Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Heute stöhnt unsere Mutter Erde und warnt uns!
  2. "Allahu Akbar": In Köln darf jetzt der Muezzin rufen
  3. Regensburger Bischof: 'Vielleicht müssen wir von der Kirchensteuer befreit werden'
  4. Weitere Kölner Pfarrei führt 3-G-Regel ein
  5. 'Herzlos-Pfarrer' - Kölner 'Sozialpfarrer' Meurer möchte 2G-Regelung in Zügen
  6. Norwegen-Killer trat vor der Tat zum Islam über
  7. Weiterer Angriff auf die Freiheit in Deutschland: Hessen erlaubt 2G-Supermärkte
  8. Die Geister, die wir riefen
  9. Bistum Limburg beauftragt Kontaktpersonen für 'LSBTI-Menschen'
  10. Jordan Peterson: Es ist ein Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen
  11. Das kommt auf dem synodalen Weg nicht vor
  12. Frankreich: Beichtgeheimnis unter Druck
  13. 'Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet!'
  14. Australischer Bischof ruft zur Covid-Impfung auf
  15. Entspricht nicht den Rückmeldungen der Bischöfe – Hintergründe zu ‚Traditionis custodes’

‚Der Papst kehrt heute zu uns zurück’

30. April 2011 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auftakt zur Seligsprechung: 200.000 Gläubige bei Gebetswache im Circus Maximus - Kardinal Dziwisz: Johannes Paul II. "war schon zu Lebzeiten ein Heiliger"


Rom (kath.net/KAP) Mit einer Gebetswache im Circus Maximus haben am Samstagabend in Rom die Feierlichkeiten zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. begonnen. Vor rund 200.000 Teilnehmern aus aller Welt - so die Angaben der Stadt Rom - erinnerten enge Mitarbeiter wie dessen Privatsekretär Kardinal Stanislaw Dziwisz und der frühere Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls an den Papst, der über 26 Jahre lang die katholische Kirche geleitet hat. Viele Pilger entzündeten Kerzen und schwenkten Fahnen sowie Plakate mit dem Bild Johannes Pauls II.

Der römische Kardinalvikar Agostino Vallini, der zur Gebetswache eingeladen hatte, bezeichnete Johannes Paul II. als "Propheten der Hoffnung". Sechs Jahre nach seinem Tod sei die Erinnerung an den großen Papst in der Kirche und in der Welt lebendig. Der polnische Papst habe als Zeuge der totalitären Systeme und ihres Zusammenbruchs unermüdlich die Würde der menschlichen Person in den Mittelpunkt gerückt, sagte Vallini. Die Erinnerung an Johannes Paul II. bedeute keine Rückkehr zur Vergangenheit, sondern stelle sein menschliches und spirituelles Erbe als Mahnung für die Zukunft dar.


Kardinal Dziwisz, der den neuen Seligen 40 Jahre lang als Privatsekretär und engster Mitarbeiter begleitete, äußerte seine tiefe Dankbarkeit für die rasche Seligsprechung. "Wenn er heute seliggesprochen wird, dann deshalb, weil er schon zu Lebzeiten ein Heiliger war", sagte der Kardinal. Der Papst, den man vor sechs Jahren beigesetzt habe, "kehrt heute zu uns zurück", rief er unter dem Applaus der Anwesenden. Im Laufe seiner Zeit sei der polnische Papst auch von den Römern als "unser Papst" bezeichnet worden. Zweimal habe er Johannes Paul II. wütend erlebt, berichtete Kardinal Dziwisz: als er in Agrigent auf Sizilien gegen das organisierte Verbrechen protestierte (Mai 1993) und als er vor dem Irak-Krieg warnte und den Frieden als einzigen Ausweg bezeichnete (Anfang 2003).

Die französische Ordensschwester Marie Simon-Pierre Normand berichtete, wie sie in der Nacht auf dem 3. Juni 2005 nach Gebeten zum verstorbenen Johannes Paul II. plötzlich von ihrer vier Jahre zuvor diagnostizierten Parkinson-Krankheit geheilt wurde.

Der frühere Vatikansprecher Navarro-Valls äußerte seine tiefe Dankbarkeit über diesen Papst, der in seinem ganzen Leben Ja zu Gott gesagt" habe. "Danke Johannes Paul II. für das Meisterwerk, das du mit Gottes Hilfe in deinem Leben vollbracht hast", rief er. Die Kirche mache keine Heiligen, vielmehr erkenne sie das Leben bestimmter Personen als heiligmäßig an. Und Johannes Paul II. sei heilig gewesen, so sein langjähriger Sprecher.

In einem zweiten Teil der Gebetswache sprachen die Anwesenden den von Johannes Paul II. für die katholische Kirche eingeführten Lichtreichen Rosenkranz. Dazu waren fünf große Marienheiligtümer aus aller Welt - Polen, Tansania, Libanon, Mexiko und Fatima - per Video zugeschaltet. Zum Abschluss wollte Benedikt XVI., der die Feier per Live-Schaltung in seiner Wohnung verfolgte, den Anwesenden den Segen spenden. Die Gebetswache auf dem Circo Massimo mündete in Nachtgebete in acht großen römischen Innenstadtkirchen.

Die offizielle Seligsprechung durch Papst Benedikt XVI. findet am Sonntagvormittag auf dem Petersplatz im Vatikan statt. Dazu wird er Platz am Sonntagmorgen ab 5.30 Uhr für die Gläubigen geöffnet. Schon am frühen Samstagabend versammelten sich aber Pilger auf den Via della Conciliazione und den anliegenden Plätzen, um in Schlafsäcken auf dem Boden zu übernachten, um morgens als erste auf dem Platz zu sein.

Aktuelle Videos und Fotos auf kathTube:

Zeugnis von Stanislaw Kardinal Dziwisz bei Gebetsvigil für Johannes Paul II



Zeugnis von Sr. Marie Simon-Pierre bei Gebetsvigil für Johannes Paul II:



Die Rede von Papst Benedikt:




Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: © www.ewtn.de (Screenshot)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. Dziwisz 40 Jahre nach Papst-Attentat: Höre die Schüsse noch immer
  2. Der Papst war unbequem
  3. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  4. Busek: Mit Johannes Paul II. Barrieren in Mitteleuropa überwinden
  5. Lech Walesa: Papst hatte 'riesige Rolle' bei Wende in Polen
  6. Nach Papst Johannes Paul II. benannte Rose vor dem Weißen Haus
  7. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  8. Polens Bischöfe feiern Messe im Geburtsort von Johannes Paul II.
  9. Ein Heiliger für unsere Zeiten
  10. Papst Franziskus: Johannes Paul II. war 'Geschenk Gottes'







Top-15

meist-gelesen

  1. Regensburger Bischof: 'Vielleicht müssen wir von der Kirchensteuer befreit werden'
  2. Die Geister, die wir riefen
  3. Der Teufel und die Linken
  4. "Covid-19 ist gefährlich, aber die Todsünde ist viel gefährlicher."
  5. Entspricht nicht den Rückmeldungen der Bischöfe – Hintergründe zu ‚Traditionis custodes’
  6. Jordan Peterson: Es ist ein Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen
  7. Charlène von Monaco weist auf Trost im Glauben hin
  8. 'Herzlos-Pfarrer' - Kölner 'Sozialpfarrer' Meurer möchte 2G-Regelung in Zügen
  9. "Allahu Akbar": In Köln darf jetzt der Muezzin rufen
  10. Heute stöhnt unsere Mutter Erde und warnt uns!
  11. Das kommt auf dem synodalen Weg nicht vor
  12. Tolkien über den Sinn des Lebens
  13. Bistum Limburg beauftragt Kontaktpersonen für 'LSBTI-Menschen'
  14. Wer eine Kirche ohne sakramentales Amt wolle, breche ihr das Genick
  15. Forscher könnten Berg Sinai gefunden haben

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz