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Dominus Iesus – Das Heil ist allein in Jesus Christus

6. April 2013 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Franziskus: über den Glauben verhandelt man nicht, den Glauben verkauft man nicht an den Bestbietenden, sonst tut sich der Weg der Apostasie, der Untreue zum Herrn auf. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Es ist in den gut drei Wochen des Pontifikats von Papst Franziskus zu einer Gewohnheit geworden, dass er jeden Tag im Gästehaus des Vatikans „Domus Sanctae Marthae“ zusammen mit verschiedenen Leuten oder Gruppen aus dem Vatikan die heilige Messe feiert. Zu diesen gehörten bisher seine Mitbewohner des Gästehauses – Priester, die in den verschiedenen Dikasterien des Heiligen Stuhls tätig sind –, das Reinigungspersonal des Petersplatzes, die Mitarbeiter in der vatikanischen Apotheke, Angestellte der Druckerei, Mitarbeiter des Osservatore Romano und andere. Wie auch das umfangreiche liturgische Programm des Papstes für die kommenden Monate deutlich macht: der Papst will nicht allein sein. Er will Menschen um sich haben, die heiligen Geheimnisse mit ihnen feiern, wie ein guter Pfarrer das für die ihm anvertraute Gemeinde tut.

Was ihn wohl von den meisten Priestern in der „Werktagsmesse“ unterscheidet: für Franziskus ist jede heilige Messe eine Gelegenheit, das Tagesevangelium auszulegen, kurze und bündige, jedoch im eigentlichen Wortsinn „be-eindruckende“ Gedanken zur Heiligen Schrift anzubieten, gleichsam kleine „Pillen des Geistes“ für den Tag, in freier und „begeisteter“ Rede vorgetragen. Der „Herr Pfarrer Papst“ will es nicht, dass eine Messe zur Gewohnheit wird oder dass man gar einen wesentlichen Bestandteil des täglichen Feierns übergeht, selbstverständlich vor sich hinliest, um dann zu anderem zu kommen.

So auch am Freitag der Osteroktav in der heiligen Messe, die der Papst für eine Gruppe von Angestellten der vatikanischen Apotheke und einige „Sediari“ feierte: „Dominus Iesus“ war das Leitwort, unter dem die Worte des Franziskus zusammengefasst werden könnten. Die Lesungen des Tages kommentierend (Apg 4, 1-12; Joh 21, 1-14) rief der Papst mit einem Wort des heiligen Apostels Petrus in Erinnerung, dass wir allein im Namen Jesu gerettet sind: „In keinem anderen ist Heil“ (vgl. Apg 4,12: „Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“). Petrus, der einst Jesus verleugnet habe, lege nun im Gefängnis mutig Zeugnis ab und erkläre, dass es dank der Anrufung des Namens Jesu gewesen sei, dass er einen Lahmen geheilt habe.


Petrus aber, so Franziskus, spreche den Namen Jesu nicht alleine, sondern „vom Heiligen Geist erfüllt“ aus. Denn: „Wir können Jesus nicht bekennen, wir können nicht von Jesus sprechen, wir können nichts von Jesus sagen ohne den Heiligen Geist“. Der Geist sei es, der die Christen dränge, Jesus zu bekennen oder Vertrauen in ihn zu haben: „Jesus, der auf dem Weg unseres Lebens ist, immer“.

Der Papst erzählte hierzu eine kleine Anekdote über einen bescheidenen Mann, der seit 30 Jahren in der Kurie in Buenos Aires gearbeitet habe. Bevor dieser etwas unternommen habe, habe er immer „Jesus“ ausgerufen. Auf die Frage, warum er immer Jesus anrufe, habe ihm der Mann geantwortet: „So fühle ich mich stark, bereit für die Arbeit, und ich weiß, dass er an meiner Seite steht, dass er mich bewahrt“. Dieses Zeugnis rufe in Erinnerung, so Franziskus, dass es in dieser Welt, „die uns so viele ‚Retter’ anbietet, nur der Name Jesu ist, der rettet".

Viele Menschen würden auf Hellseher, Kartenleser oder „Hexen“ zurückgreifen, um ihre Probleme zu lösen. Doch: „allein Jesus rettet, und wir müssen dafür Zeugnis ablegen. Er ist der einzige!“ So rief Franziskus abschließend auf, sich von Maria begleiten zu lassen: „Die Gottesmutter bringt immer zu Jesus. Vetrauen wir uns dem Namen Jesu an, rufen wir den Namen Jesu an, lassen wir es zu, dass der Heilige Geist uns dazu drängt, vertrauensvoll im Namen Jesu zu beten.... das wird uns gut tun!“.

Dominus Iesus – Jesus ist der einzige Herr, der rettet. Der Jesuitenpapst Franziskus spricht ganz aus jenem Teil seines Wappens heraus, welcher das Zeichen der Gesellschaft Jesu ist – Siegel des heiligen Ignatius von Loyola: das Trigramma IHS, das das nomen sacrum Jesu bedeutet (ΙΗΣΟΥΣ), umschlossen von der strahlenden Sonne, „Iesus Hominum Salvator“ in einer lateinischen Lesart, Symbol schlechthin der Verehrung des allerheiligsten Namens Jesu.

Sendung der Jesuiten ist es, „omnia ad maiorem Dei gloriam“ – alles zur größeren Ehre Gottes zu tun, ohne Abstriche, ohne Verkürzungen, ohne vom Glauben etwas abzuschneiden: „mutig die Ganzheit des Glaubens zu bezeugen“, wie Franziskus dies in seiner heutigen Predigt nannte, denn: „Über den Glauben verhandelt man nicht, den Glauben verkauft man nicht an den Bestbietenden“. In der Geschichte des Volkes Gottes habe es immer wieder die Versuchung gegeben, „ein Stück vom Glauben wegzuschneiden“, so der Papst, die Versuchung, „ein wenig so sein, wie das alle tun“, die Versuchung, „nicht allzu streng zu sein“. Werde so gehandelt, „dann beginnen wir den Weg der Apostasie, der Untreue gegenüber dem Herrn“.

Der Papst schloss daher mit dem Vorschlag, jeden Tag zu beten: „Herr, ich danke Dir von Herzen für den Glauben. Behüte meinen Glauben, gib, dass er wächst. Gib, dass er stark und mutig sei. Und hilf mir in jenen Augenblicken, in denen ich ihn wie Petrus und Johannes öffentlich bekennen soll. Gib mir Mut!“

Gerade dem allerheiligsten Namen Jesu ist die Hauptkirche der Jesuiten in Rom geweiht, in der die sterblichen Überreste des heiligen Ignatius unter einem der prächtigsten Barockaltäre verwahrt sind, die die ansonsten schon an Schönheit nicht arme Ewige Stadt vorzeigen kann. Heute beeindruckt der volle Name des Gotteshauses vielleicht noch mehr, als dies bisher der Fall war: „Chiesa del Santissimo Nome di Gesù all'Argentina“.

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Lesermeinungen

 Dismas 7. April 2013 

@girsberg74

ja, da muss ich Ihrer vorsichtigen Einschätzung leider zustimmen. Die Medien versuchen leider allzu oft mittels "Lobhudelei" bei Papst Franziskus seinen Vorgänger heraubzusetzen... so groß ist deren Hass. Man muss genau hinschauen wer "lobt"!


1
 
 bücherwurm 7. April 2013 

@LadySue:

Sie fragen: "Mich würde es interessieren, obs diese Predigten irgendwo im I-Net gibt."

kath.net wird so intensiv wie möglich berichten!


4
 
 christit 7. April 2013 
 

Frieden

Liebe(r) Girsberg,
der Heilige Vater sagte vor wenigen Tagen, negative Gedanken seien vom Teufel. Das gilt m.E. auch für die Vorwegnahme negativer Gedanken über Medien, Menschen, Verhaltensweisen.
Man sollte nicht die Kirche, das Amit des Papstes oder die Glaubensgemeinschaft benutzen, um sich über andere - auch nicht über die Medien - zu erheben. Der Papst ruft dazu auf, endlich Frieden zu geben.


3
 
 LadySue 6. April 2013 

gibts die Predigten irgendwo im I-Net

Mich würde es interessieren, obs diese Predigten irgendwo im I-Net gibt. Am besten auf Deutsch, zur Not auch in Englisch, und wenns gar nicht anders geht auf Italienisch?
Im Übrigen hät "unser" Pfarrer Pater Jesuit (also nicht der Papst, sondern unser Pfarrer) jeden Tag eine Kurzpredigt, die auch unglaublich klasse ist. Wir sind halt in Albanien :)


1
 
 Marie Madeleine 6. April 2013 
 

@gandalf

Das knallharte Brot werden die Medien verschweigen, denn sie haben genug, das sie an Papst Franziskus beklatschen können;-)


6
 
 placeat tibi 6. April 2013 
 

Schon richtig,daß Lob etwas höchst Arrogantes sein kann, ist es in der Tat auch oft.
Muß aber nicht. "Großer Gott, wir loben dich...", "Lob sei dir, Christus" oder das Gloria fielen mir da spontan ein ;-)


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 christit 6. April 2013 
 

@gandalf

Wieso sollen sie es beklatschen? Es geht im Evangelium doch nicht um den Applaus der Medien... ;-)


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 Gandalf 6. April 2013 

Spannend!

Bin mal gespannt, ob Mainstream-Medien dieses knallharte "Brot" des Heiligen Vaters auch so beklatschen werden ;-)


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 concilium 6. April 2013 
 

Liber Usus

Das ist eigentlich allgemein üblicher Usus in fast jeder Heiligen Messe. Leider gelingt es vielleicht nur nicht jedem Zelebranten, weil überlastet, oder es zu einfach, einführende Worte aus eigens dafür geschaffenen liturgischen Hilfen vorzulesen. Das Vorbild an der Spitze will ja wohl eigentlich ermutigen, den Blick für die Seelsorge auf 1. Ebene in den Pfarreien dafür wieder zu schärfen. Wo dies praktiziert wird, dort gibt es auch einen Austausch darüber. Sicherlich nicht in der Hl. Messe, aber oft in vielen anderen Gesprächen.


1
 
 Wischy 6. April 2013 
 

Täglich aktuell

Zu lesen, dass Papst Franziskus auch bei der täglichen Messfeier wenigstens ein kurzes Wort zu den biblischen Texten sagt, gefällt mir sehr gut. Das verhindert falsche Routine und gibt wenigstens aktuell abfallende Brosamen mit.


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