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Krabat

6. Oktober 2008 in Jugend, keine Lesermeinung
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Am 9. Oktober kommt die ebenso düstere wie dunkle Geschichte um den Waisenjungen Krabat in die Kinos - Eine Filmbesprechung von Franziskus v.Ritter-Groenesteyn


München (kath.net)
Am 9. Oktober kommt die ebenso düstere wie dunkle Geschichte um den Waisenjungen Krabat in die Kinos. Krabat ist die rundweg gelungene filmische Umsetzung des mehrfach ausgezeichneten Jugendbuches gleichen Namens von Otfried Preußler, der so bekannte Geschichten wie „Räuber Hotzenplotz“ oder „Der Kleine Wassermann“ geschrieben hat.

Die deutsche Produktion steht vom Look und der Special-Effects-Technik amerikanischen Vorbildern in nichts nach. Von Anfang an zieht es den Zuschauer in den Bann jener dunklen Welt und ihrer noch dunkleren Geheimnisse im verschwiegenen Tal des Koselbruchs. Die sonore Erzählerstimme nimmt einen mit auf eine ebenso faszinierende wie erschreckende Reise in die Abgründe menschlichen Begehrens. Es ist eine Begegnung mit dem Tod, dessen Unausweichlichkeit im Joch schwarzer Magie nur selbstlose Liebe zu überwinden vermag.


Der heimat- und obdachlose Sternsingerjunge Krabat (gespielt von David Kross) beginnt eine verlockende Lehre in einer abgelegenen Mühle. Doch die Mühle ist ein Hort unseliger Schwarzer Magie. Fasziniert von dem geheimnisvollen und mächtigen Meister und den starken elf Müllersburschen (der Altgeselle gespielt von Daniel Brühl) unterwirft er sich dem harten Joch des Meisters und legt sein Kreuz – quasi das Joch Christi – ab, vergräbt es im Hühnerdreck. Was er dafür eintauscht, scheint zunächst der Himmel auf Erden. Der Meister lehrt seine Gesellen, sich durch Zeit und Raum zu bewegen. In Raben verwandelt, fliegen sie nachts über Wälder und Landschaften; welcher Junge wünscht sich das nicht! Und als Krabat auf einem dieser Ausflüge Kantorka (Paula Kalenberg) begegnet, verliebt er sich in sie. Doch für Liebe ist in der Welt des schwarzen Meisters nun gar kein Platz.

Als Krabat die Ausweglosigkeit seiner Situation in ihrer vollen Dimension erfasst, verzichtet er, anders als der Meister erwartet, aus Liebe auf seine mögliche Errettung – symbolisch ergreift er wieder das Kreuz aus dem Hühnerstall und beugt sich unter das sanfte Joch des Glaubens – um wenigsten Kantorka, vor der grausamen Hand des Meisters zu retten. Er tut dies um den Preis seines eigenen Lebens und dies ist der Preis, den die Liebe letztlich fordert, um sich voll entfalten zu können. So ist für Krabat in einer Situation, in der alles verloren scheint, in Wahrheit alles gewonnen.

Zu dem Film ist zeitgleich eine DVD für Schulzwecke erschienen, die im Handel erworben werden kann. Sie eignet sich insbesondere für den Religionsunterricht unter vielerlei Aspekten, wie Glaube, Liebe, Kameradschaft, Hingabe, Verführung und Erlösung.

Krabat ist ein durchaus sehenswerter Film für jung und alt mit wichtigen erzieherischen Inhalten.




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