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Welche Rolle spielt Erzbischof Robert Zollitsch?

14. Juni 2012 in Deutschland, 45 Lesermeinungen
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Diskussion um Kommunion für „wiederverheiratete Geschiedene" - Netzwerk katholischer Priester kritisiert Freiburger Priesteraufruf und auch Erzbischof Zollitsch "Reaktion von Zollitsch entbehre die Glaubwürdigkeit"


Freiburg (kath.net)
Das Netzwerk katholischer Priester weist in einer Aussendung die Forderung des o.a. Aufrufs, „wiederverheiratete Geschiedene“ zur Heiligen Kommunion zuzulassen, entschieden zurück. Diese Praxis, so die Priestergemeinschaft. verstoße nicht nur gegen das geltende kirchliche Recht, wie es von den Verfassern des Aufrufs auch offen zugegeben werde. Sondern "ein derartiges Vorgehen verdunkelt auch das Eintreten der Kirche für die sakramentale und unauflösliche Ehe, es trägt Verwirrung und Spaltung in die Pfarreien und ist ein schwerwiegender Angriff gegen jene Ehegatten, die sich nach einer schmerzlichen Trennungserfahrung um ein Leben nach den Weisungen der Kirche bemühen", äußern die Sprecher wörtlich.

Als "perfide" wird dann die Behauptung bezeichnet, dass eine solche "widerrechtliche Praxis der Zulassung zu den Sakramenten" ein Gebot der Barmherzigkeit sei. Dies werde entschieden zurückgewiesen, genau so wie auch die "anmaßende Feststellung", dass das Heil der Seelen (salus animarum) von „wiederverheirateten Geschiedenen“ in Gefahr sei, wenn sie nicht zur Kommunion gehen dürften. Das Gegenteil sei der Fall.

Bereits im Februar dieses Jahres habe das Netzwerk katholischer Priester laut eigenen Aussagen die zuständigen Bischöfe in einer Erklärung gebeten, angesichts diverser Aufrufe zum Ungehorsam von Priestern und angesichts missbräuchlicher Praktiken im Zusammenhang mit der Sakramentenspendung nicht untätig zu bleiben. Man erhoffte sich von Seiten der Oberhirten ein klares Bekenntnis zur Lehre und Disziplin der Kirche und zum Papst. Gleichzeitig habe man ersucht, die Urheber solcher „Aufrufe zum Ungehorsam“ zur Rechenschaft zu ziehen bzw. zum Widerruf aufzufordern, damit die lokalen Initiativen nicht auf andere Länder übergreifen. Wörtlich schrieb die Priestergemeinschaft damals: „Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich die Bischöfe scheuen, ein klares Wort zu sprechen und lieber zusehen, wie der Papst als Hirte der Gesamtkirche in seiner Autorität untergraben wird.“ (Aufruf vom Februar 2012)

Außer Betroffenheitsbekundungen sei aber wenig bis nichts geschehen. Es sei deshalb laut der Priestergemeinschaft nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich die verschiedenen Initiativen ungehorsamer Priester zu einem Flächenbrand entwickelten, dessen Auswirkungen noch nicht abzuschätzen seien.

Angesichts der konkreten Vorgänge im Erzbistum Freiburg stellt die Priestergemeinschaft in der Aussendung dann die Frage, welche Rolle der zuständige Erzbischof von Freiburg, Dr. Robert Zollitsch, spiele. In zahlreichen Interviews habe dieser dargelegt, dass der Kommunionempfang von sogenannten „wiederverheiratet Geschiedenen“ seiner Meinung nach „eine Frage der Barmherzigkeit“ sei. Dementsprechend ist die Feststellung richtig, die einer der Initiatoren der „Freiburger Erklärung“, Pfarrer Konrad Irslinger, in einem Zeitungsgespräch so äußert: „Es ist uns allen bewusst, dass Zollitsch innerlich auf unserer Seite ist" („Welt online“, 12.06.2012). Deswegen entbehre laut der Priestergemeinschaft die Reaktion von Erzbischof Dr. Zollitsch der Glaubwürdigkeit, wenn er erst durch missverständliche Äußerungen dem Vorpreschen eines Teils seines Klerus Vorschub leiste und sich nun empört zeige, indem er durch seinen Sprecher verlauten lässt, dass „eine Positionierung zum jetzigen [!] Zeitpunkt … kontraproduktiv“ sei.

Die Priestergemeinschaft appelliert dann neuerlich an die Diözesanbischöfe, gegen die erwähnten Agitationen einzuschreiten und gleichzeitig all jenen Priestern beizustehen, die sich um eine Seelsorge gemäß der Lehre der Kirche bemühen. "Lehramtstreue Priester haben den Eindruck, oftmals von ihren Bischöfen alleingelassen zu werden. Unser Vertrauen in die Hirten der Kirche steht auf dem Spiel. Was muss noch geschehen, damit man in Freiburg und anderswo erkennt, dass die Stunde eines Schismas geschlagen hat?", heißt es abschließend.


kath.net hat schon mehrfach berichtet berichtet:
Der Aufruf: 'Wir handeln gegen derzeit geltende kirchenrechtliche Vorschriften'

Die offizielle Reaktion seitens der Erzdiözese Freiburg: Zum 'gegenwärtigen Stand des Dialogprozesses unangemessen'


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