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Madonna-Konzert zu Maria Himmelfahrt verstört Polen

30. Juli 2009 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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In dem Land, wo Maria als "Königin Polens" vielfach verehrt wird, werben die Konzertveranstalter mit Parolen wie "Es ist kein Platz für zwei Königinnen in diesem Land”. Lech Walesa spricht von "satanischer Provokation".


Warschau (kath.net/LifeSiteNews.com) In Polen formiert sich katholischer Widerstand gegen ein geplantes Madonna-Konzert am Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August. Auch der ehemalige polnische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa, der mit seiner Solidarnosc-Bewegung den friedlichen Fall des Kommunismus im Ostblock einläutete, hat die Proteste unterstützt. Bei Ihrer letzten Welttournee hat die Sängerin mit ihrer "Kreuzigungsshow" bei vielen Menschen - Christen und Nicht-Christen - Anstoß erregt, kath.net hat berichtet.

Ein Konzert im Rahmen von Madonnas „Sticky&Sweet“-Tour soll am Flughafengelände von Warschau am 15. August stattfinden – am Fest Maria Himmelfahrt. Das Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel ist in Polen besonders wichtig, wo Maria als “Königin von Polen” an zahlreichen Orten verehrt wird; der bekannteste ist Tschenstochau.


Vor drei Jahren war die Sängerin Madonna auf dem Cover eines polnischen Magazins als Schwarze Madonna von Tschenstochau gekleidet abgebildet. Dies hatte für viel Empörung im Land gesorgt.

"Es ist eine satanische Provokation”, sagte Lech Walesa bei einer Pressekonferenz. Seit Jahrzehnten trägt er das Bild der Schwarzen Madonna auf seinem Revers. „Ich trage dieses Portrait auf meiner Brust, daher ist es verständlich, dass ich nicht glücklich darüber bin, dass dieses Konzert am Tag Ihres Festes stattfindet.“

"Ich bin ein gläubiger Mann und ich würde bitten, dass solche Events nicht am Tag eines so wichtigen Festes meiner Religion stattfinden”, sagte Walesa. Er sei bereit, mit der Sängerin über eine Terminänderung für das Konzert zu sprechen. "Ich habe nichts gegen sie persönlich, obwohl sie viele Provokationen begangen hat.”

Die katholische Gruppe Unum Principum schließt sich den Protesten an: “Madonnas Vorführungen sind anti-christlich.” Das Konzert einer solchen Sängerin, die sich selbst „Madonna“ nenne, sei „zutiefst demütigend für Warschauer Bürger und Polen allgemein“, schrieb auch der Parlamentsabgeordnete Marian Brudzynski in einem Brief an die Warschauer Bürgermeisterin.

Die Gruppe Unum Principium plant auch eine Gebetsaktion vom 1. bis 15. August. Täglich werde um drei Uhr nachmittags eine Messe vor dem Rathaus (das die Erlaubnis für das Konzert gab) gefeiert werden, danach ziehe man zum Denkmal der Warschauer Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg und bete dabei den Rosenkranz.

Eine andere katholische Gruppe hat sich formiert, die Briefe an die Organisatoren des Konzertes schicken. Darin betonen sie, dass durch dieses Konzert am 15. August religiöse Gefühle und Symbole verletzt würden, was ein strafbarer Tatbestand in Polen sei. Sollte das Konzert stattfinden, würde Klage eingebracht.

Das Konzert, wie es derzeit geplant ist, habe die direkte Intention, die religiösen Gefühle vieler polnischer Katholiken zu verletzen, betont die Gruppe in ihren Briefen. Das zeige sich nicht nur am Datum, wo Maria als “Königin Polens” besonders verehrt wird. Etwa werde für das Konzert auch geworben mit dem Slogan: “Es ist kein Platz für zwei Königinnen in diesem Land”.


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