sich bis zum Tod erniedrigt, bis zum Tod am Kreuz, für uns, um uns zu dienen, um uns zu retten. Und in der Kirche gibt es keinen anderen Weg, um vorwärtszugehen. Wenn wir diese christliche Regel nicht lernen, werden wir nie und nimmer die wahre Botschaft Jesu zur Macht verstehen können“.

Fortschreiten bedeutet so für den Papst, „sich zu erniedrigen, immer zu Diensten zu stehen“. In der Kirche sei daher der Größte jener, „der mehr im Dienst der anderen steht. Das ist die Regel“. Dennoch habe es von den Anfängen bis heute Kämpfe um die Macht in der Kirche gegeben, „auch in unserer Art zu sprechen“.

„Wenn jemandem ein Amt verliehen wird, das in den Augen der Welt ein höheres Amt ist, heißt es: „Aha, diese Frau ist zur Präsidentin dieser oder jener Vereinigung befördert worden, und: jener Mann ist befördert worden...’. Dieses Wort – ‚befördern’ –: ja, das ist ein schönes Wort, man muss es in der Kirche benutzen. Ja: der eine ist zum Kreuz ‚befördert’ worden, der andere zur Erniedrigung. Das ist die wahre Beförderung, die Jesus ‚am besten’ ähnelt“.

Franziskus rief in Erinnerung, wie der heilige Ignatius von Loyola in den „Geistlichen Übungen“ den gekreuzigten Chrisus um die „Gnade der Erniedrigungen“ bat. Darin bestehe die wahre Macht des Dienstes der Kirche, die wahre Straße Jesu, die wahre Beförderung, die nichts mit weltlichen Beförderungen zu tun habe.

„Die Straße des Herrn ist sein Dienst“, so der Papst abschließend: „Wie er seinen Dienst getan hat, müssen wir hinter ihm den Weg des Dienstes gehen. Das ist die wahre Macht in der Kirche. Ich möchte heute für uns alle beten, dass uns der Herr die Gnade schenke, dies zu begreifen: dass die wahre Macht in der Kirche der Dienst ist. Und auch die Gnade, jene goldene Regel zu begreifen, die er uns mit seinem Beispiel gelehrt hat: für einen Christen bedeutet das Fortschreiten, sich zu erniedrigen, immer mehr. Bitten wir um diese Gnade!“.

Foto: (c) kath.net: Priesterweihe in der Petersbasilika, 21. April 2013

Dem Autor auf Twitter folgen!

Kurzvideo der Predigt italienisch/englisch (Rome Reports)




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz