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'Kardinal Mindszenty - ein kostbares Weizenkorn'

7. Oktober 2011 in Chronik, 9 Lesermeinungen
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Kostenlos von KIRCHE IN NOT: Predigt von Pater Werenfried auf Hör-CD


München (kath.net/KIN) Zum 55. Jahrestag des Volksaufstands gegen die sowjetische Besatzung in Ungarn, der am 23. Oktober 1956 begonnen hatte, gibt das weltweite katholische Hilfswerk "Kirche in Not" unentgeltlich eine Predigt seines Gründers Pater Werenfried van Straaten heraus. Darin spricht er über das Schicksal des ungarischen József Kardinal Mindszenty, und über dessen Vorbild für Christen heute.

Pater Werenfried hatte Mindszenty persönlich gekannt und ihn während des Volksaufstandes am 30. Oktober 1956 in Budapest besucht. Die nun als Audio-CD erschienene Predigt hielt der Gründer von "Kirche in Not" im Jahr 1985 zum zehnten Todestag Mindszentys und würdigt ihn darin als "kostbares ungarisches Weizenkorn".

Der einstige Primas von Ungarn habe "einen Kreuzweg auf sich genommen, wie ihn kaum ein anderer Kardinal gehen musste", betont Pater Werenfried. Nach seiner Inhaftierung durch das kommunistische Regime am 26. Dezember 1948 sei Mindszenty wochenlang gefoltert worden. "Nachts wurde er mit einem Gummiknüppel verprügelt, am Tag wurde er am Schlafen gehindert", berichtet Werenfried. "So wurde er als Mensch zerstört, in den Augen der Toren schien er tot zu sein."


Nach seiner Freilassung sei Mindszenty schließlich, wie Werenfried kritisiert, als "Tauschobjekt der Ostpolitik den Illusionen der Diplomaten geopfert" worden. "Er musste sein Vaterland verlassen und wurde genauso entrechtet wie Gottes eigener Sohn, der Gestalt eines Sklaven angenommen hat und gehorsam war bis zum Tod am Kreuz." Dass sich selbst ein "geistlicher Riese wie Kardinal Mindszenty" diesem Gehorsam unterworfen habe, sei ein Zeichen großer Heiligkeit, betont Pater Werenfried und appelliert an seine Zuhörer, nie sparsam zu sein, wenn es darum gehe, verfolgten und bedrängten Christen zu helfen:

"Wir, die wir den kleinsten Teil des Kreuzes Christi tragen, bleiben arm für die Ewigkeit, wenn wir nicht den größten Teil der Liebe, die die verfolgten Christen brauchen, auf unsere Rechnung nehmen. Während unsere Brüder in Blut und Tränen gereinigt werden, werden wir in der Liebe geprüft. Wenn wir in unserem Überfluss noch geizig sind und nicht heroischer in der Liebe werden, dann müssen wir um unsere Ewigkeit bangen."

Diese Liebe bei den Menschen zu wecken, sei die Aufgabe des Hilfswerks "Kirche in Not", stellt Pater Werenfried fest und warnt davor, dass die Verfolgung der Kirche weltweit "Symptom eines nicht von Menschen entfesselten Geisteskampfes" sei. Mit Blick auf die Situation der Kirche im Westen ruft er aus:

"Jahrzehntelang wurde der Glaube nur zögernd gepredigt und alles getan, um Gottes Gebote zu unterwandern. Die Menschen haben den Kampf gegen das Böse eingestellt und versöhnen sich mit allen Perversionen, zu denen der gefallene Mensch sich hingezogen fühlt."

Werenfried kritisiert weiter, die Abwehrsysteme unserer Gesellschaft seien durch diesen falschen Pazifismus völlig abgeschaltet. "Am Ende dieser Infektion steht der Tod", stellt Werenfried fest und sagt: "Umso weniger man an die Existenz des Teufels glaubt, desto gefährlicher wird er."

Die Audio-CD "Kardinal Mindszenty - ein kostbares Weizenkorn" kann unentgeltlich auf www.kirche-in-not.de/shop bestellt werden.

Deutschland:
www.kirche-in-not.de

Kirche in Not
Lorenzonistr. 62
81545 München
Deutschland

Telefon: +49 / 89 / 64 24 888 – 0
Fax: +49 / 89 / 64 24 888 50
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