Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Warum nehmen Komödien nur das Christentum aufs Korn?

11. April 2013 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ann Widdecombe, frühere Parlamentsabgeordnete der Tories: Die Beobachtung, dass sich satirische Beiträge in Großbritannien nur auf eine einzige Religion bezögen, führe zu der Frage, ob diese Lächerlichmachung Teil einer Verfolgung sei


London (kath.net) „Obwohl Christentum und Komödie lang unter eine einzige Bettdecke gepasst haben, hat sich in den letzten Jahren etwas verändert. Mäßiger Hohn oder scharfe Satire, welche auf Christen und ihre Leitung zielen, wurden durch den Missbrauch des Christentums ersetzt.“ Dies schrieb Ann Widdecombe, frühere Parlamentsabgeordnete der „Conservative Party“ und Autorin, in einem Beitrag für die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“. Lacher würden heute nicht mittels Feinsinnigkeit, sondern mittels Derbheit gesucht, der „Spott auf den Glauben ersetzte die auf die Gläubigen zielende Satire, die Nachäffung der Person Christi ersetze die Nachäffung seiner allzu fehlbaren Nachfolger. Dies ist ein vitaler Unterschied.“

Widdecombe, die 1993 aus der anglikanischen Gemeinschaft zur katholischen Kirche konvertierte, hatte im Auftrag der BBC untersucht, warum das Christentum ein derart anziehendes Thema für Komödianten ist und warum Christen dies nicht unbedingt mögen. Zur Fragestellung gehörte auch die Beobachtung, dass es die Produzenten von Komödien vermieden, dass der Prophet verlacht werde, trotzdem aber selbst die heiligsten Aspekte des Glaubens der Mehrheit Großbritanniens als Stoff für Komödien herhalten müssten.


Komödie mache gern zwei Vorgaben: erstens, dass „Christen keinen Sinn für Humor“ hätten und dass zweitens in ihrer Zuhörerschaft nur Ungläubige sitzen. Die erste Vorgabe sei „so dumm, dass sie keiner Antwort bedarf“, die zweite arbeite auf dem Prinzip, dass nur dumme Leute an Gott glaubten, dass die eigenen Zuhörer zu intelligent dafür wären und deshalb in jedem Witz einstimmten, der sich gegen die Religion richte.

Doch es gebe vermehrt Anzeichen dafür, „dass Christen in diesem Land verfolgt werden: Es ist Christen verboten, an einem Arbeitsplatz auch nur ein kleines Kreuz [an der Halskette] zu tragen, an welchem aber Kollegen integriert werden, die einen Turban oder den Hijab tragen, die nun wirklich deutlich sichtbarer sind.“ Für eine auch nur moderate Äußerung gegen die Homo-„Ehe“ im privaten Facebook-Auftritt könne man beruflich degradiert werden, ebenso dafür, dass man sage „Gott segne Sie“ oder „Ich werde für Sie beten“. Manche hätten die Polizei vor der Tür stehen, weil jemand an ihren Überzeugungen Anstoß genommen hat. Die Beobachtung, dass dies aber nur einer einzigen Religion – der christlichen – passiere, führe zu der Frage, ob auch die Lächerlichmachung dessen, was Christen heilig ist, Teil dieser Verfolgung sei.

„Wir haben heutzutage keine Blasphemiegesetze“, so Widdecombe, doch gerade deshalb bedürfe die Redefreiheit der „Verantwortung“, bedürfe sie „der Wahrheit, der Höflichkeit und des Blickes für mögliche Folgen“. Doch die Frage nach den Folgen sei durch die moderne Komödie besonders vernachlässigt.

„Kennen Sie den mit dem Kaplan, dem Priester und dem Rabbi? Oder den, wie sich der Kaplan aus der Kirche abgeseilt hat um Golf zu spielen? Oder den, wie die Arche Noah von der EU als gesetzeswidrig erklärt wurde? Es hat doch jeder seinen Lieblingskirchenwitz“, doch in ihrem BBC-Beitrag habe sie danach gefragt, wo der Spaß aufhöre. „Traurigerweise vermute ich, dass es noch deutlich weiter gehen wird, bis der öffentliche Anstand Erfolg hat.“

kathTube-Video: Ann Widdecombe´s BBC-Beitrag in voller Länge (englisch):


Foto Anne Widdecombe: © Wikipedia/Manchester2k6/gemeinfrei


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Das Ende von Maria 2.0“
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  9. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  10. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  11. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  14. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz