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Besser als sein Ruf: Film 'The Tourist'

20. Dezember 2010 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Dreimal für den Golden Globe nominiert – Starkino, mit Jonny Depp und Angelina Jolie – Ein Kommentar zum Presseecho Von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn


München (kath.net) Der Film ist viel besser als sein Ruf in der Presse! Wie sonst erklärt sich die Tatsache, dass alle Münchener Pressevertreter im Preview herzhaft lachten, als Angelina Jolie und Jonny Depp ihr Bestes gaben?

Wie sonst ist es zu verstehen, dass der Film gleich dreimal für den Golden Globe nominiert wurde? Die schlechte Presse in den Staaten ist einleuchtend. Die schlechte Presse in Deutschland ein Phänomen des Neides oder des typischen Trittbrettfahrers? Frei nach dem Motto, wer so jung einmal so großen Erfolg hatte, der darf ein zweites Mal nur scheitern?


Für Amerika – mal abgesehen von der Tatsache dass es auch dort Neider gibt - sieht die Sache so aus: Nachdem der Regisseur fleißig am Drehbuch mitgeschrieben hat, wurde den Dialogen dadurch typisch europäischer Humor verliehen. Worüber wir hier herzhaft lachen, nötigt dem US-Bürger nur ein verständnisloses Kopfschütteln ab. Man könnte sagen drüben lacht man anders als herüben.

Wovon der Film lebt, ist die Reduktion auf das Wesentliche ihrer beiden Hauptprotagonisten. Es ist Starkino im besten Sinne. Und wenn „Florian“, wie sich der Regisseur kurz und knapp in Hollywood nennen lässt, seinen Stars attestiert sie seien „gute Schauspieler“, so ist dies genau der Punkt. Denn ihre Schauspielkunst bringt das mit liebenswerter, grotesker Situationskomik arbeitende Drehbuch erst so richtig zur Entfaltung.

Was auch diesmal wieder hinter Klostermauern geschrieben worden sein soll, verfehlt in seiner Schöpfung aus der großen Quelle ewigen Humors, nicht seine erfrischende Wirkung auf das Publikum.

In diesem Sinne, weil weder mit unnötiger Action überladen, noch mit sinnloser Gewalt bestückt, sondern von leichter Hand, stilsicher im zauberhaften Venezia inszeniert, ist der Film ein weihnachtlicher Genuss für jung und alt.
Der Film startet am 23. Dezember in den Kinos.




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