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Die große Abrechnung von Präses Schneider

18. Februar 2013 in Deutschland, 72 Lesermeinungen
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In einem Interview attackiert der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Papst Benedikt, Kardinal Meisner und auch Erzbischof Gerhard Ludwig Müller


Berlin (kath.net)
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider (Foto), hat in einem Interview mit der "Welt" zum Rundumschlag gegen Papst Benedikt XVI., gegen Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, den Präfekt der Glaubenskongregation und auch gegen den Kölner Kardinal Joachim Meisner angesetzt. Müller meinte vor einigen Tagen in einem Interview wörtlich: "Auch im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten, deren Rüstzeug zurückgeht auf den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum. Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert." Für Schneider geht das Wort "Pogrom" gar nicht. "Von 'Pogromstimmung' gegenüber Katholiken in der westlichen Welt zu reden, ist eine zweite Verletzung derjenigen, die in dieser Welt wirklich unter Pogromen leiden", sagte Schneider.


Auch die in Deutschland real existierende "Katholikenphobie", die Kardinal Meisner thematisiert hat, möchte Schneider ignorieren. "Verfolgung von Christinnen und Christen gibt es in Deutschland nicht einmal ansatzweise.", behauptet der Präses. Schließlich bekommt auch Papst Benedikt XVI. eine Breitseite ab. Der Präses behauptet, dass der Papst bei dessen Deutschland-Besuch 2011 evangelische Christen brüskiert habe. "Er hat an jenem Tag öffentlich gesagt, dass er keine ökumenischen Gastgeschenke mitgebracht habe und dass wir nicht wie politische Parteien miteinander reden könnten. Das haben viele von uns als deutliche Brüskierung empfunden", meinte Schneider, der weiter behauptet, dass der Papst damit "suggeriert habe, dass wir Protestanten die Gespräche als Verhandlungen zwischen Parteien verständen, was wir nicht tun. "Unser Selbstverständnis hängt nicht davon ab, ob Rom uns etwas zuerkennt oder abspricht. Der Vatikan gibt nicht das Maß des Christlichen vor", so der EKD-Präses.

Foto Nikolaus Schneider: (c) Wikipedia/Stepro (gemeinfrei)


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