Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  3. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt
  4. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  5. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  6. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  7. Als ob es Gott nicht gäbe
  8. Papst an Theologen: Kreative Treue zu Tradition bei Gender-Thema
  9. Papst Franziskus bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum
  10. Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!
  11. Roma locuta causa finita
  12. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  13. Bistum Chur möchte keinen Exorzisten mehr
  14. Wer leitet die Synode über die Synodalität?
  15. "Bei den einen ist das todesmutig, bei den anderen ganz und gar nicht"

‚Es war wie Fegefeuer’

3. September 2008 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sie war ein US-Filmstar an der Seite von Elvis Presley und Anthony Quinn, bis sie mit 24 Jahren in ein klausuriertes Kloster eintrat. 45 Jahre später erzählt Mutter Dolores ihre Geschichte.


Bethlehem (kath.net) Dolores Hart war in den späten 1950er- und frühen 60er-Jahren eine bekannte Schauspielerin in den USA. Seit 1963 lebt sie in einem Benediktinerinnenkloster in Bethlehem im Bundesstaat Connecticut, wie sie laut "cathnews" der Wochenzeitung der Diözese Brooklyn „The Tablet“ erzählt – durch ein Gitter hindurch, das die Nonnen von der Außenwelt trennt.

Sie war die erste Schauspielerin, der ein Filmkuss mit Elvis Presley zufiel, mit dem sie in zwei Filmen spielte. Sie spricht von ihm in höchsten Tönen: „Ich muss sagen, er war ein sehr angenehmer Mensch, sehr freundlich und er liebte seine Mutter sehr. Er nannte mich immer ‚Miss Dolores’. Die einzigen zwei anderen Menschen, die mich je so genannt haben, waren Clarke Gable und die Mutter Äbtissin, als ich Postulantin war.“

„Weil ich mit Elvis gedreht habe, kamen dann immer wieder Leute, die mich baten, ihnen eine Haarlocke von ihm zu besorgen“, schmunzelt die Nonne. Einmal saß sie mit ihm im Auto, umgeben von Fans, und ein junges Mädchen steckte ihren Arm in das Fenster des fahrenden Wagens. Elvis ließ den Chauffeur sofort anhalten, stieg aus und sah, ob es ihr gut ging. „Er sagte dem Mädchen, dass er nicht so wichtig sei, wie sie“, erinnert sich Mutter Dolores. Später habe diese Frau bei ihr in der Abtei angerufen und sich noch dafür bedankt.

In den Drehpausen fragte er sie häufig, wie oft sie die Bibel lese und ob sie einen Lieblingspsalm habe. „Er schien immer wissen zu wollen, ob irgendwo eine Bibel zu finden sei.“ In seinen Gospels berührte er die Menschen tief: „Er hat tief hineingerührt bis zu dem Ort, wo ein Ruf zu Christus erwachte. Ich zweifle nicht, dass Elvis den Herrn für andere gegenwärtig gemacht hat, nicht nur in seiner Gospelmusik, sondern in seinen zahllosen Gesten der Großzügigkeit und des Mitgefühls.“ Als sie von seinem Tod hörte, war sie „sehr, sehr traurig“.

Sechs Jahre lang wirkte Hart in zahlreichen Filmen mit und erfüllte sich ihren Kindheitstraum von der Schauspielerei. Seit sie 7 war, betete sie inständig darum, Schauspielerin werden zu können. Besonders ihr Großvater ermutigte sie darin, zudem war auch ihr Vater Schauspieler. „Schauspielen lag in den Genen meiner Familie, es floss durch unsere Venen.“

Sie erinnert sich auch an die unschöne Zeit der Scheidung ihrer Eltern und der neuerlichen Heirat ihrer Mutter. Darauf bat sie so lange, bis ihr erlaubt wurde, bei ihrer Großmutter zu leben.

Ihren Durchbruch erlebte sie mit 18, als ein Produzent der Paramount Studios bei ihr anrief und sie engagierte. Sie liebte den Beruf und fühlte sich jedes Mal etwas leer, wenn ein Dreh zu Ende war.

Der Wechsel ins Kloster erstaunte die Filmwelt und fiel auch ihr selbst nicht leicht: „Es war wie Fegefeuer. Es fühlte sich an, als ob ich von einem 20-stöckigen Haus in einen Pool ohne Wasser gesprungen wäre.“ Oft war ihr danach, einfach wieder wegzulaufen. Doch die Suche nach dem Willen Gottes hielt sie.

„Zum ersten Mal kam ich hier her auf Empfehlung einer guten Freundin.“ Nach neun Drehmonaten am Broadway hatte sie sich „sehr erschöpft“ gefühlt und die Freundin hatte ihr zu dem Aufenthalt geraten. „Als ich zur Regina Laudis Abtei kam, wusste ich einfach, dass es das war, was Gott für mich wollte. Ich bin einfach immer wieder gekommen. Ich denke, man kann sagen, dass ich hier nicht nach irgendetwas gesucht habe. Ich versuchte einfach zu verstehen, warum ich an solch einen Ort geführt wurde, der ein schockierender Gegensatz zu dem Leben war, das ich lebte.

Es war etwas an dem Gelübde der Beständigkeit, das Mönche und Nonnen hier ablegen, das bedeutsam für mich war. Dieses Gelübde gibt einem einen Ort, wo man ein Zentrum der Stille inmitten ständiger Veränderung finden kann. Da ist dieses Zentrum der Stille inmitten all dessen, was so aufreibend ist und das wie Bedeutungslosigkeit erscheint in einer Gesellschaft, die ihren Sinn für Geschichte und Sinn verloren hat.“

Warum es ausgerechnet das Kloster sein musste, fällt ihr selbst schwer zu erklären. „Ich denke, die beste Art, das zu beantworten, ist diese: Wenn jemand verheiratet ist, warum hat er den oder den geheiratet und nicht jemand anderen? Wenn du ein Haustier gern hast, warum hast du genau dieses Tier bekommen und nicht ein anderes? Es war das monastische Leben, das mich gefunden hat.“

Auf die Frage, was sie wirklich glücklich mache, blickte sie aufmerksam mit klaren, ruhigen blauen Augen und sagte: „Mit jemandem zusammen sein, den ich liebe.“ Diesen hat sie im Kloster gefunden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Berufung

  1. Die Berufung wurde abgewiesen
  2. Irland: Dieses Jahr werden mehr Bischöfe als Priester geweiht
  3. US-Politiker tritt ab und wird Jesuit
  4. „Die Kirche wächst durch Anziehung, nicht durch Proselytenmacherei“
  5. Der ‚Herr der Ringe’ und das Finden der Berufung in dunkler Zeit
  6. „Als Geweihte Jungfrauen sind wir kein Ein-Personen-Kloster“
  7. Greshake: Pfarren sorgen sich zuwenig um geistliche Berufe
  8. Christus, der gute Hirte gibt sein Leben für uns
  9. Beide wollten heiraten, jetzt ist ER Priester und SIE Ordensfrau
  10. USA: Viele Priesterberufungen bei Hausunterricht







Top-15

meist-gelesen

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  3. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  4. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  5. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  6. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  7. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  8. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  9. Roma locuta causa finita
  10. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt
  11. Als ob es Gott nicht gäbe
  12. Papst Franziskus bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum
  13. Hat Kardinal Marx dem Papst erneut den Rücktritt angeboten?
  14. Wer leitet die Synode über die Synodalität?
  15. Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz