Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  2. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  3. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  4. Kardinal Marx gibt Statement zum Gutachten – „Ich klebe nicht an meinem Amt“
  5. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  6. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  7. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. soll erlegt werden – Vernichtungsfeldzug gegen Person und Lebenswerk
  8. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  9. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  10. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  11. Progressiver Journalist will alle Kinder vom Staat erziehen lassen
  12. Ein deutsch-synodales Gay-Kampagne-Schauspiel mit Unterstützung der ARD
  13. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  14. Tornielli: Benedikt XVI. war als erster Papst mit Missbrauchsopfern zusammengetroffen
  15. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt

China: Vier Priester der Untergrundkirche verhaftet

6. August 2011 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Grund: Sie hatten sich geweigert, der von Rom unabhängigen "Patriotischen Vereinigung" beizutreten


Peking (kath.net/KAP) In der ostchinesischen Provinz Shandong sind vier katholische Geistliche der romtreuen Untergrundkirche festgenommen werden. Die Behörden wollten sie zum Beitritt zur regimetreuen "Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken" (CPCA) zwingen, meldet der römische Pressedienst "AsiaNews" am Samstag.

Derzeit befänden sich die Priester in Isolationshaft im Gefängnis von Dongming und erhielten keine Nahrung. Ihre Anhänger hätten sich in einem Hilferuf an den Vatikan gewandt, so asianews.

Die vier Priester, die in Luquan an Geistlichen Einkehrtagen teilnahmen, seien in der Nacht auf Mittwoch in dem Exerzitienhaus verhaftet worden. Die Polizei sei über die Mauer des Anwesens geklettert unter dem Vorwand, einige Diebe festnehmen zu wollen. Stattdessen hätten sie die Geistlichen aus dem Schlaf gerissen und gezwungen, mit ihnen zu gehen, meldet "AsiaNews". Es handele sich um den Administrator der Diözese Heze, Wang Chengli (48), sowie um Zhao Wuji (50), Li Xianyang (34) und Sun Guichun (38).

Da die vier sich weigerten, der von Rom unabhängigen "Patriotischen Vereinigung" beizutreten, suche die Polizei nach Hinweise auf kriminelle Vergehen, um sie erpressbar zu machen, schreibt "AsiaNews". Zudem versuchten sie, deren Gläubige zu bedrohen und einzuschüchtern. Unterdessen hoffe die papsttreue Untergrundkirche, dass der Heilige Stuhl sich für die Freilassung der Geistlichen einsetze.

Nach einigen Jahren der Entspannung haben die chinesischen Behörden den Kurs gegenüber dem Vatikan und den romtreuen Katholiken seit einigen Monaten wieder verschärft. So waren beispielsweise im Juni und Juli zwei katholische Bischöfe auf Geheiß der staatlichen Behörden ohne päpstliche Zustimmung geweiht worden.

Schätzungsweise 13 Millionen der etwa 1,3 Milliarden Chinesen sind Katholiken. Diese sind seit 1957 in zwei Gruppierungen gespalten: Die staatlich zugelassene und kontrollierte vom Papst nicht anerkannte "Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken" und die so genannte Untergrundkirche, die in Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl steht.

Die Katholiken der "Patriotischen Vereinigung" (CPCA) konnten seit ihrer Gründung mit Ausnahme des Jahrzehnts der chinesischen "Kulturrevolution" von 1966 bis 1976 mit staatlicher Erlaubnis aktiv sein. Die Mitglieder der "Untergrundkirche" sind hingegen regelmäßig staatlichen Schikanen und Sanktionen ausgesetzt.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Athina 6. August 2011 

Frage:

Haben sich eigentlich jemals Gruppierung wie \'Wir sind Kirche\' oder dem \'ZdK\' mit solchen Missständen beschäftigt?


1
 
 Bene16 6. August 2011 
 

Ich schäme mich!

Und wir? Wir könnten gefahrlos Christus nachfolgen und gemeinsam mit Seinem Stellvertreter freimütig den Glauben bekennen. Wir könnten uns täglich durch die Sakramente nähren und stärken lassen – Gott dankbar anbeten, Ihn loben und preisen. Wir könnten mit Seiner Gnade im täglichen Leben zum Heil der Menschen wirksam werden – Leben schützen und bewahren, den Glauben weitergeben, Liebe in die Welt tragen…

Aber was tun wir? Wir kämpfen um das „Recht“ die Liturgie nach unseren je eigenen Maßstäben zu verschandeln und bestreiten die Notwendigkeit des Kreuzesopfers (und des Messopfers); wir diskutieren darüber, ob der Herr insgeheim eigentlich nicht doch irgendwie „Priesterinnen“ gewollt haben könnte; wir fragen uns, ob auch heute noch wir uns zu Ihm oder nicht vielmehr Er sich zu uns bekehren sollte…

Wir sind so vollmündig geworden, dass einem schlecht werden könnte!
Herr, erbarme Dich! Ihr treuen Christen in China, verzeiht uns – wir haben euer Opfer nicht verdient.


3
 
 MarinaH 6. August 2011 
 

Heavenly Man

Um sich eine gute Vorstellung machen zu koennen, wie es inhaftierten Priestern uin China so ergeht , empfehle ich das Buch Heavenly Man von Bruder Yun.
Gleichzeitig ist es aber phantastisch zu sehen, wie auch heute der Hl. Geist in der verfolgten Kirche wirkt. Ich hatte manchmal den Eindruck als ob es die Geschichte des Hl. Paulus im 20. Jahrhundert ist.
http://www.amazon.de/Heavenly-Man-atemberaubende-Geschichte-Bruder/dp/3765537888


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Chinesisches Regime verhaftet katholischen Bischof
  2. "Ich bin sicher, dass Kardinal Parolin ihm gesagt hat, mich nicht zu sehen. Unfassbar!"
  3. Taiwan: China-Abkommen gefährdet Beziehungen mit Vatikan nicht
  4. Kritik an Disney wegen Dreharbeiten in China
  5. Parteizeitung: Peking und Vatikan werden Abkommen erneuern
  6. China: Wie es der regimetreuen und der Untergrund-Kirche zwei Jahre nach dem Abkommen ergeht
  7. China geht gegen christliche Inhalte in sozialen Medien vor
  8. Hackerangriff auf Vatikan: China spricht von "Spekulationen"
  9. "New York Times": Vatikan wurde vor Gesprächen mit Peking gehackt
  10. China: Keine Sozialhilfe, so lange christliche Symbole in der Wohnung sind






Top-15

meist-gelesen

  1. Dossier: der Papst und der Missbrauch in der Kirche
  2. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  3. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  4. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  5. Mai 2022 - kath.net-Lesertreffen in Kroatien
  6. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  7. "Ich bin als Protestant auf der Seite von Benedikt!"
  8. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. soll erlegt werden – Vernichtungsfeldzug gegen Person und Lebenswerk
  9. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  10. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  11. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  12. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  13. Kardinal Marx gibt Statement zum Gutachten – „Ich klebe nicht an meinem Amt“
  14. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  15. Voderholzer: Missbrauch ist nicht die Kirchenkrise-Wurzel – Gewaltiger Erosionsprozess des Glaubens

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz